Polyommatus coridon
Lepiforum: Bestimmung
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Ein bisschen Argynnis pandora - Beobachtungen *Foto*

Hallo liebes Forum,

Am 1. September hatte ich in Südfrankreich zum ersten Mal die Gelegenheit, Argynnis pandora zu beobachten. Fundort war eine etwa 4 Hektar große Wiese an einem Wald. Zwei Tage zuvor hatte es mehrere Stunden lang geregnet, dies wirkte sich wohl günstig auf das Nektarangebot auf der Wiese aus. Drei Tage zuvor, also am 29. August, kam ich ebenfalls an der Wiese vorbei und fand fast keine Tagfalter vor.

Ich sah mindestens drei Falter gleichzeitig. Das waren wohl Männchen auf der Suche nach Weibchen. Die Falter flogen sehr zügig, mal in großen Kreisen, mal im Zickzack. Die „Flughöhe“ betrug ca. 0,5 Meter bis 1 Meter über der Vegetation. Mich beeindruckte, dass die Falter in der Lage waren, trotz des hohen Tempos andere größere Falter bei der Nektaraufnahme zu erkennen und sich quasi auf diese zu stürzen. Dies betraf Falter wie bspw. Maniola jurtina, Papilio machaon, oder Brinthesia circe.

Sobald sich zwei Argynnis pandora Männchen begegneten, versuchte eins, das andere zu vertreiben. Dies deckt sich mit der Beobachtung, dass ein Männchen ein Revier von etwa 30 Meter bis 50 Meter Durchmesser beflog.
Die Falter flogen minutenlang. Sie ließen sich immer nur kurz auf Disteln zum Saugen nieder. Manchmal flog ein Falter auch kurz in den angrenzenden Wald, um aber nach ein oder zwei Minuten zurückzukehren – wenn es denn derselbe Falter war, das konnte ich nicht überprüfen.

Es war schwierig, Fotos zu machen. Den Faltern bin ich tatsächlich hinterhergelaufen, in mäßigem Tempo, mit noch mäßigerem Erfolg.
Etwa 500 Meter Luftline enfernt flog Argyinnis paphia, in einem fast ausgetrockneten Bachtal in Eichen-/ Kiefernwald. Beide Arten kamen nicht im selben Areal vor.

Funddaten:
France, Département Alpes-de-Haute-Provence, Saint-Laurent-du-Verdon, trockene Wiese / Waldrand (Eiche, Kiefer), 420m, 1. September 2020, (Freilandfotos: Thomas Jungbluth)