Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Cydalima Perspectalis Verbreitung D BB

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Cydalima perspectalis (WALKER, 1859) - Buchsbaum-Zünsler: Detail-Verbreitung in Deutschland - Teil 8: Brandenburg

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Kurzübersicht über die bisher besiedelten Bundesländer und Kreise (Deutschland) ( D) - Teil 8: Brandenburg

(Stand 29. September 2017)


Details zu den Vorkommen in Deutschland (D) - Teil 8: Brandenburg

(Stand 29. September 2017; Reihenfolge wie in Kurzübersicht)

D-BB: Brandenburg [seit 2009 (2008?)]

B. Zimmer hält am 21. März 2013 einen Vortrag über „Buchsbaumzünsler 2013: Verbreitung und Bekämpfungsstrategien in BB“ [Vortrag B. Zimmer 21. Februar 2013]. Darin zeigt er Punktkarten für die Jahre 2009 (Burg-Spreewald), 2010 (Friedland, Striessow, Werben), 2011 (Jessern, Niewisch) und 2012 Schildow-OHV,Luckau, (Altbefall), Cahnsdorf, (Altbefall), Lübbenau–Klein Radden, Vetschau, Briesen, Beeskow). 2013 kam (erwartungsgemäß) die Kreisfreie Stadt Cottbus hinzu. Damit waren aus Brandenburg Nachweise aus 6 Kreisen bekannt. Bis Ende September 2017 lagen mir Meldungen aus 10 Kreisen vor.

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg fasste in einer [Pressemitteilung vom 7. Oktober 2016] zusammen: "War dieser Neozoon bis 2015 hauptsächlich im südlichen Brandenburg zu beobachten, so hat sich sein Verbreitungsgebiet seit 2016 deutlich nach Norden hin bis in den Raum Potsdam im Westen bis Wriezen und im Nordosten ausgeweitet. Auch im Grenzbereich zu Berlin wurden neue Befallsherde mit teils merklichem Schadausmaß gefunden. Die bereits in den letzten Jahren betroffenen Regionen im Südosten Brandenburgs im Dreieck von Luckau-Cottbus-Beeskow hatten in diesem Sommer mit örtlich erheblichen Schäden zu kämpfen." Diese Meldung lässt sich nur teilweise einzelnen Kreisen zuordnen.

D-BB-1: Landkreis Spree-Neiße (SPN, FOR, GUB, SPB) (Burg/Spreewald, Dissen-Striesow, Werben, Briesen) [seit 2009 (2008?)]

Die Angabe des Pflanzenschutzdienstes Brandenburg vom 20.04.2010 [Pflanzenschutzdienst Brandenburg 20. April 2010] war leider nicht weiter verwertbar, da sie keinerlei Angabe zum Kreis, geschweige denn Ort des Fundes machte: "Falter, Raupen und Fraßschäden dieses Schädlings wurden erstmalig im Land Brandenburg im September/Oktober 2009 nachgewiesen. Der Befall war anscheinend bereits 2008 mit Pflanzware auf einem Friedhof eingetragen worden. Die gesamte Friedhofsanlage ist gleichmäßig befallen. Weitere Standorte können ebenfalls Befall zeigen." Erst durch weitere Meldungen, etwa am 12. August 2010 in der Lausitzer Rundschau [Lausitzer Rundschau, 12. August 2010] wurde klar, dass hier Burg / Spreewald gemeint war. Dort heißt es: "Ein graziler weißer Schmetterling mit schwärzlich-brauner Zeichnung hält derzeit Burger Gärtner auf Trab. Der Buchsbaumzünsler, im Herbst 2009 auf dem Burger Friedhof entdeckt, scheint auf dem Vormarsch zu sein." Und weiter: "Viele Bürger seien durch einen Brief der Gemeinde erst auf den Buchsbaumzünsler aufmerksam geworden und hätten ihn auch im eigenen Garten entdeckt. »Da der Schädling vor allem über den Pflanzenhandel verbreitet wird, ist es unwahrscheinlich, dass allein durch das Auftreten auf dem Burger Friedhof eine weitere Verbreitung erfolgte«, sagt Kerstin Möbes. Inzwischen gebe es auch Meldungen über Schäden auf dem Friedhof in Striesow."

