Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Cydalima Perspectalis Verbreitung D RP

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Crambidae (Zünsler)
Cydalima perspectalis (WALKER, 1859) - Buchsbaum-Zünsler: Detail-Verbreitung in Deutschland - Teil 2: Rheinland-Pfalz

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Kurzübersicht über die bisher besiedelten Bundesländer und Kreise (Deutschland) ( D) - Teil 2: Rheinland-Pfalz

(Stand 2. Oktober 2017)



Details zu den Vorkommen in Deutschland (D) - Teil 2: Rheinland-Pfalz

(Stand 2. Oktober 2017; Reihenfolge wie in Kurzübersicht)

D-RP: Rheinland-Pfalz [seit 2010]

In Rheinland-Pfalz konzentrierte sich das Vorkommen bis ca. 2015 und auch noch 2016 ganz auf die östlichen Landkreise und kreisfreien Städte, besonders diejenigen am Rhein (Germersheim, Rheinpfalz, Speyer, Ludwigshafen, Frankenthal, Worms). Die Art ist weiter in Ausbreitung: 2015 wurde sie (als Problem) aus Koblenz gemeldet, 2016 aus Boppard (Rhein-Hunsrück-Kreis) und - als Einzeltier - aus der Südwestpfalz. Rainer Pohlers [Lepiforumsbeitrag 16. September 2016] vermerkt ausdrücklich: "Im Kreis Kusel ist mir tatsächlich noch keiner begegnet." Im Herbst 2016 gingen die ersten Meldungen aus dem Landkreis Kaiserslautern ein.

Insgesamt liegen uns bisher Angaben aus 17 (von 24) Landkreisen und 8 (von 12) kreisfreien Städten vor - die Verschleppung über die großen Städte scheint hier besonders gut funktioniert zu haben, und Worms und Ludwigshafen waren auch die ersten Nachweisbereiche in Rheinland-Pfalz. Dass es damals ausgerechnet in Mainz noch keine Buchsbaumzünsler geben sollte, wo diese doch in der hessischen Nachbarstadt Wiesbaden herumflatterten, verwundert sehr - heute ist Mainz fest im Griff der Art.

Noch keine Meldungen (Stand 2. Oktober 2017) liegen vor von Kreis Altenkirchen (Westerwald) (AK), Kreis Birkenfeld (BIR), Eifelkreis Bitburg-Prüm (BIT, PRÜ), Kreisfreie Stadt Kaiserslautern (KL), Kreis Kusel (KUS), Kreis Trier-Saarburg (TR, SAB) und Kreisfreie Stadt Trier (TR), Kreis Vulkaneifel (DAU), Westerwaldkreis (WW), Kreisfreie Stadt Pirmasens (PS), Kreisfreie Stadt Zweibrücken (ZW). Überall hier scheint die Art bisher nur selten zu sein oder gar tatsächlich noch ganz zu fehlen.

D-RP-1: Kreisfreie Stadt Worms [WO] [seit 2010]

Rheinland-Pfalz schien lange frei vom Buchsbaumzünsler zu sein. Doch wieder einmal haben diejenigen, die das eigentlich merken sollten, lange geschlafen. So meldet die Wormser Zeitung [Wormser Zeitung, 22. August 2010] : "Zünsler nagt auch in Parks - Gefräßige Raupe verbreitet sich in Worms stark. Innerhalb einer Woche hat er es geschafft: Der Buchsbaumzünsler und seine Larven sind nun auch auf städtischem Grün angekommen. Noch vor wenigen Tagen hatte der stellvertretende Leiter der Abteilung Grünflächen, Erich Kulling, erklärt, die gefräßigen Nimmersatts fräßen sich allenfalls auf privatem Buchs die Bäuche rund. Von hier, aus privaten Gärten, hatten zahlreiche Bürger die Raupen gemeldet, und daraufhin hatte die Stadt nun ihre Buchsbäume nochmals unter die Zünsler-Lupe genommen. „Nun haben wir einen massiven Befall auch in städtischen Grünanlagen“, bestätigte Daniel Körbel von der Pressestelle der Stadt. Die grünen Kriecher haben sich es gemütlich gemacht im Rathaus-Grün, auf den Buchsbäumen im Schlosspark Herrnsheim und auch im Heylshof. Das kann die um attraktiv gestaltete Grünflächen bemühte Stadt natürlich nicht dulden und ist zur Bekämpfung geschritten. „Als erste Kommune haben wir den Befall auch gemeldet an das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum“, sagt Körbel, denn der Buchsbaumzünsler sei eine neue, bislang nur selten vorkommende Art in Europa. „Pro Jahr werden hierzulande etwa drei neue Schädlingsarten registriert, die nun hier vorkommen aufgrund weltweiten Handels mit Gütern und auch durch den Klimawandel.“ Trupps mit der „Giftspritze“. Gemeinsam mit der Behörde wurde dann auch die Art der Bekämpfung koordiniert. In Worms kommt das Mittel gegen die Zünsler-Raupen zum Einsatz, das auch gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners Wirkung zeigt: „Es ist ein biologisches Mittel“, erklärt Körbel. Ab dem heutigen Montag wollen Trupps mit der „Giftspritze“ ausrücken und den gefräßigen Zünsler-Raupen den Garaus machen. Denn es sei sehr ärgerlich, dass diese Schädlingsart jetzt offenbar immer mehr in Europa vorkomme: „Der Buchs wird ja gerade in Grünanlagen repräsentativ eingesetzt“, sagt Körbel. Und die Büsche seien nicht selten Jahre, wenn nicht sogar schon Jahrzehnte alt. Privatleute sollten am besten die Raupen zunächst von den Buchsbäumchen absammeln, „das ist im Garten die effektivste Methode“, meint Erich Kulling von der städtischen Grünflächenabteilung. Im Handel verkäufliche Mittel zeigten oft nicht die Wirkung des von der Stadt eingesetzten, das nicht im freien Handel zu erhalten sei: „Denn die Zünsler-Raupen sitzen in feinen Gespinsten, und hier hinein dringt die Flüssigkeit, die gespritzt wird, nur schwer“, so Kulling."

