Polyommatus coridon
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Re: Gibt es noch die Sammler seltener Arten?

Hallo Forum,
als "Youngster" in der Schmetterlingsszene und keinen Verbindungen zu der älteren Generation, die wohl alle mal mit sammeln und aufpinnen angefangen haben, eine Frage , die mich immer wieder mal beschäftigt.
Kann man Funddaten seltener Arten (RL 1) öffentlich machen, ohne Sorge zu haben, das jemand dann dort auftaucht um die letzten Lücken in seiner Sammlung zu füllen?

eigentlich MUSS man , denn das sollte ja der Öffentlichkeit zugänglich sein

Denke eigentlich seit Jahren das muss doch tabu sein, eine nicht mehr vorhandene Sünde vergangener Zeiten, aber das ein oder andere, was ich gehört oder gelesen habe lässt mich daran zweifeln z.B.:

es gibt natürlich solche Leute , aber das ist dann im Prinzip dasselbe wie Wilderei . Da hab ich dann selber Probleme , wenn offiziell befugte Professores mit Tötungsfallen arbeiten (und da sind dann massig schwangere Weibchen dabei) , lediglich ein paar wichtige Belege mitnehmen und den Rest wegschmeissen ... überhaupt , ich bin ein totaler Gegener von Tötungsfallen . Ebenso sollten sich meiner Ansicht nach "Sammelreisende" schon auch selbst beim Gewissen nehmen und sich mal vorstellen , es kämen Russen oder Türken in die Tauern oder den Spessart meinetwegen , um alles abzuräumen .

daß ich bei meinem Eintritt in den Verein meines Bundeslandes mit der ersten Rechnung auch eine schriftliche Sammelerlaubnis zugeschickt bekommen habe, oder Argumentationen las (weiß nicht mehr ob in Büchern oder im Netz) sammeln könnte eine Population nicht auslöschen, da bei den Reproduktionsmengen der Falter der ein oder andere nicht ins Gewicht fallen würde.

das stimmt beispielsweise für P. hospiton , strengstens geschützt , obschon als Pionierart der Felssteppen praktisch nicht ausrottbar , denn die Kern-Brutbiotope sind schlicht nicht begehbar . Das ironische dabei ist , dass die Raupen sehr gerne am Strassenrand , weil extrem xerotherm sind , und dann regenlmässig von den Mähern (genau wie in Vorarlberg) just zur kritischen Zeit vernichtet werden . Ich seh den Mäher und gehe einige Stellen im Vorfeld ab , sammle 50 Raupen ab und behalte ein paar für Fotozwecke (dabei sind wenigstens 30 % parasitiert) . Jetzt bin ich ein Retter-Verbrecher oder was ????

Vollständiger Blödsinn in meinen Augen, RL1 Arten traf ich immer nur in Einzelexemplaren, niedrigster Dichte.

das hat mit Änderungen im Landschaftsbild und Störungen der Ökotope zu tun , denn wo es passt sind auch seltene Arten häufig . Ich konnte das in Vorarlberg vielfach erleben , dass fast vollständig ausgestorbene Arten (auf die Landesfläche bezogen) lokal richtig häufig waren . Weitere Faktoren sind im Zusammenhang mit dem unstreitbaren Klimawandel zu suchen

Dann hörte ich mal, studierte Wissenschaftler nehmen IMMER Belegexemplare.

Das ist vielfach einfach notwendig ...

Und dann möchte ich auch nicht die Skrupellosigkeit eines echten Sammlers unterschätzen.

diese Leute haben oft auch nicht unerhebliche finanzielle Interessen ... kurzum ... A-Löcher gibts nun mal überall , aber meist werden solche Leute über kurz oder lang von der "Comunity" ausgegerenzt ...

zweifelnd

Ich finde es sehr positiv dass du dir all diese Gedanken machst , und , was Youngster anbelangt .... ich halte mich mit 60 noch für einen solchen ....

Volker

viele Grüsse und (ver)suche DEINEN Weg , so gut es eben geht

Chris

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