Polyommatus coridon
Lepiforum — Bestimmung von Schmetterlingen (Lepidoptera) und ihren Praeimaginalstadien: [Home]
Foren: [Forum 1: Bestimmungsfragen]     [Forum 2: Alles außer Bestimmungsfragen]     [Archiv zu Forum 2 (bis 2013)]     [Archiv 5 zu Forum 1 (2012-2016)]     [Archiv 4 zu Forum 1 (2010-2012)]     [Archiv 3 zu Forum 1 (2007-2010)]     [Archiv 2 zu Forum 1 (2006-2007)]     [Archiv 1 zu Forum 1 (2002-2006)]     [Test-Forum zum Ausprobieren der neuen Funktionen]
Große Bild- und Informationssammlungen:     [Bestimmungshilfe]     [Schütze (1931): Biologie der Kleinschmetterlinge (Online-Neuausgabe)]     [Glossar]     [FAQ]
Sonstiges: [Lepiforum e.V.]     [Chat (nur für Mitglieder)]     [Impressum] — Weitere interne Links: [Home]

[Hinweise zur Benutzung der Foren]     [Forum User Instructions]     [Indications pour l’utilisation des forums]     [Indicaciones para el uso de los foros]     [Avvisi per l’utilizzo dei fori]     [Советы по использованию форума]     [Pokyny k použití fóra]     [Általános tudnivalók a fórum használatához]     [Wskazówki korzystania z forum]

Forum 2: Alles ausser Bestimmungsanfragen

01435 Argyresthia glabratella - Braune Fichtenknospenmotte *Foto*

Hallo zusammen,

Josef Bücker hat im Forum gute Hinweise gegeben, wie die Raupen zu finden sind. Dadurch angeregt habe ich in diesem Frühjahr 2017 intensiv gesucht.

wann gesucht:
Mitte März hatte ich gut ein Dutzend Schlupflöcher an den dünnen Zweigenden alter Fichten gefunden, ein erster Hinweis, dass die Art vorkommt. Diese Zweigenden waren etwa 3 cm unbenadelt. Die Anwesenheit der jungen Raupen war zu diesem Zeitpunkt kaum zu erkennen, da nur sehr vereinzelt erste Nadeln von der Spitze des Zweiges abgefallen waren und Schlupflöcher noch nicht existierten.
Erste Schlupflöcher konnte ich ab Ende März finden, am 6.4.2017 an einem Ast mit seinen Wierteln sogar 11 besetzte Zweige. Die Nadeln waren zu diesem Zeitpunkt allerdings teils noch nicht abgefallen (Fotos) und die Schlupflöcher dadurch nicht leicht zu finden. Die Schlupflöcher befanden sich überwiegend auf der Unterseite des Zweiges, aber auch seitlich konnte ich einzelne entdecken. Obwohl ich Augen wie ein Adler habe, war mir eine 8-fach-Lupe immer wieder hilfreich.

wo gesucht:
Viele Zweige junger Fichten habe ich zeitgleich nach Argyresthia bergiella abgesucht, die ich allerdings nicht fand. Nur einmal fand ich ein Schlupfloch von glabratella an einer jungen etwa 2 m hohen Fichte. Der Hinweis in der BH, dass die Raupe in den Zweigspitzen jüngerer Fichten frisst, kann ich durch meinen Einzelfund zwar bestätigen, jedoch genießen Altfichten offensichtlich eine Priorität.
An Orten mit alten Fichtenbeständen in schattiger Lage konnte ich die Schlupflöcher finden (Oerlinghausen, Schloß Holte, Augustdorf, Stukenbrock, Sennestadt, Detmold, Horn-Bad Meinberg). Die Art dürfte also zumindest in meiner näheren Heimat flächendeckend vertreten sein.

Falterschlupf:
Während meiner Urlaubsabwesenheit vom 30.4. - 14.5.2017 schlüpften 21 Falter, danach keiner mehr. Da nur ein Falter tot am Boden lag, gehe ich vom (Haupt-)Schlupf in der zweiten Maiwoche aus.


Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Stukenbrock, Raupe am 06.04.2017 an Fichtenzweig, ex.l. Anfang Mai 2017


Genital zum abgebildeten Falter


11 besetzte Zweigspitzen an diesem Baum am 6.4.2017


Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Stukenbrock, 06.04.2017


Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Stukenbrock, 06.04.2017


Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Stukenbrock, 06.04.2017