Am 1. September 2010 war schließlich auch im Amtsblatt zu lesen [Amptslatt für das Amt Burg (Spreewald), Jahrgang 19, Nr. 9 vom 1. September 2010]: "Auftreten des Buchsbaumzünslers auf Friedhöfen im Amt Burg (Spreewald). Auf den Friedhöfen in Burg und jetzt auch in Striesow wurden an unzähligen Buchsbäumen Eier, Larven, Raupen und Fraßgänge des Buchsbaumzünslers Diaphania perspectalis (eine Falterart) festgestellt. Dieser Schädling wird auf der Liste der Europäischen und Mediterranen Pflanzenschutzorganisation (EPPO) als Schaderreger geführt, der ein Risiko für die heimische Pflanzengesundheit darstellt. Er wurde vermutlich über den Pflanzenhandel eingetragen. Auf dem Friedhof in Burg wurde im Juni eine großflächige chemische Bekämpfung auf Kosten der Gemeinde Burg durchgeführt." - "Wie immer ohne Erfolg" könnte ergänzt werden.

Ebenfalls aus Burg wurde in der von M. Nuss zusammengestellten Liste in GAEDIKE et al. (2010) gemeldet: "Burg / Spreewald: 2 Falter am 26.09.2009, abends am Licht; 9 Falter am 27.09.2009 auf dem Friedhof, leg. D. Nowak & L. Lindner. Dort waren einige Büsche kahl gefressen. Larven wurden nicht mehr gefunden, aber eine Puppe." Burg liegt im Südosten von Brandenburg, also weitere rund 150 km nordöstlich des sächsischen Brandis-Beucha (und ca. 20 km NW Cottbus) und war damit bis 2012 der nordöstlichste Fundpunkt in Europa.

M. Lehmann [M. Lehmann, Lepiforums-Beitrag 9. Dezember 2011] ergänzt: 2011 starker Raupenbesatz "in 3 weiteren Gemeinden des Amtes Burg (Spreewald) auf Friedhöfen und Vorgärten. C. perspectalis Raupen fressen auch an 3 Wochen altem, trockenem Buchsheu und kommen nach Verpuppung zum Falterschlupf. Diese Falter sind deutlich kleiner als die von Frischfutterverzehrern." B. Zimmer [Vortrag B. Zimmer 21. Februar 2013] ergänzt weitere Nachweise aus Werben (2010) und Briesen (2012).

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Zwei Meldungen betreffen bekannte Fundorte im Kreis: "Anonym schrieb am 29.04.2014, 14.35 Uhr: vorgestern und gestern über 500 Raupen von meinen 2m Buchshecke in 03096 Briesen / Spreewald abgesammelt. Hatten schon letztes Jahr Befall und geglaubt, erfolgreich bekämpft zu haben. Uns bleibt eigentlich nur noch, wenn kein Wunder passiert, abholzen. Auf alle Fälle probiere ich aber noch das Sprühen der Mischung von R.Merkle aus." und "l.,u. schrieb am 12.05.2014, 08.47 Uhr: Am 08.05.2014 in Dissen-Striesow an 3 mindestens 30 Jahre alten Buchsbäumen an die 400 Raupen vom Buchsbaumzünsler abgesammelt."

Möglicherweise ebenfalls hierher gehört eine nicht näher lokalisierbare weitere Angabe aus dieser Quelle: "Anonym schrieb am 06.05.2014, 09.57 Uhr: Nachdem ich in 3 Tagen an die 800 (und mehr) Raupen abgesammelt habe, haben wir die Buchshecke total runtergesäbelt und die gerodeten Teile verbrannt. Selbst einige Tage nach der Aktion lese ich immer noch täglich Raupen von den verbliebenen Resten meiner einst schönen Hecke ab. Nach dem Abholzen habe ich mit Schrecken gesehen, dass einige Viecher an der Hauswand Richtung Dach krabbelten. Wenn sie sich dort verpuppen, haben wir nächstes Jahr wieder Besuch. Hatte hier schon mal geschrieben, wohnen im Spreewald. Nachbarbuchse ebenfalls befallen."

