Polyommatus coridon
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Re: BH Agrotis haifae, Staudinger 1897

Hallo Eckard, hallo Michel,
tatsächlich sollte man bei der Anschaffung von Bestimmungsliteratur vorsichtig sein, aus verschiedenen Gründen, aber es lohnt sich die Variabilitäten aus unterschiedlichen Perspektiven anzusehen. Die meisten haben nur Männchen abgebildet, da kann man weibliche Tiere, vor allem bei den Agrotis nur sehr schwer zuordnen. Wichtig wäre es auch in der Sammlung jeweils ein typisches Männchen und ein typisches Weibchen stecken zu haben, damit sich solche Fehler vermeiden lassen. Ich für meinen Teil habe im Jahre 2015 mit dem Nachtfalterfang in Sibirien begonnen, was zur Folge hatte, dass man dahingehend auch gute russische Bestimmungsliteratur braucht.
Ich kann folgende Reihe nur wärmstens ans Herz legen: Kononenko, Vladimir S., Noctuidae Sibiricae Vol. 2, Micronoctuidae, Noctuidae: Rivulinae-Agaristinae (Preis ca. 120 €), aber das ist ja erst der erste Tafelband mit den Arten in Europa.
Er z.B. zweifelt den Satus von Agrotis sardzeana in Europa an, obwohl ich die Art in angemessener Anzahl auf Teneriffa und Fuerteventura gefangen habe. Das könnte daran liegen, dass die Kanaren geografisch eher zu Nordafrika gehören als zu Europa.

Doch nun zu meinem vorrangigen Anliegen, das ich ja erst bei der genaueren Durchsicht der heiklen Arten gesehen habe. Mir ist bei der Bestimmungshilfe ein Männchen aufgefallen, dass kein Männchen von A. haifae sein kann. Es ist bei den Diagnosebildern 2-4 auch aus Ägypten. Diese Art hat eine angedeutete schwarze Punktreihe am Hinterflügelsaum und außerdem glatte, schmale Fühler, keine gezähnten oder gekämmten Fühler wie bei dem Männchen (Bild 1 ist typisch!).

Ich würde dieses Männchen eher der sehr variablen Agrotis herzogi zuordnen, da die Diagnosebilder bei herzogi nur Weibchen darstellt, aber keine Männchen.
Um mir noch ein klareres Bild zu machen, kann ich mal am WE in der Sammlung nachsehen, denn von herzogi habe ich auf den Kanaren einen riesigen Block gesammelt, weil sich die Art in alle Farbvarianten aufspaltet, von ganz hell, mit nur angedeuteten Makeln und Wellenlinien, bis ganz kräftig ins Rot-Braune hinein. Ich vergleiche die Varianten und kann dann eher sagen, wo das Tier hingehört.

Jetzt danke ich noch Eckard, dass er dieses Thread eröffnet hat, denn ohne seinen Anstoß wäre die ganze Diskussion um die Agrotisarten gar nicht entstanden.

Michel, bitte mit der Umstellung der Bilder warten, bis ich einen Vergleich mit den herzogi-Variabilitäten herangezogen habe.

Bis zum WE

Otmar

Beiträge zu diesem Thema

Agrotis sardzeana Brandt, 1941
Ich bin ganz bei Eckards Zweifeln! VG, Tina *kein Text*
Re: Agrotis sardzeana Brandt, 1941
Re: Agrotis sardzeana Brandt, 1941
Re: eher Agrotis haifae, Staudinger 1897 *Foto*
Re: eher Agrotis haifae, Staudinger 1897
Re: BH Agrotis haifae, Staudinger 1897
Re: BH Agrotis haifae, Staudinger 1897
Re: BH Agrotis haifae, Weibchen
Danke, ist sogar schon geändert, toll (danke Michel!)! *kein Text*
Agrotis haifae, Staudinger 1897 und andere
Re: Sibirien und ein Schmuckstück unter den Bärenspinnern *Foto*