Polyommatus coridon
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Re: Suchbild bzw. was stimmt hier nicht?!? *Foto*

Hallo Michael und Thomas,

ihr seid aber fix und habt natürlich recht! Vielen Dank Thomas auch für die weiteren Informationen, das war mir so nicht bekannt. D.h. ihr hattet von 98 Raupenfunden 28 in der Blüte? Fressen die Raupen anfangs auch im Blütenkopf und bewegen sich erst danach in Richtung Blätter?

Der Fundort, das Naturschutzgebiet Gießenmoos, hat eine kleine Erfolgsgeschichte zu verzeichnen. 1991 als letzter extensiv genutzter Rest einer ehemals großflächigen Talvermoorung als Naturschutzgebiet ausgewiesen, konnte es gerade noch vor der Drainagierung und Intensivierung bewahrt werden. Die Lage in einer weiten Talebene war prädestiniert für eine Intensivierung. Und so sind die Wiesen im Gebiet auch von sehr unterschiedlichem Charakter, je nachdem wie stark in der Vergangenheit in sie eingegriffen wurde. C. flocciferus besiedelt nur einen kleinen Teilbereich des Naturschutzgebiets, wo mehrere mineralische Kuppen mit guten Heilziest-Beständen vorhanden sind:

Deutschland, Baden-Württemberg, Westallgäuer Hügelland, Wangen i. A., NSG Gießenmoos, 579 m, 21.Juni 2017, Freilandfoto: Thomas Bamann

Durch die teilweise stattgefundene Intensivierung sind einige Wiesen relativ nährstoffreich und von Mädesüß dominiert. Dem versuchen wir durch partielle Frühmahd Ende Mai/Anfang Juni zu begegnen, um die Flächen auszuhagern. Auch für C. flocciferus wird dies getan. Wir gehen davon aus, dass der frisch aufwachsende, offen stehende Heilziest in den früh gemähten Beständen besonders (mikroklimatisch) günstig für die Art ist. Im Vordergrund (nach dem Graben) ist auf diesem Foto ein Frühmahdbereich zu sehen, dahinter schließt sich die regulär im Herbst gemähte Fläche an:

Deutschland, Baden-Württemberg, Westallgäuer Hügelland, Wangen i. A., NSG Gießenmoos, 579 m, 21.Juni 2017, Freilandfoto: Thomas Bamann

Große Bereiche des Gebiets sehen allerdings noch so aus (Mädesüß-Dominanz):

Deutschland, Baden-Württemberg, Westallgäuer Hügelland, Wangen i. A., NSG Gießenmoos, 579 m, 21.Juni 2017, Freilandfoto: Thomas Bamann

Neben C. flocciferus sind im Gebiet auch E. aurinia und Z. trifolii vertreten. Ersterer hat sich offenbar erst über die Jahre der Extensivierung hier angesiedelt und wir fördern die Art zum einen mit den Frühmahden und zum anderen mit einjährigen Wechselbrache-Bereichen. Die Population ist konstant ansteigend und hat die vergangenen beiden Jahre weit über 50 Raupengespinste erreicht.

Viele Grüße Thomas

Beiträge zu diesem Thema

Suchbild bzw. was stimmt hier nicht?!? *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Suchbild bzw. was stimmt hier nicht?!?
Re: Suchbild bzw. was stimmt hier nicht?!? *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Suchbild bzw. was stimmt hier nicht?!? *Foto* Bestimmungshilfe
Carcharodus floccifera
Funddaten
Eiablagen in den Blütenstand - auch in Bayern beobachtet
Re: Suchbild bzw. was stimmt hier nicht?!?
Re: Suchbild bzw. was stimmt hier nicht?!?