D-BB-2: Landkreis Oder-Spree (LOS) (Friedland, Beeskow) [seit 2011 (2009?)]

2011 starker Raupenbesatz in einem Gartenbaubetrieb in Friedland [M. Lehmann, Lepiforums-Beitrag 9. Dezember 2011]

M. Lehmann [M. Lehmann, Lepiforums-Beitrag 9. Dezember 2011] kommentiert seine Angaben aus Brandenburg: "Die Vorkommen gehen anscheinend auf gleichzeitigen Eintrag mit Pflanzware 2008 oder 2009 zurück." B. Zimmer [Vortrag B. Zimmer 21. Februar 2013] ergänzt für das Jahr 2012 einen Raupennachweis aus Beeskow.

D-BB-3: Landkreis Dahme-Spreewald (LDS, KW, LC, LN) (Jessern, Niewitsch, Luckau, Lübben) [seit 2011 (2009?)]

2011 starker Raupenbesatz in einem Privatgarten in Jessern am Schwielochsee [M. Lehmann, Lepiforums-Beitrag 9. Dezember 2011]. B. Zimmer [Vortrag B. Zimmer 21. Februar 2013] ergänzt Niewitsch (2011) und für 2012 auch Luckau und Luckau-Cahnsdorf (jeweils Raupen-Altbefall).

Im Tagesspiegel war am 27. Mai 2015 unter dem Titel "Raupenalarm in Brandenburg. Der Buchsbaumzünsler frisst sich durch die Hecken" zu erfahren [Tagesspiegel, 27. Mai 2015]: "2009 wurde er im Spreewald entdeckt, inzwischen ist er überall im südlichen Brandenburg, in Luckau, Beeskow".

Bernd Tessmer [Lepiforumsbeitrag 17. Juni 2016] zeigt einen Falter mit Daten "Lübben/Spreewald?, 50 m, 12. Juni 2016".

D-BB-4: Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL, CA, SFB) (Lübbenau-Klein Radden, Vetschau) [seit 2012]

B. Zimmer hält am 21. März 2013 einen Vortrag über „Buchsbaumzünsler 2013: Verbreitung und Bekämpfungsstrategien in BB“ [Vortrag B. Zimmer 21. Februar 2013], in dem er für 2012 mit Lübbenau-Klein Radden und Vetschau erstmals Nachweise im Landkreis Oberspreewald-Lausitz anführt.

Die [Lausitzer Rundschau] wartet am 12. August 2016 mit der Überschrift auf: "Die Buchsbäume im Schlosspark Lauchhammer geben ein trauriges Bild ab. Anwohner Horst Gärtner ist in Sorge." Im Text - nach einem Foto mit diversen kahlgefressenen Buchs-Solitären - heißt es dann: "In den Hecken und -solitären, die unter anderem auch die Konturen des abgerissenen Mückenberger Schlosses erlebbar machen, wütet der Buchsbaumzünsler. Das haben die Fachkräfte des städtischen Grünwesens schon festgestellt, bestätigt Rathaus-Sprecherin Rotraud Köhler. "Die Stadt wendet keine chemischen Insektizide im Schlosspark an", klärt sie auf. Deshalb müssen die geplagten Pflanzen noch durchhalten. Die Buchsbäume werden im Herbst durch eine Fachfirma verschnitten. "Wir hoffen, dass sich das Grün im nächsten Jahr wieder erholt", teilt sie mit."

