Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Armut an Pierini 2019

Hallo Udo,

die Armut bei den Pierini erschien mir das Jahr 2019 über erschreckend, wo auch immer ich beobachtet habe.

Im ganzen Frühjahr habe ich ein einziges Mal einen Pieris rapae aus der Nähe gesehen, und zwar ein frisches Exemplar am 26. Juni auf einem Luzernefeld bei Pottenstein (nördliche Frankenalb). Bei fliegenden Exemplaren auf Distanz bleibt die Art allerdings meistens unbestimmbar. Aber es flogen insgesamt sehr wenige der kleinen Weißlinge.

Zurzeit fliegt Pieris rapae am Niederrhein in überschaubarer Zahl im Offenland (trockene „Feuchtwiesen“ mit benachbarten landwirtschaftlich genutzten Flächen) und im Siedlungsbereich. Auch in 2018 gab es ihn erst im Spätsommer häufiger. Im Garten taucht daneben Pieris mannii auf.

Pieris napi war der einzige kleine Weißling, der auch in der ersten Jahreshälfte regelmäßig zu sehen war. Er war aber meistens viel (!) seltener als Anthocharis cardamines, früher unvorstellbar. Zurzeit fliegt er hier am Niederrhein in mittlerem Erhaltungszustand als einziger Weißling im ehemaligen Munitionsdepot im Hünxer Wald, wo auch Pieris rapae in kleiner Zahl bis vor kurzem zu sehen war. Vorgestern waren es etwa zwanzig Pieris napi auf 2 km Wegstrecke.

Einzelne Pieris brassicae sind mir ab Sommer in verschiedenen Gebieten in Franken begegnet, am Niederrhein um den 20. August sogar in nennenswerter Anzahl (in jedem der Gebiete aber immer noch einstellig). Das waren ganz frische Falter, die aber schon wenige Tage später wieder verschwunden waren. Sehr kurze Flugzeiten von Pieris brassicae an einem Ort sind mir schon öfters aufgefallen, habe aber keine Aufzeichnungen dazu.

Der Vollständigkeit halber sei noch Aporia crataegi erwähnt. Da war ich dieses Jahr nicht zur rechten Zeit am rechten Ort. Die einzelnen Falter, die ich Mitte Juli in Südbayern beobachten konnte, waren aber erstaunlicherweise so gut wie frisch, zum Beispiel am 16. Juli zwei Falter in einem Tal auf ca. 900 m im Mangfallgebirge. Die Haupt-Flugzeit der Baumweißlinge im Voralpenland lag in den vergangenen Jahren in der ersten Juni-Hälfte.

Tja, schon 2018 habe ich angefangen, etwas systematischer auf die Weißlinge zu achten und sie auch häufiger zu fotografieren. Irgendwie schon alarmierend....

Jetzt schauen wir mal, was über Aglais io und Aglais urticae noch zu sagen sein wird. Aglais urticae habe ich in der zweiten Hälfte des Jahres überhaupt keinen gesehen, bei Aglais io erinnere ich mich für den gleichen Zeitraum an ganze vier Begegnungen mit jeweils einem einzelnen Falter.

Beste Grüße,

Bernhard

Beiträge zu diesem Thema

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Re: Die letzten holen die Spinnen
Armut an Pierini 2019
Re: Armut an Pierini 2019 aber auch ein paar highlights
Re: Aporia crataegi 2019 häufig in der Eifel