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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Re: zu Zygaena transalpina (Zucht ab Ei) *Foto*

Liebe Tina und Interessierte

Die Zygaena osterodensis-Raupe wurde gestern von Raymond Guenin als sichere Zygaena transalpina bestimmt, nachdem Zweifel über die Richtigkeit der Bilder aufgekommen sind.
Da ich mittlerweile einige Zuchten ab Raupen und eine Zucht ab Ei gemacht habe, könnte ich schönere Fotos zur Verfügung stellen, welche mehr Aussagekraft hätten als diese beiden schlechten Fotos mit der Raupe auf dem Boden. Aber ich muss es natürlich dir oder den anderen Admins überlassen, wofür ihr euch entscheiden möchtet.

Ich kann hier kurz meine Beobachtungen zur Eiablage vorstellen:

Fundstelle: Schweiz, Kanton Bern, Berner Oberland, Hasliberg Hohfluh, Tschorren, 1100 m (Freilandfoto: Hildegard Stalder)

An dieser sonnenexponierten Felsflur am linken Strassenrand in einer Buchen-Mischwaldlichtung fand ich an der Mauer bei der Suche nach Raupen einer Geometriden-Art die unten abgebildeten Eier, von denen ich glaubte, die gesuchte Geometriden-Art gefunden zu haben, was sich dann jedoch als Irrtum herausstellte. Da ich sie mitgenommen habe, wollte ich sie natürlich auch durchzüchten. Sie befanden sich übrigens an Rhamnus pumila.


Frische Eier und Eier kurz vor dem Schlüpfen der Räupchen.
Funddaten: Schweiz, Kanton Bern, Berner Oberland, Hasliberg Hohfluh, Tschorren, 1100 m, 22. August 2016 und 27. August 2016, Eifund an Rhamnus pumila an sonnenexponierter Kalkfelsflur, in Felsnische (Foto: Hildegard Stalder)

Dann sind die Räupchen geschlüpft und haben sofort die Eischalen aufgefressen. Aber dann frassen sie tagelang nichts. Keine Frassspuren an Rhamnus pumila waren zu sehen. Was nun? - war mein erster Gedanke. Ich ging wieder zur Stelle und schaute mir einmal alle sich in der näheren Umgebung befindlichen Pflanzen an. Unterhalb der Eiablagestelle befanden sich grössere Thymianpolster, womit ich nun einen Fütterungsversuch wagte, da ich anhand der Fotos der Eiräupchen nun annehmen konnte, dass es Zygaenen sein könnten. Leider frassen sie auch daran nichts.

Funddaten: Schweiz, Kanton Bern, Berner Oberland, Hasliberg Hohfluh, Tschorren, 1100 m, 28. August 2016, frisch geschlüpfte Räupchen an Rhamnus pumila (Foto: Hildegard Stalder)

Ein weiterer Fütterungsversuch mit Hippocrepis comosa und Lotus corniculatus war dann endlich erfolgreich und die Räupchen entwickelten sich wunderbar. Ich züchtete sie dann an einer eingetopften Pflanze von Hippocrepis comosa zum Falter.

Funddaten: Schweiz, Kanton Bern, Berner Oberland, Hasliberg Hohfluh, Tschorren, 1100 m, 1. September 2016 und 14. September 2016, Räupchen an Hippocrepis comosa (Fotos: Hildegard Stalder)


Funddaten: Schweiz, Kanton Bern, Berner Oberland, Hasliberg Hohfluh, Tschorren, 1100 m, jüngere Raupe vom 14. September 2016 und erwachsene Raupe nach der Überwinterung vom 14. Mai 2015, an Hippocrepis comosa (Fotos: Hildegerd Stalder)

Da in der Bestimmungshilfe praktisch identische Puppenbilder vorhanden sind, verzichte ich auf deren Eingabe.

Hier noch zwei Bilder einer erwachsenen Zygaena transalpina-Raupe, welche ich im Freiland ruhend auf einem Ahornblatt gefunden und zum Falter gebracht habe.

Funddaten: Schweiz, Kanton Bern, Hasliberg Hohfluh, 1070 m, Raupe ruhend auf Ahornblatt (vermutlich unterwegs zur Verpuppung), 14. Juni 2015 (Freilandaufnahme: Hildegard Stalder)

Und noch der daraus geschlüpfte Falter, bei dem man die weissen Fühlerspitzen gut erkennen kann, was ihn von der ähnlichen Art Zygaena filipendulae gut unterscheiden lässt.

Daten: Schweiz, Kanton Bern, Hasliberg Hohfluh, 1070 m, 9. Juli 2015 (Zucht und Foto: Hildegard Stalder)

Mit lieben Grüssen
Hildegard

Beiträge zu diesem Thema

Zygaena osterodensis Raupe in BH: Falschbestimmung nota bene
Zygaena osterodensis --> Z. transalpina
Re: zu Zygaena transalpina (Zucht ab Ei) *Foto* Bestimmungshilfe
Danke für die sehr schöne Dokumentation! VG Martin *kein Text*