Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

[Home] Vergleichsansichten: [doppelt] [dreifach] [mit Forum] [Kopfzeilen ausblenden] [Forum 1] [Forum 2] [Forumsarchiv] [Benutzerhinweise] [Bestimmungsliteratur] [Glossar] [Mitarbeit] [Impressum] [Inhalt]

Volltextsuche: [Tipps zur Verwendung der Suchfunktion]

Bestimmungsaufwands-Kategorien

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen

Bestimmungshilfe / Bedeutung der römischen Zahlen in den Fotoübersichten

Die römischen Zahlen dienen zur Orientierung, welcher Aufwand für eine sichere Bestimmung der damit gekennzeichneten Art nötig ist. Sie beziehen sich grundsätzlich nur auf das Entwicklungsstadium, das auf dem jeweiligen Foto zu sehen ist. In anderen Entwicklungsstadien kann der Aufwand zu einer sicheren Artbestimmung völlig anders sein! Wenn kein Genuszeichen bei den römischen Zahlen steht, bezieht sich die Kategorie auf beide Geschlechter. Dies gilt auch dann, wenn auf dem Foto ein bestimmtes Geschlecht erkennbar ist.

Die Links unter den römischen Zahlen führen zu Vergleichstafeln, auf denen alle verwechselbaren Arten abgebildet sind.

I bedeutet, dass die Art auch von einem Anfänger — nachdem er sich etwas mit den Schmetterlingen vertraut gemacht hat — sicher ansprechbar ist, und dass es in unserem Einzugsgebiet (Deutschland, Österreich, Schweiz) bei frischen Tieren keine Verwechslungsmöglichkeiten gibt. Trotzdem empfehlen wir dringend, den "Diagnose"-Text auf der Seite der jeweiligen Art zu lesen, um sicher zu sein, dass man die unverwechselbaren Merkmale erkannt hat.

II bedeutet, dass zur sicheren Bestimmung die Kenntnis einer oder mehrerer verwechselbarer Arten gehört, und dass man auf Details achten muss, die mit bloßem Auge gut erkennbar sind, sich aber oft auf Flügelober- und Unterseite befinden. Worauf Sie achten müssen, können Sie in den Texten zur Diagnose auf den Artseiten nachlesen (sofern schon vorhanden — noch fehlende Texte werden so bald wie möglich ergänzt). Bitte fragen Sie im Zweifelsfall im [Forum] nach und haben Sie keine Hemmungen, die Experten um Rat zu bitten! Lieber einmal zu viel gefragt, als dass eine Fehlbestimmung in den Datenbestand einer Faunenliste oder des Tagfalter-Monitorings gerät.

Die Kategorie II-III wird vergeben, wenn die Art nach Expertenmeinung an sich auch ohne Beachtung sehr kleiner Details gut erkennbar ist, sie aber in der Praxis dennoch häufig verwechselt wird.

III bedeutet, dass die Art zwar ohne Expertenausrüstung und -methoden und am lebenden Tier bestimmbar ist, jedoch nur unter Beachtung sehr kleiner oder normalerweise beim lebenden Tier versteckter Details, die auf Fotos meist nicht sichtbar sind, z. B. Fühlerkolbenunterseiten, Tibiensporne, Zeichnung auf einer normalerweise verdeckten Stelle an einem Flügel etc.

III-IV bezeichnet Arten, die sich anhand sehr kleiner oder normalerweise versteckter Merkmale meist, aber nicht bei jedem Einzelindividuum, sicher zuordnen lassen. Im Zweifelsfall ist die Absicherung durch die Genitaluntersuchung oder andere spezielle Methoden nötig.

Mit IV werden Arten gekennzeichnet, die nur durch Genitaluntersuchung oder andere mikroskopische Methoden am präparierten Tier, zum Beispiel Schuppenuntersuchung bei Psychiden, zuverlässig ansprechbar sind. Der Spezialist wird bei entsprechenden Arten mitunter einen Teil der Individuen auch ohne entsprechende Detailuntersuchung einer der in Frage kommenden Arten zuordnen können, bei etlichen Individuen verbleibt aber eine Restunsicherheit oder gar völlige Ahnungslosigkeit, die nur durch die entsprechende Detailuntersuchung ausgeräumt werden kann. Vor einer leichtfertigen Veröffentlichung nicht entsprechend geprüfter Daten zu diesen Arten wird dringend gewarnt!

V steht bei Arten, die im gezeigten Stadium mit den klassischen Methoden derzeit nicht zuverlässig bestimmbar sind. Bei Imagines handelt es sich hier um Vertreter von Artenkomplexen, bei denen eine zuverlässige Zuordnung zu einer der Arten anhand von Einzelindividuen bei einem großen Teil der Tiere mit keiner der klassischen Methoden möglich ist. Für die zuverlässige Zuordnung zu einer der Arten werden ganze Serien für eine statistische Auswertung, Kenntnis der Biologie oder des Aussehens der Präimaginalstadien oder genetische Verfahren benötigt.

Steht eine Kategorie in Klammern, dann trifft diese bei Einzelexemplaren zu. Bei der Mehrheit der Exemplare gilt die davor angezeigte, nicht in Klammern stehende Kategorie.

Weibchen

Männchen


Bestimmungshilfe / Bedeutung der römischen Zahlen in den Fotoübersichten

Bestimmungshilfe | LetzteAenderungen | Einstellungen
Diese Seite ist schreibgeschützt | Zeige andere Versionen dieser Seite
Letzte Änderung am September 21, 2013 7:30 von Jürgen Hensle
Suche: