Polyommatus coridon
Lepiforum — Bestimmung
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Re: Offenland - Wald kam erst später...

Moin Steffen,
ist mir etwas zu fatalistisch Deine These.
zunächst:

Die Entwicklung danach, in Warmzeiten, welche vermutlich 2-3 Grad wärmer waren als es heute ist (shocking!!!) sah es dann wohl anders aus

Das war vorher, während der Wechsel von Eis- und Warmzeiten, deren Ursachen bis heute nicht verstanden sind. Die derzeitige (geologisch gesehen blitzartige) Temperaturerhöhung ist eindeutig auf unseren Verbrauch fossiler Brennstoffe zurückzuführen. Da dürfen wir uns nicht aus der Verantwortung ziehen.
Egal, die Erde bestünde auch dann weiter, wenn es keine Menschen mehr gäbe, egal, was wir hinterlassen hätten. Natur braucht keinen Schutz!

Die Erde bestünde sicherlich weiter. Das massenhafte Artensterben, welches wir derzeit verursachen, sollte uns aber doch zum Handeln bringen. Biologisch gesehen sind wir zwar eine Massenkalamität, aber immerhin eine mit Intelligenz
wir schützen stets nur uns, unseren Ertrag, unsere Lebensqualität, unsere Vorstellungen (von der perfekten Natur mit schmetterlingsreichen Wiesen)

Schmetterlingsreiche Wiesen sind ein Produkt historischer Landwirtschaft. Artenschutz hierzulande ist oft Kulturlandschaftsschutz. Ist aber deshalb nicht schlechter. Auf absehbare Zeit werden mindestens 90% unserer Flächen menschlich genutzt sein, dann aber bitte auch artenreich. Nur Uninformierten bereitet heute ein Spaziergang in unserer Agrarlandschaft noch Freude.

Davon unabhängig sagen einige Wissenschaftler, dass es vor ca 13-15 tausend Jahren in Deutschland vermutlich überhaupt keinen Baum gab

Jedenfalls begann damals der Übergang von Tundra zu Waldland, erst als lichter Birken/Kieferwald, zwischenzeitlich sogar Haselnussdominiert (evtl. menschengefördert), dann Eiche, Fichte usw, Buche erst spät.
Das heißt doch: vor ca. 14000 Jahren gab es hier lediglich heutige skandinavische/alpine Arten und unsere Glazialrelikte. Alle anderen kamen erst später, zu einer Zeit, wo der Mensch auf die ein oder andere Weise längst am mitwirken war.
Für mich interessant, da ich lange überlegt habe, wie die Habitate unserer heutigen Falter wohl ausahen, bevor der Mensch eingriff. Gabs aber vielleicht gar nicht.
Damals war der Mensch eben noch Teil der Natur. Was unterscheidet den Jungsteinzeitler, der eine Rodung für Wohnstatt und Gerstenanbau vornimmt, vom Biber, der ebenfalls rodet und sich so Habitate für seine krautige Sommernahrung schafft oder den Wisenten und Hirschen, die durch schälen und Verbiss Waldlichtungen schaffen, die dann wiederum zu Wuchsorten kraut- und grasreicher Sommernahrung werden?
z.B. der Maivogel kann ja erst nach den Eschen nach Mitteleuropa eingewandert sein, vielleicht ähnlich wie Brenthis daphne heute. Potentielle Habitate müssen da flächendeckend vorhanden gewesen sein. Gut möglich, das der Mensch schon damals einen Gutteil dieser Habitate geschaffen hatte.
In den letzten 10000 Jahren war die Landschaft hier in permanenter Veränderung, teils klimagemacht, teils menschgemacht, teils auf das Wirken andere Faktoren wie Feuer, Megaherbivoren, Biber, Insektenkalamitäten usw. zurüchzuführen.
"Die perfekte Natur" als etwas Statisches gabs wohl nicht.
grüße
Volker

Beiträge zu diesem Thema

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Re: Dort, wo er fliegt . . . . ist die Natur noch intakt!!
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Re: Offenland - Wald kam erst später...
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Kleine Berichtigung!!
off topic - Schmetterlingshafte *Foto*
Re: off topic - Schmetterlingshafte
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Re: off topic - Schmetterlingshafte nördliches Ba-Wü
Wow, super Fotos! *kein Text*
Danke, Patrick! - Gruß, Dieter R. - *kein Text*