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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Re: Spiris striata - überwinternde Jungraupe am 26. Dezember

Hallo Hermann,


in diesem hervorragenden mittelhessischen Lebensraum ( http://www.lepiforum.de/2_forum_2013.pl?md=read;id=22587 ) fand ich S. striata-Raupen vor etwa zwei Wochen zu Hunderten.

Zu hunderten? Und ich habe mich ohne Ende wegen einer(!) gefundenen Raupe gefreut... (war mein erster Versuch, die Art im Winter zu finden, und daher war ich schon sehr zufrieden mit einem Fund)...

Sie kamen flächenhaft vor und saßen zu 95% an Festuca [ovina] guestfalica, seltener an Agrostis capillaris oder Thymus-Trieben im unmittelbaren Umfeld dieser Gräser. Aus Probeflächen auf die 40 ha Silikatmagerrasen hochgerechnet waren es vermutlich Tausende von Raupen.

Nun ja, ich glaube, der von mir besuchte Lebensraum ist dann vermutlich nicht so optimal... Ich fand in diesem Jahr zwei erwachsene Raupen, die beide Falter ergaben. Falterfunde am Hang gelangen mir jedoch noch nicht - liegt aber auch daran, dass man zur Hauptflugzeit dieser Art 1000 weitere Gebiete absucht, denn Juni/Juli ist man immer schwer beschäftigt....

Dem gegenüber sind die dort normalerweise zu beobachtenden Imaginal-Dichten recht bescheiden (selten einmal mehr als 25-30 Falter/Tag), was auf eine sehr hohe Parasitierungsrate schließen lässt. Mal schauen, wie die Situation im Frühling ist und ob sich erwachsenere Raupen auch noch so problemlos nachweisen lassen.

Da bin ich doch recht optimistisch - die erwachsenen Raupen sind auch bei mir bei weit geringeren Individuen-Dichten zu finden.

Die Tieflandpopulationen des Bärenspinners Ocnogyna baetica haben ähnlich hohe Larvaldichten und können bisweilen sogar wirtschaftliche Schäden verursachen.

Meinst Du den: 10538 Ocnogyna boeticum (RAMBUR, [1837])? Andalusien besuche ich Anfang Februar wieder, scheint dafür aber keine optimale Zeit zu sein...

An dem von mir genannten Fundort findet man neben den S. striata (selten), die Flechtenbärchen S. roscida (gute Population - 50 Falter pro Stunde sind zur Hauptflugzeit auffindbar) und S. irrorella (etwa gleichzeitig mit der 2ten Gen roscida, dann immer schwer zu unterscheiden, zumindest auf Sicht, und nicht sooo häufig). Dazu M. phoebe, M. cinxia, M. didyma und weitere Kalkmagerrasenarten.
Ich sah im übrigen am Fundtag meiner einzelnen (!) Raupe einen frisch blühenden Frühlingsenzian und eine blühende Karthäusernelke...

Viele Grüße,
Steffen

Beiträge zu diesem Thema

Spiris striata - überwinternde Jungraupe am 26. Dezember *Foto* Bestimmungshilfe
Re: Spiris striata - überwinternde Jungraupe am 26. Dezember
Re: Spiris striata - überwinternde Jungraupe am 26. Dezember