Polyommatus coridon
Lepiforum — Bestimmung
von Schmetterlingen
(Lepidoptera)
und ihren
Praeimaginalstadien
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Vielen Dank euch Allen …

besonders denen, die sich die Mühe gemacht haben, konkrete Zahlen und Zusatzinfos für ihre Beobachtungsräume rauszusuchen und hier mitzuteilen. In der Summe ergibt sich für mich ein differenziertes Bild, das man - Stand jetzt - vielleicht wie folgt zusammenfassen könnte:

In mittleren und tieferen Lagen der warmen und eher niederschlagsarmen Regionen (z. B. Oberrhein, Kraichgau, Gäulandschaften, Mittelhessen, nördl. Harz-Vorland, Brandenburg?) scheint der Negativtrend der letzten Jahre anzuhalten oder sich sogar zu verstärken. P. machaon scheint hier inzwischen von einer fast allgegenwärtigen, lokal oder jahrweise sogar relativ häufigen Art schon fast zu einer kleinen Besonderheit zu werden. Zwar ist der Falter aufgrund seiner Mehrbrütigkeit, der hohen Vagilität und des breiten Habitatspektrums vermutlich auch in Baden-Württemberg nach wie vor "in der Fläche" präsent und durch gezielte Nachsuche auf den allermeisten Messtischblättern nachzuweisen. Trotzdem ist gegenüber den 1990er- und 2000er-Jahren eine massive Häufigkeitsabnahme von Faltern und Präimaginalstadien unübersehbar. Im Alpen- und Voralpenraum, einigen Mittelgebirgslagen (Erzgebirge, Schwarzwald, Frankenalb, Eifel) und anderen niederschlagsreicheren bzw. stärker atlantisch beeinflussten Regionen ist ein Negativtrend dagegen nicht festzustellen. Gebietsweise werden hier sogar überdurchschnittliche Zählwerte bzw. (deutliche) Zunahmen / Ausbreitungstendenzen gemeldet.

Man darf gespannt sein, ob laufende Langzeituntersuchungen (z. B. CH: BDM, D: TMD) dieses Bild bestätigen. Wirkliche "Sorgen" mache ich mir um den Schwalbenschwanz (noch) keine – da kämen mir vorher viele, viele andere Arten in den Sinn. Trotzdem müssen in Zeiten tiefgreifender Landnutzungs- und Klimaänderungen auch die insgesamt noch weit verbreiteten, mit der "Normallandschaft" an sich vergleichsweise gut zurecht kommenden Arten im Blick behalten werden. In dieser Hinsicht sind unter den Tagfaltern Pieris brassicae und Papilio machaon für mich zwei interessante Art-Beispiele. Sie führen deutlich vor Augen, wie wenig noch immer selbst bei auffälligen und sehr gut untersuchten Arten die Ursachen/Wirkzusammenhänge teils starker Bestandsfluktuationen verstanden sind. Ich erinnere hier nur an das großräumig bestätigte "Bombenjahr" 2018 des Großen Kohlweißlings ( http://www.lepiforum.de/2_forum_2017.pl?md=read;id=6962 ), von dem 2019 – zumindest in meinen Beobachtungsgebieten – so gut wie nichts übrig geblieben ist.

Danke nochmals für die Resonanz und schöne Grüße
Gabriel

Beiträge zu diesem Thema

Noch eine triviale Frage: Hat jemand in 2019 Raupen von Papilio machaon gesehen? *Foto*
die Falter flogen/fliegen doch recht gut, oder?
etwas konkreter
Keine Raupen von Papilio machaon
Auch nur eine Raupe im unteren Moseltal.
Keine Raupen P. machaon 2019 in Nordbaden
Re: Noch eine triviale Frage: Hat jemand in 2019 Raupen von Papilio machaon gese
keine Raupen von P. machaon in Eifel/ Westerwald
... in 2019 keine Raupen von Papilio machaon nördlich zum Harz ...
Ja, eine! *Foto*
Raupen von machaon, meist NRW
Re: Hat jemand in 2019 Raupen von Papilio machaon gesehen?
Ohne allgemeines Mulchverbot hat der Machaon im intensiv bewirtschafteten Land k
Hat jemand in 2019 Raupen von Papilio machaon gesehen? Ja: ich!
Im Erzgebirge dutzendweise!
Ja klar :-) *Foto*
Vielen Dank euch Allen …
Die Umkehrung der Geschwänzten ...
Passt zum 2019er-Gesamtbild - Danke BOB und Grüße *kein Text*
Re: Raupen zwar nicht, aber deren Vorstufe... *Foto*
Re: Raupen zwar nicht, aber deren Vorstufe...
Danke Ralf! VG Gabriel *kein Text*
Re: Noch eine triviale Frage: Hat jemand in 2019 Raupen von Papilio machaon gese
Danke, Gerhard, für die Zusatzinfos, auch zu N. polychloros! VG Gabriel *kein Text*