D-BB-5: Landkreis Oberhavel (OHV) (Schildow) [seit 2012]

B. Zimmer hält am 21. März 2013 einen Vortrag über „Buchsbaumzünsler 2013: Verbreitung und Bekämpfungsstrategien in BB“ [Vortrag B. Zimmer 21. Februar 2013], in dem für das Jahr 2012 mit Schildow-OHV erstmals auch ein Nachweispunkt nördlich von Berlin gezeigt wird – der jetzt nordöstlichste Fundpunkt in Europa.

D-BB-6: Kreisfreie Stadt Cottbus (CB) (Cottbus) [seit 2013]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Zwei Angaben betreffen Cottbus: "Fam. Peipert Cottbus schrieb am 28.04.2014, 08.02 Uhr: 28.04.2014 starker Befall mit Raupen, erst mit Kohlweißling verwechselt. Wir können uns sogar an die Falter im letzten Jahr erinnern, sie sehen gut aus." und "Sabine schrieb am 01.05.2014, 10.21 Uhr: 03055 Cottbus, ca. 20 Jahre alter Buchs im Vorgarten Gespinst und Raupen vorhanden".

Im Tagesspiegel war am 27. Mai 2015 unter dem Titel "Raupenalarm in Brandenburg. Der Buchsbaumzünsler frisst sich durch die Hecken" zu erfahren [Tagesspiegel, 27. Mai 2015]: "2009 wurde er im Spreewald entdeckt, inzwischen ist er überall im südlichen Brandenburg, in Luckau, Beeskow". Konkret benannt wurde starker Raupenbesatz in Cottbus-Sielow - mit dem stets gleichen Ergebnis, dass die angeblich abgestorbenen Buchspflanzen in großem Stil herausgerissen wurden.

D-BB-7: Landkreis Märkisch-Oderland (MOL, FRW, SEE, SRB) (Wriezen) [seit 2014]

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg fasste in einer [Pressemitteilung vom 7. Oktober 2016] teilt mit: "War dieser Neozoon bis 2015 hauptsächlich im südlichen Brandenburg zu beobachten, so hat sich sein Verbreitungsgebiet seit 2016 deutlich nach Norden hin bis in den Raum Potsdam im Westen bis Wriezen und im Nordosten ausgeweitet." Am Folgetag (8. Oktober 2016) war dazu in der Märkischen Allgemeinen [Zugang via pressreader.com] zu lesen: "in Wriezen hat er schon heftig gezünselt".

Zu Wriezen gibt es in der [Märkischen Oder-Zeitung, 9. Juni 2015] unter der Überschrift "Schädling auch im Oderland" allerdings schon eine Raupenmeldung vom Juni 2015 und den zugehörigen Falter von 2014: "Manfred Kleße aus Wriezen hat ihn im Garten entdeckt. Im vorigen Herbst hat er ihn zum ersten Mal gesehen - einen Falter, der um die Lampe im Garten flog. Manfred Kleße konnte ihn nicht zuordnen, aber er hatte einen Verdacht. Die meisten Menschen hätten sich bei dem Anblick der braunen Flattertiere wahrscheinlich wenig gedacht. Doch der ehemalige Biologie- und Chemielehrer hat ein Faible für Insekten. Eine Anfrage bei einem Experten brachte Sicherheit: Es handelt sich um den Buchsbaumzünsler."

[[ D-BB-8: Kreisfreie Stadt Frankfurt / Oder (FF) (Frankfurt/ Oder) [seit 2016] ???]]

Auf der Seite von [buchsbaumzuensler.net, abgefragt 5. September 2016] war seit Mai 2016 die Meldung zu finden: "Habe vor ca einer Woche 18Buchsbäume bei bei einem Bekannten Baumarkt in Frankfurt (Oder) gekauft. Die Pflanzen stehen zu räumlich von einander entfernt und nun stellt sich heraus, es sind alle Pflanzen befallen." Konkretere Angaben werden nicht gemacht (insbesondere werden keine Raupen erwähnt!), so dass ich dieser Angabe vorerst nicht trauen möchte.

