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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Auswirkungen von 2018 *Foto*

Hallo BOB,

vielen Dank! Den Nordharz und sein Vorland kenne ich von mehreren früheren Aufenthalten, als ich dort aber nicht in Sachen Schmetterlinge unterwegs war. Trotzdem habe ich natürlich nebenbei beobachtet. Anfang Mai hat mich mal die große Zahl von Hamearis lucina zwischen Rübeland und Susenburg begeistert, begleitet von Carterocephalus palaemon, Erynnis tages und Pyrgus malvae. Die Situation von Araschnia levana in der Gegend kann ich mir vorstellen, im Vorland vielleicht noch entlang der Bode dauerhaft.

Am Niederrhein war die Frühjahrsgeneration - so lange ich hier beobachte - immer eher spärlich und meist im Umfeld größerer Wasserflächen zu finden, während die zahlenmäßig viel stärkere Sommergeneration verbreitet auftrat, meist ab Juli. Letztes Jahr flogen die ersten Falter der Sommergeneration schon Mitte Juni. Ab Mitte August gab es nochmal frische Falter, offenbar die dritte Generation. Das ist nicht jedes Jahr so. Der Zustand der Brennnesseln war in der Dürreperiode im Juli/August 2018 sehr schlecht, in Arealen, wo die 2. und 3. Generation gut vertreten war. An den feuchteren Stellen mit offenen Wasserflächen (vor allem ehemalige Tongruben) habe ich nicht darauf geachtet. Wie so oft, hinterher weiß man es immer besser. Den Jahresverlauf kann man sowieso nicht vorhersehen.

Am Samstag habe ich eine der von Monika beschriebenen Stellen besucht und zwei A. levana gefunden, die auch die normale Größe hatten. Meine Schlüsse waren wohl zu voreilig, aber an vielen Stellen, wo mir die Frühjahrsgeneration sonst regelmäßig begegnet ist, habe ich dieses Jahr bisher keine A. levana gesehen.

Sehr erfreulich sind Deine Beobachtungen an der Elbe!

Zu den Auswirkungen der Hitze und Dürre im Sommer 2018 hatte ich Befürchtungen. Punktueller Vergleich der Häufigkeiten mit denen in früheren Jahren zu entsprechender Jahreszeit und bei ähnlichem Wetter hat bisher ansonsten kaum Auffälligkeiten gezeigt. Meine Beobachtungen konzentrieren sich in der Regel auf Stellen am Niederrhein, in der Eifel, in Franken und im Alpenvorland (dort aber 2019 noch nicht gewesen).

Vorläufige Bilanz für dieses Frühjahr:

Aglais io: überall wie üblich
Aglais urticae: nur sehr vereinzelt
Nymphalis polychloros: vielerorts in Einzelexemplaren beobachtet, auch an für mich „neuen Stellen“
Pyrameis atalanta: nur vereinzelt, in den letzten Jahren häufiger
Anthocharis cardamines: an vielen Stellen häufigster Tagfalter, zum Teil noch häufiger als Gonepteryx rhami, und viel häufiger als alle Pieris sp. zusammen
Pieris rapae: nur vereinzelt
Pieris napi: wenige, viel weniger als A. cardamines
P. machaon: überall gut vertreten, am Niederrhein gleich mehrere Falter gleichzeitig an Stellen, wo ich noch nie einen beobachtet hatte

Gut sah es bisher auch bei nur lokal vorkommenden Spezialisten aus (je zwei Bilder angehängt fürs Auge ;-): Am 2. Mai Scolitantides orion an der bekannten Stelle an der Donau mit Abstand häufigster Tagfalter (frische neben mehr oder weniger abgeflogenen Exemplaren). Am 15. Mai in den Tälern südlich von Monschau in der Nordeifel Lycaena helle häufigster Tagfalter (fast alle ganz frisch). Alles andere an diesen beiden Stellen flog wie üblich, nur fast keine Pieris sp., die seit Jahren einen sehr auffälligen und anhaltenden Negativtrend zeigen, zumindest wo ich beobachtet habe. Und A. levana habe ich da im Gegensatz zu früheren Jahren diesmal auch keine gesehen.

Schaun wir mal, ob das Jahr 2018 überhaupt irgendwelche auffälligen Auswirkungen zeigt….....

Beste Grüße,

Bernhard

Deutschland, Bayern, Lohstadt, Bahndamm, 340 m, 2. Mai 2019, Tagfund (Freilandfoto: Bernhard Stöckhert)

Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Kalterherberg, Fahrweg zwischen Wald und Feuchtbrachen, 515 m, 15. Mai 2019, Tagfund (Freilandfoto: Bernhard Stöckhert)


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spannend, vielleicht kommt bei Euch auch noch die g3 *Foto*