Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles ausser Bestimmungsanfragen

Re: Gibt es noch die Sammler seltener Arten?

Hallo Thomas und Oliver,
zu B. euphrosyne, eigenartigerweise sind die beiden letzten Habitate aus denen der Falter in der Eifel gemeldet wurde so gut wie frei von Kahlschlägen oder Windwürfen, sondern befinden sich in einem Mosaik aus artenreichen feuchten Bachwiesen, Kalkmagerrasen und Kalkbuchenwäldern, bin da trotz mehrtägiger erfolgloser Raupensuche noch nicht weitergekommen was das Ablagehabitat angeht
Ihr werdet mir doch sicherlich zustimmen, daß man bei schwach besetzten Rest- oder Kleinpopulationen auch die Individuen schützen muß, d.h. Sammler fernhalten indem man den genauen Fundort nicht öffentlich macht, sondern diesen (so würde ich es machen) an die Landesdatenbank meldet. In den Verbreitungskarten erfolgt die Darstellung dann nur MTB Viertelquadrantengenau oder sogar nur Quadrantengenau.
Die Sammler um die es mir ging, sind die reinen Sammler ohne Bezüge zum Artenschutz
Engagierte Lepidopterologen überlegen sich wahrscheinlich ganz genau wann es vertretbar ist ein Belegexemplar zu entnehmen oder nicht. ich persönlich bin im Feld noch nie jemand mit Netz begegnet, sondern immer nur mit Kamera, sodaß ich davon ausging sammeln tun eben nur noch Sammler, Lepidopterologen nicht.
Außerdem, man darf das doch gar nicht mehr bei geschützten Arten, oder liege ich da falsch?
Die Sinnhaftigkeit von Belegexemplaren sehe ich wie Oliver, bei schwer unterscheidbaren ja (wenn es die Bestandsdichte verträgt), sonst taugt ein Photo genauso (oder ist sogar besser)
Was die Nachtfalter angeht hab ich keine Ahnung, kann mir gut vorstellen, daß es bei der riesigen Artenfülle und den vielen ähnlichen Arten ohne Beleg gar nicht geht.
Hier in NRW und Umgebung sind in den letzten 30 Jahren viele Tagfalterarten verschwunden und werden auch nicht wiederkommen oder sind nur noch in kleinen Restbeständen vorhanden (wo man dann eben nur noch Einzelexemplare findet, daher wohl meine Entnahmeallergie), Habitate sind aber noch vorhanden und die Ursache des Aussterbens eine unwissentlich falsche Landnutzung! Natürlich ist der beste Weg eine Wiederansiedlung wie Du sie beschreibst, Thomas, aber sowas kostet eben Millionen und mal ehrlich wieviele von diesen Projekten wird es wohl geben?
Ich würde das nicht so verdammen wenn ein paar verzweifelte Enthusiasten versuchen eine lebenswertere Umwelt, mit eben vielen verschiedenen Faltern zu hinterlassen, auch wenn sie dabei natürlich vieles falsch machen (ohne das ich da irgendwie aktiv wäre)
Gruß
Volker

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