Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Re: Semele – Küstendünenpopulationen

Hallo Oliver,

sehr schön, dass Ihr euch um die Rostbinde kümmert. Hoffentlich liest auch Georg "The Mulch" Maier deinen Beitrag zum Thema "Mulchen als Artenhilfsmaßnahme" :D

Künftig dürfte ein differenziertes Offenland-Habitatmanagement aufgrund der Folgen der Klimaerwärmung noch verzwickter werden (Vegetations- und Konkurrenzverschiebungen, Einwanderung von Problemarten, Trockenstress von Wirtspflanzen unbd Nektarquellen, erschwerte Keimlingsetablierung, etc.). In den Lycaena helle-Grünlandbiotopen des submontanen Westerwalds wandert aktuell massiv der Wiesenfuchsschwanz ein (weniger der Glatthafer), eine Art, die dort früher so gut wie unbekannt war. Der Grund sind die fallenden Grundwasserbestände (Nährstoffmobilisierung in ehemals m.o.w. anaeroben Bodenschichten) und die immer wärmeren Winterklimata.
Man ist heute manchmal auch schon froh darüber, dass im Sommer wenigstens das Jakobsgreiskraut nektarmässig noch eine sichere Bank darstellt ...

in der Bretagne geht es schon los mit den Hipparchia semele-Küstenvorkommen.

Das weiß ich wohl, aber das ist dann schon nicht mehr Mitteleuropa (die Normandie fällt streng genommen auch nicht mehr darunter).
Die höchsten hoch- und spätsommerlichen semele-Falterdichten (2-3 Dutzend, meist Weibchen) finden sich in der Normandie (Westteil Cotentin-Halbinsel, SW Cherbourg) in bodenfeuchteren Geländemulden der Dünen. Dort hat es permanent Nektarressourcen, wie z.B. ausgedehnte blühende Roßminze-Bestände (vgl. auch unten: Jürgen Hensles Hinweise auf die Bedeutung von Blühaspekten). Davon abgesehen findet man in der Normandie H. semele-Falter zwar flächenhaft und weit verbreitet, aber auch immer nur m.o.w. einzeln (selten mehr als 3-5 Tiere / 2500 m²).

viele Grüße hinüber in die Pfalz: Hermann

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