Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles ausser Bestimmungsanfragen

(1b) Coleophora spiraeella *Foto*

Im vergangenen Spätsommer dieses Jahres fanden Thomas und ich einen sehr auffallenden Befall in einer Hecke.

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Unterhalb Kniehöhe sah es dort überall so aus:

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Schatten wurde also bevorzugt - die Suche an einer mehr der Sonne zugewandten Hecke, einige Meter weiter, ergab nur wenige Minierspuren.

Die Durchmesser der Einstiegslöcher waren verschieden.

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Das liegt daran, dass zuerst (mindestens?) ein sehr viel kleinerer Jugendsack angefertigt wird. Später wird er gegen einen frisch aus einem Blatt geschnittenen, größeren Sack ausgetauscht.

Dies ist hier schon gesehen:

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Der nur wenige Millimeter messende Jugendsack verbleibt - leer - am Rande der Mine.

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Hier wurde der Adultsack am Blattrand ausgeschnitten.

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Und an dieser Stelle habe ich Grund zur Annahme, dass das Loch anzeigt, dass hier der Jugendsack gefertigt wurde, wohl aus der ersten Mine des jungen Räupchens.

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Die Adultsäcke sind lateral stark zusammengedrückt. Auf dem folgenden Foto präsentiert sich einer mit voller Breitseite.

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Die Tiere minieren, soweit ich beobachtet habe, immer von der Blattunterseite aus. Dabei können sie ihren Sack auch vollständig verlassen.

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Mit zunehmendem Alter und Größe der Raupen werden die Gehäuse (Jugend- und Adultsäcke) am oralen Ende mithilfe von Blattscheiben verlängert. Diese werden aus den Einstiegslöchern der Minen geformt.

Daten: Niedersachsen, Region Hannover, Lehrte, 50 m, Raupen an Spiraea spec. (Spierstrauch), 13. August 2017 (Freilandfotos: Tina Schulz), det. Thomas Fähnrich und Tina Schulz

Beiträge zu diesem Thema

Minierer - Teil 3
(1a) Coleophora spiraeella *Foto*
(1b) Coleophora spiraeella *Foto*