Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Coptodisca Lucifluella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Heliozelidae
EU 00334a Coptodisca lucifluella (CLEMENS, 1860)


Raupe

1, aus Mine präparierte Raupe (L4): Ungarn, Pest megye, Budapest, 124 m, in Mine an Juglans regia, 29. August 2018 (Studiofoto: Attila Takács) [Forum]


Fraßspuren und Befallsbild

1-4: Italien, Friuli Venezia Giulia, Gorizia, Ronchi dei Legionari, 5 m, 3. Oktober 2015, Minen an Walnuss (Juglans regia) (leg., cult. & Fotos: Lucio Morin, det. Paolo Triberti) [Forum]
5: Ungarn, Pest megye, Budapest, 124 m, an Juglans regia, 29. August 2018 (Studiofoto: Attila Takács) [Forum]


Puppe

1-3, Verpuppungskokon: Italien, Friuli Venezia Giulia, Gorizia, Ronchi dei Legionari, 5 m, 3. Oktober 2015, Minen an Walnuss (Juglans regia) (leg. & cult. Lucio Morin, Foto 1 Lucio Morin, Fotos 2-3 Helmut Deutsch, det. Paolo Triberti) [Forum]
4, Verpuppungskokon mit Exuvie: Ungarn, Pest megye, Budapest, 124 m, in Mine an Juglans regia, 29. August 2018 (Studiofoto: Attila Takács) [Forum]



Diagnose

Männchen

1, ♂: Italien, Friuli Venezia Giulia, Gorizia, Ronchi dei Legionari, 5 m, 8. Mai 2015, Minen an Walnuss (Juglans regia) (leg., cult. & Foto: Lucio Morin, det. Paolo Triberti) [Forum]


Erstbeschreibung

CLEMENS (1860: 209) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Wegen ihrer Nahrungspflanze in Europa - Blättern von Nussbäumen - wurde die Art in Europa zunächst als wahrscheinliche Coptodisca juglandiella (CHAMBERS, 1874) angesehen. BERNARDO et al. (2015) kamen zu dem überraschenden Ergebnis, dass es sich bei den Tieren in Europa um Coptodisca lucifluella handelt, die in Nordamerika nicht von der Nahrungspflanze Juglans (Walnuss), sondern von Carya illinoinensis (Illinois-Hickory-Baum, ebenfalls Juglandaceae) bekannt war. Nach den Befunden von TAKÁCS et al. (2017) stehen dort gut 100 Nachweisorten mit Walnuss 12 mit Nachweisen an Schwarznuss gegenüber.

Bilder von Mine, Fraßbild und Falter aus Italien gibt es auf der Seite Global Exotic Insects Sustainable Control Agroforestry von U. BERNARDO [Seite zu Coptodisca sp. auf entom.unibo.it].



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Faunistik und Taxonomie

Diese Art wurde aus Nordamerika nach Italien eingeschleppt. Nach BERNARDO et al. (2012) werden seit September 2010 in den beiden italienischen Provinzen Campania und Lazio an Walnußbäumen Minen einer Coptodisca-Art gefunden, die sehr stark der aus Nordamerika beschriebenen Coptodisca juglandiella (in der Arbeit als "Coptodisca juglandella" benannt) ähnelt. Eine Gattungsrevision stand hier aber noch aus, so dass eine Restunsicherheit bezüglich der Bestimmung dieser aus Nordamerika eingeschleppten Art verblieb, von der an den italienischen Vorkommensorten zum Herbst hin mittlerweile jedes Juglans-Blatt mit Minen besetzt war. So dürfte die Art bereits nach wenigen Jahren in Europa fester Faunenbestandteil sein und sich hier weiter ausbreiten. BERNARDO et al. (2015) konnten dann - durch Vergleich von Flügelzeichnung, Genitaluntersuchung und Barcoding - endlich klären, dass es sich bei den Tieren in Europa um Coptodisca lucifluella handelt, die in Nordamerika nicht von der Nahrungspflanze Juglans (Walnuss), sondern von Carya (Hickory-Baum) bekannt war. Die amerikanische Coptodisca juglandiella CHAMBERS, 1874 wurde demnach (noch) nicht in Europa gefunden. Die 11 durch Barcoding untersuchten Tiere aus Italien gingen (Stand 1. Februar 2015) bereits in die Artseite auf [Boldsystems.org] ein.

TAKÁCS et al. (2017) (siehe auch Bilder oben) melden sie erstmals nach Raupenfunden an Walnuss und - seltener - Schwarznuss - aus dem Südwesten von Ungarn. Schon ein Jahr später können SZABÓKY & TAKÁCS (2018: 121) eine Verbreitungskarte mit weit mehr als 100 (!) Rasterpunkten dieser Art in Ungarn vorlegen - noch immer mit einem erkennbaren Schwerpunkt im Südwesten des Landes, ansonsten aber auch einzelnen Nachweisen im Osten und vor allem ganz im Nordosten.

Nach PÁLYI et al. (2018) wurde die Art schon 2015 erstmals auch in der Ukraine nachgewiesen.

Eine rasche weitere Ausbreitung ist anzunehmen - insbesondere ist momentan auch im Osten Österreichs auf diese Art zu achten!

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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EU 00334a Coptodisca lucifluella (CLEMENS, 1860) non-d-ch-a-nurRaupe

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Letzte Änderung am September 30, 2019 9:38 von Erwin Rennwald
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