Polyommatus coridon
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Forum 2: Alles ausser Bestimmungsanfragen

Re: Papilio saharae / Papilio machaon

Hallo Martine

vielen Dank für deine sehr ausführlichen und interessanten Darlegungen. Du hast dich eindeutig sehr tief und intensiv mit dem Thema beschäftigt

Naja, geht so ...

Ich sah den dunkleren machaon grundsätzlich in nicht kultivierten Landschaftsstrichen (Brachen, ohne Bäume, oder höchstens mit Sträuchern, im Sommer sicherlich extrem heiß, den ganzen Tag sonnenexponiert - und mit Vorkommen des Rutenkrauts, auch Riesenfenchel genannt (Ferula communis - kann man ja kaum übersehen, zumal es im April blühte), und mit direktem Blickkontakt zum Meer. Wobei die "normal helle" Variante, wie wir sie aus Mitteleuropa kennen, teilweise genau auch dort vorkam.

Und schon das erste Problem: aus Nordafrika gelang bislang noch kein einziger Nachweise von P. saharae-Raupen an Ferula spec., und das trotz sehr häufigen Nachsuchen.
Es sind dort bislang nur die die von Erwin in der zur Aufnahme in die Bestimmungshilfe vorgeschlagen für Nordafrika genannten Doldenblütler als Freilandnährpflanzen der Raupen bekannt (Ferula nur aus aus Arabien). Ich weiß das vom eigenen Raupensuchen.

Etwas eindeutiges habe ich noch von deinen Ausführungen mitgenommen - den deutlichen Unterschied zwischen P. machaon und P. saharae (am Foto nicht zu beurteilen).

Hier habe ich mich dumm ausgedrückt und meinen Habitusblick benutzt. Es gibt rein äußerlich kein singuläres Merkmal, beide Arten zu unterscheiden. Es geht nur näherungsweise mit Merkmalskombinationen, die sowohl im makroskopischen Bereich (u.a. Größe, Ausdehnung roter Augenfleck HFl; Analfalte), als auch im mikroskopischen breich liegen (Anzahl Fühlerglieder).
Tatsächlich ist es die unverwechselbare Raupe ("Papilio machaon hospitonides OBERTHÜR"), die P. saharae ausmacht (breiter, fast weißer Seitenstreifen, alle Rottöne des P. machaon sind bei ihr hell gelbbräunlich). Dazu dann die Biologie.
Perfiderweise besitzen aber auch immer einzelne nordafrikanische P. machaon-Raupen zumindest eine Tendenz in Richtung dieser Farbgebung (auch das vielleicht ein Hinweis auf eine noch nicht weit fortgeschrittene Arttrennung, vgl. auch die Thematik I. podalirius/I.feisthamelii, die je nach Autor als getrennte Arten oder als eine Art betrachtet werden).

Die Frage ist doch auch: wo bleibt denn der Mitspieler P. machaon in diesem hypothetischen Spiel? Immerhin ist es doch dieser, der nachweislich in allen unmittelbar ringsumher liegenden Küsten verbreitet und nicht selten vorkommt.

Ich suche die Tage mal noch weitere Abbildungen und poste die mit einer kleinen Liste der Unterscheidungsmerkmale. Ohne Raupennachweise und Fühlerglieder zählen kommt man hier meines Erachtens nicht weiter...

Viele Grüße
Hermann

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