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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Bettschweberl vom Sande: Iphiclides podalirius *Foto*

Guten Abend zusammen,
am ersten August-Tag 2019 ging es am Ende der heurigen GfS-Exkursion in kleinen Gruppen nochmals
in unterschiedliche Lausitzer Gebiete östlich und westlich der Neiße.
Prägend sind in der Lausitz kleine Dorflagen mit Ruderalflächen, mehr oder weniger feuchte Wiesen und Weiden,
Hecken und Gebüsche umringt von regionaltypischem lichtungsreichem Kiefern- bzw. Eichenmischwald auf trockenen Sanden.
Die Falterlaune stieg nun deutlich an, nach kleineren Gewittern bei hoher Luftfeuchte, gab es allseits positive Berichte
von diesem letzten Exkursionstag - ob aus Polen oder von den Brandenburgischen Sanden.
Dazu ein paar ausgewählte Aufnahmen vom „Flachland-Tiroler“ unter den Segelfaltern aus dem Südwesten von Polen.
Das nunmehr „14-äugige Beobachtungsgebiet“ über leichten Sanden lag nah der Unterkunft „Stary Folwark“ bei Pietrzyków.
Neben weiteren 28 Tagfalterarten in knapp 2 Stunden, konnte hier auch der Segelfalter als Kahlschlags- oder Lichtwaldart beobachtet werden.
Ab etwa 10.00 Uhr flog der erste Segelfalter an über einer jungfräulichen Aufforstung auf knapp 2,0 ha
mit 1-jährigen Kiefernsämlingen in tiefen Furchen. Danach wurden es kontinuierlich mehr von den Seglern,
bis 12.00 Uhr zeigten sich etwa 10 Exemplare.
Prägend war hier ein hoher Anteil an sandigem Offenboden begleitet von wieder „anfliegendem Unholz“
(Kratzbeere, Sandbirke, Spätbl. Traubenkirsche, Faulbaum und vereinzelt Stieleiche, Ahorn, Erle, Weide, Eberesche und Weißdorn).
Diese Gehölze wurden bereits von einem ersten Pflegegang kurzgehalten.
In dieser allseits windgeschützten Kahlschlagflur saugte Iphiclides podalirius vor allem an Galeopsis (Hohlzahn),
der sich nun nach etwas Regen erfrischt und nektarreich zeigte.
Nach meiner Beobachtung legten 2 Weibchen zw. 11.00 bis 11.30 Uhr mehrmals anfliegend an junger Eberesche ab,
die auf sandigen Dämmen über den Pflanzfurchen standen.
Nachfolgend die Fotos von einem eiablegenden Weibchen, mit den Funddaten:
Poland, Lausitz östlich der Neiße (Lebus), Pietrzyków, Kahlschlagsflur umgeben von Mischwald, 120 m, 01. August 2019, Tagfund (Freilandfoto: Bernd-Otto Bennedsen)

Die Falter halten das ausgewählte, recht weiche Fiederblättchen fest um den nötigen Wiederstand zur Ablage zu bekommen.
Dabei dreht sich das Blättchen oft und die Eier werden auf diese Weise fest an die Oberseite geklebt. Gelegentlich wird es auch die Unterseite.
Links im Bild sind 2 weitere Eier zu sehen vom ersten Anflug.

Nach dem ersten und zweiten Kleb-Ei folgt gleich ein Drittes an einer Unterseite angebracht (links im Bild):

Die danach abgesuchten, zwei sehr kleinen Büsche von ca. 60 bis 80 cm Höhe, wurden an den oberen Fiederblättern belegt,
ohne erkennbare Beachtung nebenstehender Prunus serotina durch die Falter.
Es fanden sich aufgrund der lokalisierten Anflüge schnell 5 Eier auf der Oberseite der Fiederblättchen und 2 auf den Unterseiten.
Zur Situation noch ein Bild unten:

Eine gut belegte Eberesche in Bildmitte.
Eine sehr schwache Eberesche mit nur einer Ablage auf Blattunterseite (unten).

Noch ein Oldie - beispielhaft an Galeopsis saugend:

Das soll´s gewesen sein.
Gute Nacht, BOB

Beiträge zu diesem Thema

Bettschweberl vom Sande: Iphiclides podalirius *Foto*
Schöne Studie vom Iphiclides podalirius
Danke Jo - werde bestimmt wieder hinfahren. BG, BOB *kein Text*
Re: Bettschweberl vom Sande: Iphiclides podalirius
Richtig Ralf - der Gedanke drängt sich auf. BG, BOB *kein Text*