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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Mit Raupen gegen giftiges Jakobskreuzkraut

Hallo,

heute rief mich zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein Landwirt aus der Eifel an, der von mir Raupen von Tyria jacobaeae haben wollte, um Kreuzkraut zu bekämpfen. Anlaß ist offenbar folgende Dokumentation auf NDR3:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Mit-Raupen-gegen-giftiges-Jakobskreuzkraut,shmag64152.html

Die Landwirte stehen - wie der Naturschutz generell - vor dem Dilemma, dass das Kreuzkraut von extensiver Landwirtschaft profitiert, giftig für das Weidevieh ist aber mit ökologisch nachhaltige Methode nur sehr beschwerlich zu bekämpüfen ist (rupfen, hacken & stechen). Jetzt sind sie von der Idee mit dem natürlichen Fraßfeind begeistert.

Wäre ich auch wenn die Art dort vorkommen würde, wo deren landwirtschaftlichen Betriebe sind. Trotz aller Vorteile finde ich es bedenklich Arten (auch überregional heimische) dorthin zu verfrachten, wo sie bisher nicht dokumentiert worden sind. Wäre der Transport der Tiere von Schleswig-Holstein in die Eifel nicht so problematisch, wären die Tiere wohl auch schon dort gelandet. Jetzt sehe ich mich in der Not, die Landwirte überzeugen zu müssen. Es ist wenig überzeugend mit dem Einfluss auf den Genpool bzw. die heimische Biodiversität bei dieser als heimischer, weil überregional vorkommender Art zu argumentieren, wenn dem das Wohl der Weidetiere entgegensteht. Die Verlockung auf bequeme Weise die Menge des Kreuzkrautes zu reduzieren ist zu groß.

Falls jemand überzeugendere Erläuterungen pro oder contra hat, soll sie gerne äußern.

Bernhard

Beiträge zu diesem Thema

Mit Raupen gegen giftiges Jakobskreuzkraut
Re: Mit Raupen gegen giftiges Jakobskreuzkraut
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Tyria jacobaeae. *Foto*
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