Polyommatus coridon
Lepiforum: Bestimmung
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Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Panzer und Schafe

Hallo Volker,

Hipparchia semele kam zwischen Alpen und Küstendünen auf einigen Truppenübungsplätzen in guten Populationen vor. Sobald keine Panzer kreuz und quer fahren und keine Geschosse Heideflächen mehr in Brand setzen geht die Art zurück, da hilft dann auch die hübsche Schafherde mit ein paar untergemischten Ziegen wenig (im Winter natürlich schon )

Das ist richtig - wenn man nur auf Hipparchia semele schaut. Aber auf Truppenübungsplätzen fahren Panzer normalerweise nicht durch steilstes Gelände. Wenn an Steilhängen tiefe Längsgräben gezogen werden führt das zwangsläufig zu Erosion. Die Auswirkungen sieht man z. B. an steilen Weinberghängen: Wo es keine Vegetation hat, da reißen stärkere Regenfälle den Boden mit. In Lößregionen sind genauso die Hohlgassen entstanden: Die in Süddeutschland häufige Gewannbezeichnung Kinzig in solchen Gebieten ist keltischen Ursprungs und bedeutet die Schnellfließende. Wo nun der Boden großflächig, z. B. durch Überweidung, erodiert, bleibt nur noch der nackte Fels übrig. Für einzelne Arten, z. B. Chazara briseis, ist das durchaus nutzbringend, aber es verändert das Landschaftsbild doch recht stark. In Südeuropa kann man solche großflächigen Erosionslandschaften ja vielerorts "bewundern". Gewiss, die gibt es durchaus auch bei uns und sind auch sehr interessant für einige Biotopspezialisten. Aber auf einem lückigen Halbtrockenrasen gibt es doch noch einige andere Arten als in einer Felsensteppe.

Viele Grüße
Jürgen

Beiträge zu diesem Thema

Beweidung *Foto*
Danke für dieses Beispiel, Jürgen. Sehr schön! *kein Text*
Re: Beweidung
Böschungspflege
Trittschäden im Winter ausgeprägter?
Re: Beweidung
lückigen Bewuchs, Rohbodenstellen schaffen
Panzer und Schafe