D-BB-9: Kreisfreie Stadt Potsdam (P) (Potsdam) [seit 2016]

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg fasste in einer [Pressemitteilung vom 7. Oktober 2016] teilt mit: "War dieser Neozoon bis 2015 hauptsächlich im südlichen Brandenburg zu beobachten, so hat sich sein Verbreitungsgebiet seit 2016 deutlich nach Norden hin bis in den Raum Potsdam im Westen bis Wriezen und im Nordosten ausgeweitet." Am Folgetag (8. Oktober 2016) war dazu in der Märkischen Allgemeinen [Zugang via pressreader.com] zu lesen: "große Fraßschäden wurden auch rund um Potsdam entdeckt".

In [Potsdamer Neueste Nachtrichten] war am 4. August 2017 zu lesen: "Buchsbaumzünsler macht Potsdams Schlossgärtnern Sorgen. Wegen Gifteinsätzen gibt es Absperrungen. Eichenprozessionsspinner war gestern – jetzt bereitet den Gärtnern der Schlösserstiftung ein neuer Schädling Sorgen: Der Buchsbaumzünsler. Die Raupen des Kleinschmetterlings, der aus dem asiatischen Raum nach Europa vorgedrungen ist und in diesem Jahr erstmals in den Potsdamer Schlösserparks sein Unwesen treibt, fressen Blätter, Rinde und Ästchen der Buchsbäume, bis die Pflanzen sterben. Bekämpft werden die Raupen in den Schlösserparks jetzt mit einem Insektengift namens Karate. Nach ersten Einsätzen am Rosengarten beim Schloss Charlottenhof wurde am gestrigen Donnerstag im Sizilianischen Garten von Sanssouci und rund um Schloss Cecilienhof im Neuen Garten gesprüht, wie die Schlösserstiftung mitteilte. Die entsprechenden Parkbereiche müssen nicht nur während der Gifteinsätze, sondern auch zwei Tage danach gesperrt bleiben, da das Mittel bei Berührung auch über die Haut aufgenommen werden kann. Geht man gegen den Schädling nicht vor, sei der ganze Buchsbaumbestand in den Welterbeparks in Gefahr, sagte Sven Hannemann, einer der insgesamt drei Gartenrevierchefs im Park Sanssouci, den PNN. Buchsbäume und Buchsbaumhecken sind praktisch überall in den Schlösserparks zu sehen, sie sind prägendes Element der gärtnerischen Gestaltung".

D-BB-10: Landkreis Elbe-Elster (EE, FI, LIB) (Elsterwerda) [seit 2017 (sicher schon 2016)]

[moz.de/landkreise/oder-spree/frankfurt-oder] teilt unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler breitet sich weiter in Brandenburg aus" mit: "Der Schädling Buchsbaumzünsler ist in Brandenburg weiter auf dem Vormarsch. Betroffen seien mittlerweile nicht nur der Südosten mit Elsterwerda, Cottbus und Beeskow, sondern auch der Norden mit Potsdam sowie der Nordosten, teilte der Pflanzenschutzdienst im Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung am Mittwoch mit. Orte des Befalls nördlich von Berlin sollen gemeldet werden."

D-BB-11: Landkreis Havelland (HVL, NAU, RN) (Schönwalde-Glien) [seit 2017]

"Walt" meldet am 13. September 2017 in einem Beitrag auf [forum.garten-pur.de]: "Da ist er nun. Südlich von Potsdam. Noch sind es zwei kurze Abschnitte in den paar Metern kniehoher Buchshecke. Ein paar waren schon geschlüpft, die anderen sind abgesammelt und erledigt. Hoffnung mache ich mir deswegen keine. Die werden rundherum zuhauf sitzen und im nächsten Jahr zuschlagen. [...] Inzwischen auch in Schönwalde-Glien, nochmal 30 km nördlich zu finden. Bisher nur an einem von drei Buchsbaumstandorten im Garten. Mal sehen ob das Spritzen was bringt oder ob wir die Buchse im nächsten Frühjahr entsorgen müssen."

(Autor: Erwin Rennwald)


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Letzte Änderung am Oktober 2, 2017 21:13 von Erwin Rennwald
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