Polyommatus coridon
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Re: Gibt es noch die Sammler seltener Arten?

Hallo Chris und Thomas,
danke für Eure Kommentare und Einschätzungen.
Mein Ausgangspunkt waren eben die Meldungen, die ich schon hier im Forum getätigt hatte (z.B. Boloria euphrosyne in der Eifel), möglicherweise das letzte Vorkommen dort, wo ich 2015 2 Exemplare fand und 2016 eines. Also an der Extinktionsschwelle. Wenn da nun einer oder was weiß ich wie viele von den Typen es noch gibt kommt und das ein oder andere Exemplar entnimmt, wars das eben mit diesem Vorkommen. Und das aufgrund meiner Angabe hier im Forum (in 30 Jahren ist diese ja immer noch abrufbar)
Bei Tagfaltern halte ich den wissenschaftlichen Wert von neueren Sammlungsbelegen für vernachlässigbar zumal es diese für die Vergangenheit in rauen Mengen gibt. Bei uns im Verein geht aufgrund von Todesfällen alle zwei Jahre eine Privatsammlung in die Landessammlung. Wer will die den noch haben?
Denke das Sammeln von Tagfaltern und das Einsetzen für deren Schutz geht einfach nicht unter einen Hut. Das entnehmen von Belegexemplaren sollte man den Wissenschaftlern überlassen und Privatsammlungen schlichtweg ächten. Diese erschweren die Naturschutzarbeit, weil man, um diese fernzuhalten, alles geheim halten muss und die Bevölkerung nicht mitnehmen kann.
Deswegen stören mich jedwede relativierenden Äußerungen zur Entnahme durch Privatleute. Diese liefern den schwarzen Schafen nur eine Rechtfertigung.

Für weitaus schlimmer als das Sammeln halte ich übrigens momentan das gezielte Aussetzen von vom Aussterben bedrohter Schmetterlingsarten, ohne dass deren Herkunft bekannt wäre. Derartige Fälle wurden in jüngerer Vergangenheit immer wieder bekannt. Der größte Teil der Ansalbungen ist sicherlich unbemerkt im Sande verlaufen, aber in manchen Fällen konnte sich ein Vorkommen über wenige Jahre halten. Dies führt dazu, dass neue Nachweise seltener Arten nicht mehr richtig eingeordnet werden können (autochthon oder nicht) und evtl. genetisch verschiedene Linien eingebracht werden, die dann u. U. auch noch durch staatlich geförderte Pflegemaßnahmen gestützt werden.

Mal angenommen jemand hat mit aus einer regionalen Population entnommenen Exemplaren eine vom Aussterben bedrohte Art wo "angesalbt",wo diese durch falsches Habitatmanagement ausgestorben ist, diese hält sich ein paar Jahre und wird dann durch staatlich geförderte Pflegemaßnahmen erhalten. Besser kanns doch nicht laufen, oder?
Gruß
Volker

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