Polyommatus coridon
Lepiforum: Bestimmung
von Schmetterlingen
(Lepidoptera)
und ihren
Praeimaginalstadien
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Forum 1: Bestimmung von europäischen Schmetterlingen und ihren Praeimaginalstadien

Re: Agonopterix sp.: am ehesten A. heracliana, ergänzende Antworten

Hallo Johann!

Grundsätzlich sind tiefgefrorene Falter problemlos mit GU bestimmbar. Allerdings solle man ein paar Dinge wissen: Wenn der Falter aus dem Tiefkühler genommen wird und auftaut, enthält er noch (weitgehend) die Wassermenge, die er beim Einfrieren hatte. Wenn er in diesem Zustand in ein kleines Gefäß (Vial) gesteckt wird um ihn per Post zu versenden, ist die Gefahr gegeben, dass er unterwegs verschimmelt. Nicht in 1-2 Tagen, aber längere Postlaufzeiten sind immer möglich, und mehrere Tage feucht eingeschlossen können schon zu viel sein. Verschimmelte Falter genitalisieren ist zum Verzweifeln, weil die Zellwände der Pilzhyphen aus Chitin bestehen, aus genau dem Material, das beim Mazerieren übrig bleibt (übrig bleiben muss). Das kann ein brauchbares Ergebnis unmöglich machen. Ein weiteres Problem von Feuchthaltung ist der DNA-Abbau, der ein Barcoding solcher Falter unmöglich macht, da reicht evtl. schon ein Tag. Wird zwar eher selten ein Thema sein, aber bei manchen Belegen wäre man froh, noch auf ein Barcoding zurückgreifen zu können. Frisch aufgetaute Falter also an einen windgeschützten, aber luftigen, trockenen Ort geben und dort etwa 3 Tage trocknen lassen (gilt für Micros in Agonopterix-Größe; die Beine, die man für die DNA-Beprobung braucht, sind dabei innerhalb weniger Stunden trocken). Das Versenden wird dadurch aber nicht einfacher, weil die Falter jetzt spröde sind und man dafür sorgen muss, dass sie sich nicht in einem zu großen Gefäß befinden, wo sie durch Vibrationen und Stöße beim Transport zerbröseln (durchaus realistisch, habe schon böse zerbröselte Belege bekommen!).

Spannweite: Die Messung gespannte Tiere hat den Vorteil, dass es recht genau geht und man in Museen auf diese Art größere Individuenzahlen vermessen kann. Und wenn Individuen vom Mittelwert auffällig abweichen, kann man gleich die Bestimmung überprüfen, um nicht durch Einbeziehung von Fehlbestimmungen den Informationswert zunichte zu machen. Die genau Umrechnung von an Lebendfotos ermittelter Größe zu Normspanweite ist nicht ganz einfach. Ist man sicher, dass das Foto senkrecht zur Flügellängsachse aufgenommen wurde (also nicht perspektivisch verkürzt ist) liegt man nicht schlecht, wenn man "Länge von der Flügelwurzel zur Flügelspitze x 2 + Thoraxbreite" als "Normspannweite" versteht. Günstig ist es auf jeden Fall, eine Mess-Skala neben das Lebendfoto zu plazieren, sodass jeder (z.B. im Forum) die Berechnung nachvollziehen bzw. korrigieren kann.

Schöne Grüße, Peter

Beiträge zu diesem Thema

Agonopterix sp.? *Foto*
Re: Agonopterix sp.: am ehesten A. heracliana, aber....
Re: Agonopterix sp.: am ehesten A. heracliana, ergänzende Fragen
Re: Agonopterix sp.: am ehesten A. heracliana, ergänzende Antworten
Vielen Dank und freundliche Grüße, Johann *kein Text*