Polyommatus coridon
Lepiforum: Bestimmung
von Schmetterlingen
(Lepidoptera)
und ihren
Praeimaginalstadien
[Home] [Impressum] [Datenschutzerklärung]
Foren: [1: Bestimmungsfragen (Europa)] [2: Alles außer Bestimmungsfragen] [3: Außereuropäische Arten - Non-European Species] [Test]
Archive Forum 2: [#2 (bis 2017)] [#1 (bis 2013)] Archive Forum 1: [#7 (bis April 2019)] [#6 (2016-2018)] [#5 (2012-2016)] [#4 (2010-2012)] [#3 (2007-2010)] [#2 (2006-2007)] [#1 (2002-2006)]
Bild- und Informationssammlungen: [Bestimmungshilfe] [Schütze (1931): Biologie der Kleinschmetterlinge (Online-Neuausgabe)] [Glossar] [FAQ]
Verein: [Lepiforum e.V.] [Chat (nur für Mitglieder)]

[Hinweise zur Forenbenutzung]     [Forum User Instructions]     [Indications pour l'utilisation des forums]     [Indicaciones para el uso de los foros]     [Avvisi per l'utilizzo dei fori]     [Советы по использованию форума]     [Pokyny k použití fóra]     [Általános tudnivalók a fórum használatához]     [Wskazówki korzystania z forum]

Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Ectoedemia klimeschi: Lebensweise, Minenfotos *Foto*

Diese lt. Deutschlandliste (2017) erst aus 5 Bundesländern gemeldete Art konnte ich in einem kleinen Silberpappelbestand finden, der mit vielen Jungbäumen durchsetzt ist.
In Ostwestfalen-Lippe kenne ich nur 5 Orte an denen Silberpappeln wachsen. Trotz intensiver Suche fand ich aber nur an einem Standort Ectodemia klimeschi.
Mein Fund stellt einen Erstnachweis für Nordrhein-Westfalen dar.

Die Informationen in der BH durch Thomas Sobczyk möchte ich ergänzen, denn sie beleuchten nur einen Teil der Entwicklungsphasen der Raupen. Er schreibt, dass
bei Ectoedemia klimeschi der Fraßgang weitestgehend im Stiel verbleibt und an der Befallsstelle auf einer Länge von 1-2 cm deutlich verdickt ist.
Ich habe weitergehende Bebobachtungen gemacht, meine Ausführungen beziehen sich auf die Funde am 15.11.2019!
Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits alle Raupen die Minen verlassen.

Bei
https://bladmineerders.nl
ist zu lesen, dass die Raupe nach der letzten Häutung in das Blatt eindringt und dort einen Fleck bildet. Meistens liege der Fleck nicht zwischen zwei dicken Venen,
sondern zu beiden Seiten einer dicken Vene oder sogar der Mittelrippe. Die Larve ernähre sich hauptsächlich nachts und ziehe sich tagsüber in den Blattstiel zurück.
Dadurch werde der Kot in zwei breiten Linien parallel zu den Seiten gedrängt.

Diese Beobachtung machte ich auch. Ich fand 29 besetzte Blätter, die mir durch solche Fraßgänge im Blatt sofort auffielen.
Die Stielverdickung war für mich auf den ersten Blick nur schwer erkennbar.
Einen Fraßgang im Stiel konnte ich äußerlich nicht erkennen, die starke Behaarung macht ihn (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) unsichtbar.

Erik van Nieukerken schrieb mir dazu, dass Minen manchmal so sein können, wie Thomas es beschrieben hat, aber normalerweise sei das Erscheinungsbild die meiner Minen.

Daten:
Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Kalletal-Varenholz, Minen an Silberpappel (Populus alba), 15. November 2019 (det. & Fotos: Dieter Robrecht, conf. Erik van Nieukerken)


Ohne Durchlicht ist der Fraßgang im Blatt nicht erkennbar. Die Raupe hat am Ende des Fraßganges die Mine verlassen.


Dieselbe Mine im Durchlicht. Jetzt wird der Fraßgang, der Rippen überschreitet, gut erkennbar.


Dieselbe Mine. Eine leichte Verdickung im Stiel ist zu erkennen.


Dieselbe Mine, geöffneter Stiel.


Ein weiteres Blatt, geöffnete Mine zur Verdeutlichung der Kotspur beidseits einer Rippe.

Weitere Minen:



Viele Minen waren parasitiert.

Beiträge zu diesem Thema

Ectoedemia klimeschi: Lebensweise, Minenfotos *Foto* Bestimmungshilfe
Ectoedemia klimeschi vs. turbidella
Re: Ectoedemia klimeschi vs. turbidella