Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Mulchen als Artenhilfsmaßnahme

Hallo Hermann,

nein, ich will nun nicht in das Horn stoßen, das Mulchen generell als Teufelswerk verdammt. Ein wenig differenzieren möchte ich aber schon.
Wird einmal jährlich eine bereits weitgehend vertrocknete Pflanzendecke gemulcht, hat das kaum negative Auswirkungen auf die Vegetationsstruktur. Aber leider ist das ja oftmals nicht der Fall! Unter dem Deckmantel "Verkehrssicherungspflicht", deutsche Ordnungsliebe wäre ehrlicher, werden Wegränder oftmals drei, vier Mal im Jahr gemulcht. Manchmal im Januar noch einmal! Geschieht das an einer vielbefahrenen Bundesstraße oder an der Autobahn, sage ich auch noch nichts dagegen: Wenn da eine monotone Grasdecke wächst, lockt es schon keine Insekten auf der Nahrunssuche vor die Autos. Aber müssen wirklich Wirtschaftswege dauergemulcht werden? Im Südkaiserstuhl hat es hohe und sehr steile, in der Flurbereinigung der 1070er-Jahre angelegte Weinbergsböschungen. Optisch sind die eine Beleidigung fürs Auge, aber sie sind recht artenreich. Da wächst gebietsweise eine Halbwüsten-Vegetation mit Feld-Beifuß, Opuntien und Yuccas. Aber die Böschungsfüße, die werden dauergemulcht. Im Mai zum ersten Mal und dann immer wieder. Und dadurch wurde aus dem Volltrockenrasen mit den Jahrzehnten eine Fettwiese. Wo es nicht gar so trocken ist, am Hang also ein halbruderaler Halbtrockenrasen wächst, da findet sich im gemulchten Streifen zuweilen sogar eine dichte Moosdecke!

Ach ja, und von wegen westlichste H. semele-Küstenpopulationen in der Bretagne: Mir fällt da ganz spontan die irische Westküste ein. Stellenweise ist dort H. semele absolut nicht selten.

Viele Grüße
Jürgen

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