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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Bericht Harpyia milhauseri Fortsetzung: zwei Weibchen geschlüpft *Foto*

Wie berichtet, hatten drei Raupen mit dem Bau ihrer Kokons begonnen, bevor ich sie im Freien ausgesetzt hatte (die anderen Raupen brachte ich alle auf unsere Eiche im Garten).
Ich hatte noch nie Falterkokons überwintert und dachte nicht, dass es gelingen könnte. Nun sind aus zwei Kokons (der Falter im dritten Kokon ist wohl noch nicht so weit) zwei Weibchen geschlüpft.

Der erste Falter saß noch über seinem Kokon, als ich ihn entdeckte.



Österreich, Burgenland, Jennersdorf, Fund der Eier am 10. April 2019 auf altem Gartentisch, Raupen schlüpfen am 4. Mai 2019, Bau des Verpuppungskokons am 31. Mai 2019, Schlupf des Falters Weibchen am 7. Mai 2020, 322 m, (Studiofoto: Cornelia Niemetz)

Nach dem Fotografieren verkroch sich der Falter im Moos in der Box, in der die Kokons fast ein Jahr lang lagerten, und blieb dort bis zum nächsten Abend unbeweglich sitzen.

Noch an diesem Abend setzte ich den Falter auf den Birkenstamm vor dem Haus, das gefiel ihm aber nicht, die Eiche lehnte er ganz ab, also ließ ich ihn auf einem Birkenblatt sitzen, bis er bereit war, davon zu fliegen.
Das geschah dann auch nach ein paar Stunden.

Die zweite Raupe war besonders erfinderisch gewesen und hatte das in der Box ausgelegte Küchenrollenblatt im Kokon eingebaut.


Österreich, Burgenland, Jennersdorf, Fund der Eier am 10. April 2019 auf altem Gartentisch, Raupen schlüpfen am 4. Mai 2019, Bau des Verpuppungskokons am 31. Mai 2019, Bilder vom 31. Mai 2019 und 3. Juni 2019, 322 m, (Studiofoto: Cornelia Niemetz)


Österreich, Burgenland, Jennersdorf, Fund der Eier am 10. April 2019 auf altem Gartentisch, Raupen schlüpfen am 4. Mai 2019, Bau des Verpuppungskokons am 31. Mai 2019, Bilder vom 7. Mai 2020, 322 m, (Studiofoto: Cornelia Niemetz)

Ich hatte keine Hoffnung, dass diese Bauweise Bestand haben könnte, aber sie hatte. Der Falter musste sich zwar ordentlich anstrengen, um sich aus seinem engen Reich zu befreien, aber es gelang letztendlich, wenn auch mit deutlich sichtbaren Spuren am Falter.
Den Schlupf und die Zeit danach habe ich verpasst, vielleicht auch, weil ich nach tagelangen hörbaren Aktionen im Kokon mehrere Tage lang nichts mehr vernahm und darum nicht mehr glaubte, dass der Falter es schaffen würde.
Vor ein paar Tagen saß das Weibchen dann mitten im Raum. Nach dem Schlupf des ersten Weibchens hatte ich nämlich die Box mit den Kokons ins Haus gebracht, um schneller reagieren zu können, wenn die Falter schlüpfen.
Ich musste den Falter sogleich einfangen und ins Freie bringen, weil er das Fliegen entdeckte und Verstecken spielte.
Auch dieser Falter saß dann Stunden lang auf einem Birkenblatt im Wind. Abends war er dann verschwunden.


Österreich, Burgenland, Jennersdorf, Fund der Eier am 10. April 2019 auf altem Gartentisch, Raupen schlüpfen am 4. Mai 2019, Bau des Verpuppungskokons am 31. Mai 2019, Schlupf des Falters Weibchen am 18. Mai 2020, 322 m, (Studiofoto: Cornelia Niemetz)

Liebe Grüße!
Cornelia

Beiträge zu diesem Thema

Harpyia milhauseri: Eichenblätterfressende Drachen mit sanftem Gemüt *Foto*
oje, die Fotos wurden nicht übertragen... *kein Text*
vielleicht zu lange gebraucht?
Hallo Annette, danke vielmals für die spontane Reaktion! Lieben Gruß! Cornelia *kein Text*
Re: Harpyia milhauseri: zweiter Anlauf *Foto*
Re: Klasse super
Danke! :) Liebe Grüße! Cornelia *kein Text*
Bericht Harpyia milhauseri Fortsetzung: zwei Weibchen geschlüpft *Foto*