Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Coptodisca Juglandiella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Heliozelidae
EU 00334c Coptodisca juglandiella (CHAMBERS, 1874)


Raupe

1, aus Mine präparierte Raupe (L4): Ungarn, Pest megye, Budapest, 124 m, in Mine an Juglans nigra [Korrektur der Pflanze per Mail], 29. August 2018 (Studiofoto: Attila Takács) [Forum] - Nach TAKÁCS et al. (2020) handelt es sich hier um Coptodisca juglandiella.
2: Ungarn, Fejér megye, Alcsútdoboz, Waldrand, 141 m, an Juglans nigra, 29. August 2018 (Studiofoto: Attila Takács) [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1: Ungarn, Pest megye, Budapest, 124 m, an Juglans nigra [Korrektur der Pflanze per Mail], 29. August 2018 (Studiofoto: Attila Takács) [Forum] - Nach TAKÁCS et al. (2020) handelt es sich hier um Coptodisca juglandiella.
2: Ungarn, Komitat Fejér, Stadt Velence, 67 m, an Juglans nigra, 10. September 2017 (Freilandfoto: Attila Takács) [Forum]
3, zwei L2 in Blattminen: Ungarn, Komitat Fejér, Stadt Velence, an Juglans nigra, 24. August 2019 (Studiofoto: Miklós Bozsó)
4, L2 in Blattmine: Ungarn, Komitat Fejér, Stadt Velence , an Juglans nigra, 24. August 2019 (Foto: Miklós Bozsó)


Puppe

1, Verpuppungskokon mit Exuvie: Ungarn, Pest megye, Budapest, 124 m, in Mine an Juglans nigra [Korrektur der Pflanze per Mail], 29. August 2018 (Studiofoto: Attila Takács) [Forum] - Nach TAKÁCS et al. (2020) handelt es sich hier um Coptodisca juglandiella.
2, Verpuppungskokon: Ungarn, Komitat Fejér, Gemeinde Alcsútdoboz, an Juglans nigra, 12. Oktober 2019 (Studiofoto: Attila Takács)



Diagnose

1: Ungarn, Fejér megye, Öreglak, Waldrand, 110 m, 27. August 2018, Tagfund (Studiofoto: Attila Takács) [Forum]


Erstbeschreibung

CHAMBERS (1874: 151, 219) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Coptodisca juglandiella war aus Nordamerika durch Blattminen an Juglans nigra bekannt. Dies war auch die mit großem Abstand häufigste Nahrungspflanze, die für Ungarn ermittelten. Außer an diesem häufig angebauten, aus Nordamerika stammenden Baum gelangen TAKÁCS et al. (2020) hier aber auch Nachweise an den in Europa selten als Parkbaum gepflanzten weiteren Walnuss-Arten J. cinerea und J. major.
Bemerkenswerterweise gehörten alle in Ungarn an Juglans regia gefundenen Minen zur verwandten Art Coptodisca lucifluella.



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Abweichende Schreibweisen


Taxonomie und Faunistik

Nach BERNARDO et al. (2012) wurden seit September 2010 in den beiden italienischen Provinzen Campania und Lazio an Walnußbäumen Minen einer Coptodisca-Art gefunden, die sehr stark der aus Nordamerika beschriebenen Coptodisca juglandiella (in der Arbeit als "Coptodisca juglandella" benannt) ähnelten. Schon bald darauf war an den italienischen Vorkommensorten zum Herbst hin fast jedes Juglans-Blatt mit Minen besetzt. Wie sich bald herausstellte (BERNARDO et al. 2015) handelte es sich bei den Tieren aus Italien aber doch nicht um Coptodisca juglandiella, sondern überraschenderweise um die in Nordamerika bis dahin nur von der Nahrungspflanze Carya illinoinensis bekannte Coptodisca lucifluella. Coptodisca juglandiella war für Europa demnach erst einmal wieder zu streichen.
Die Streichung hatte allerdings nur für kurze Zeit Gültigkeit, denn auch die "echte" Coptodisca juglandiella wurde bald darauf nach Europa eingeschleppt. TAKÁCS et al. (2020) berichten aus Ungarn über zahlreiche Minenfunde beider genannter Coptodisca-Arten: Coptodisca juglandiella in 227 Rasterfeldern, C. juglandiella in 31 Rasterfeldern. Die beiden Arten scheinen unterschiedliche Nahrungspflanzen zu nutzen. Barcoding zeigte, dass die beiden Taxa in Ungarn genetisch klar zu trennen sind und dass die Barcodes dabei sehr gut mit solchen aus Nordamerika (C. juglandiella) bzw. mit solchen aus Nordamerika und Italien (C. lucifluella) übereinstimmen.

Im Moment ist C. juglandiella in Europa nur aus Ungarn bekannt, wo die ältensten Belege von 2017 stammen. Nach der Verbreitungskarte von TAKÁCS et al. (2020) ist aber nahezu zwingend zu erwarten, dass die Art zumindest auch in einigen Nachbarländern Fuß gefasst hat - vielleicht sogar schon, bevor sie nach Ungarn kam. TAKÁCS et al. (2020)bemerken: "Although C. lucifluella in Italy was also recorded from mines on J. nigra, no specimen was barcoded from that host plant (Bernardo et al. 2015), so the identity of that population needs to be re-examined." Es ist also durchaus möglich, dass es 2015 in Italien doch schon beide hier diskutierten Arten der Gattung gab.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am Januar 25, 2021 23:38 von Erwin Rennwald
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