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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Re: Biotop-Zerstörung von E. eumedon auch im NSG Mainzer Sand

Hallo Hendrik, Josef und andere Betroffene,

auch auf dem Mainzer Sand ist ein größerer Teilbereich der Habitate von Eumedonia eumedon zerstört worden, wenn auch nicht unbedingt endgültig.

Kurzfassung: Wenn schon Schafbeweidung im NSG dann bitte mit Sinn und Verstand, aber nicht mit dem Holzhammer, Augen zu und durch!

In einer großen Fläche des NSG hat man wohl für lange Zeit geschafft, Eumedonia eumedon die Existenzgrundlage zu entziehen, denn der gesamte Bereich ist durch intensivste Schafbeweidung kahlgefressen. Wo vor zwei Wochen noch zehntausende Blüten von Geranium sanguineum waren, finden sich heute noch ein paar vereinzelte, vielleicht eine Blüte auf 10 Quadratmeter. Abgelegte Eier sind von den Schafen aufgefressen, Nahrung für die Raupe existiert quasi nicht mehr und das Blütenspektrum für die Falter entspricht dem im Dezember, sprich ist nicht mehr existent.
Zweifellos wird Geranium sanguineum wieder nachwachsen, aber Eumedonia eumedon muss erst einmal wieder aus anderen Teil-Habitaten im und am Mainzer Sand zuwandern oder in dieser Teilfläche wieder angesiedelt werden. Angesichts der sowieso außergewöhnlich niedrigen Individuenzahl dieses Jahr bin ich alles andere als optimistisch.

So ganz nebenbei wurde bei dieser Beweidungs-Aktion auch ein erheblicher Bestand der Orchideen Epipactis atrorubens und Cephalanthera rubra zerstört. Von mehreren dutzend Pflanzen, die ich vor zwei Wochen noch fand, ist in dem beweideten Bereich keine einzige übrig geblieben.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser nachhaltig destruktiven „Pflegemaßnahme“!

Frustrierte Grüße
Uwe

Beiträge zu diesem Thema

Biotop Zerstörung , Eumedonia eumedon in Bad Urach *Foto*
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