Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Stenoptilia Bestimmung *Foto*

Hallo František,
Die Bestimmung der Stenoptilia ist einer der schwierigsten Gattungen im Mikrobereich. Ich kann die Arten nicht mal eben in 10 Minuten am Bildschirm bestimmen, sondern analysiere ich den Falter per Bestimmungsschlüssel und vergleiche dann das Ergebnis mit der GU. Hierfür benötige ich Zeit, Ruhe und Konzentration.
Falter 1:
Eine Stenoptilia-Art an einem unvollständigen, kaputten Genital ist Kaffeesatzleserei (ist eine unseriöse Bestimmung). Daher werde ich mich mit Falter1 nicht weiter beschäftigen. Deine Fragen zur Messung erkläre ich am Aedoeagus von Falter 2.
Das bei der Präparation Genitalien kaputtgehen können, kennt jeder. Aber warum dann der Aufwand mit dem Foto? Und warum müssen dann noch diese Aufnahmen ins Internet gestellt werden? Der Informationswert dieser Aufnahmen ist gleich Null bzw. kann beim Betrachter auch noch Missverständnisse hervorrufen! (Und Liebe Admins, solche Aufnahmen bitte nicht mehr in die BH einbauen).

Falter zwei: Nach meiner Bestimmung ist es ein S. bipunctidactyla!

Begründung:
Falter (Bestimmung nach Arenberger, 2005):

„Vorderflügel graubraun, Costalrand schwarz weiß marmoriert (1), Vorderzipfel mit einem (2) Hinterzipfel mit zwei undeutlichen Längsstreifen (fehlt). Spaltenpunkt direkt an der Spaltenbasis sitzend (3). Außenrandfransen grau, mit heller Basallinie (4).Am Vorderzipfel mit einem dunklen Punkt am Tornus, am Hinterzipfel mit einem Punkt am Apex und einem knapp davor sitzend (5)."

Genitalien Männchen (Bestimmung nach Arenberger, 2005):

„Cucullus sichelförmig, wenig gebogen, spitz endend (1), Valvenrand vorgewölbt (2). Caudaler Tegumenrand rundlich ausgeschnitten (3), von Uncus zur Hälfte überragend (4; ? Uncus sitzt leider schief), Anellusarme relativ plump (5). Aedoeagus (6) etwa im rechten Winkel gebogen. Processus basalis bei 1/3 sanft abwärtsgeneigt, Neigungswinkel 100°, Basalabstand 13:14 (Verhältnis CD: EG)“

Messung des Neigungswinkel und des Basalabstand:


Daten: Basalabstand 20:23 (CD:EG); Neigungswinkel: 102°

In der Biologie werden öfters zur Beschreibung von Gesetzmäßigkeiten Verhältnisse gebildet. Dies ist eine Annäherungsmethode, das heißt beim Ausrechnen der Verhältnisse (Bruchrechnung) ist die Genauigkeit höchstens auf eine Stelle nach dem Komma gegeben. Jeder Vergleich mit weiteren Stellen nach dem Komma ist Blödsinn.

Die Hilfslinie 1rot ist praktisch die Haut des Aedoeagus (Dort ist die Linie in Deiner Zeichnung nicht richtig gezeichnet). Für die Linie AB habe ich die Coecumbegrenzung (Punkt A abwärts) als Nulllinie genommen und dann im rechten Winkel (90°) abgezeichnet. Im Idealfall sollte der Abstand zwischen AD und BD gleich lang sein. Die größte Ungenauigkeit bei dieser Methode ist die Winkelmessung und zwar die Definition des Punktes (H) am Processus basalis. Diesen Punkt habe ich aus der vorgegebenen Zeichnungen im Bestimmungsbuch entnommen. Also einige Gradabweichungen können immer bei der Messung zustande kommen. Trotzdem beschreibt die Methode gut die Unterschiede zwischen den Arten.

Viele Grüße
Monika

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