2 Wochen später ist in derselben Zeitung unter der Überschrift „Wenn sonst nichts geht: Mit der Giftspritze gegen den Buchsbaumzünsler in Worms“ zu lesen [Wormser zeitung 4. September 2010]: „Ob Dom-Kreuzgang, Schloss-, Pfrimm- oder Heylshofpark – der Buchsbaumzünsler hat sich in den letzten Tagen massiv im Stadtgebiet ausgebreitet und frisst sich genüsslich durch die Buchsbäume – natürlich auch bei privaten Pflanzenliebhabern. „Dieser Schädling, den wir bislang überhaupt noch nicht kannten, hat sich ruckzuck ausgebreitet und richtet große Schäden in unseren hochwertigen Anlagen an“, ärgert sich Erich Kulling von der Rathaus-Abteilung Grünflächen und Gewässer über das Zerstörungswerk der gefräßigen, fünf Zentimeter langen Raupen, die einen grünen Leib mit hell-dunklen Rückenstreifen und einen schwarzen Kopf aufweisen. Der Buchsbaumzünsler (Glyphodes perspectalis) ist allerdings nicht so ganz einfach zu bekämpfen, wie Kulling mittlerweile weiß. „Wir sind da noch in der Experimentierphase und benutzen im Augenblick ein biologisches Mittel – ähnlich dem, das wir gegen den Eichenprozessionsspinner verwenden.““

Hier vermisste ich die Erkenntnis, dass auch in der Stadt Worms keine Möglichkeit besteht, ohne Verabschiedung von allen Buchspflanzen den Zünsler je wieder los zu werden. Worms liegt weniger als 10 km von Bürstadt entfernt auf der anderen Rheinseite. Wie das Beispiel von Kehl und Straßburg zeigte, war eine Verschleppung von Bürstadt aus unbedingt zu erwarten. Wie das Verbreitungsbild um Worms zeigt, erfolgte der Befall hier allerspätestens im Sommer 2009. Aus dem Bereich der kreisfreien Stadt Worms wurde uns direkt nur noch der Fund von 5 Raupen am 1. April 2012 in einem Garten in der Stadt gemeldet (Heppes nach Datenzusammenstellung E. Blum). Doch das war nicht alles:

Am 17. Mai 2012 meldet die Wormser Zeitung [Wormser Zeitung 17. Mai 2012] unter der Überschrift „Buchsbaumzünsler wütet auf Wormser Hauptfriedhof Hochheimer Höhe“: „Zwei Tage haben gereicht. Um auf dem Hauptfriedhof Hochheimer Höhe einen etwa vier Meter hohen Buchsbaum kahl zu fressen. Der Jahrzehnte alte Strauch ist nicht mehr zu retten – dank der Raupen des Buchsbaumzünslers, die derzeit in der Stadt und den Vororten aktiv sind – in bisher noch nicht beobachteter Zahl, in Millionenstärke. „Sie kamen in diesem Jahr mit voller Wucht“, sagt der Chef des Friedhofsbetriebs, Ralf-Quirin Heinz – und sie machen vor nichts halt. Ganze Grabeinfassungen aus Buchs sind perdu, über Jahre gezüchtete, in Form geschnittene Kugeln kaputt, Solitärbäume dahin. Vor zwei Jahren waren die Raupen des „Glyphodes perspectalis“ nur in geringer Zahl in Worms aufgetreten, 2011 waren‘s schon mehr – und jetzt sorgen die Grün-Schwarzen für das Aus der meisten Buchse im Stadtgebiet.“ – so ganz erfolgreich waren die Bekämpfungsmaßnahmen von 2010 also wohl nicht …(?)

Auch für 2014 gibt es Meldungen aus der Stadt.

D-RP-2: Kreisfreie Stadt Ludwigshafen am Rhein [LU] (Ludwigshafen) [seit 2010]

Am 4. September 2010 erhielt M. Hund einen frischen Falter am Licht in seinem Garten in Ludwigshafen [M. Hund, Lepiforumsbeitrag 5. September 2010] - die Raupen wurden hier wohl bisher übersehen.

Der nächste Nachweis in der kreisfreien Stadt Ludwigshafen erfolgte erst am 1. September 2011 in Form eines Falters beim Lichtfang im Stadtgebiet zwischen Friesenheim und Oggersheim (K. Bastian). Raupenfunde am 1. April und 1. Mai in den Stadtteilen Friesenheim und Rheingönnheim zeigten, dass dies nicht der einzige Falter von 2011 in Ludwigshafen gewesen sein konnte. Im Laufe des Jahres 2012 wurden noch etliche weitere Falter- und Raupen aus allen Stadtteilen gemeldet (nach Datenzusammenstellung E. Blum).

Auch 2014 gab es wieder Raupenfunde.

D-RP-3: Landkreis Germersheim [GER] (Bellheim, Berg, Germersheim-Sondernheim, Hagenbach, Hatzenbühl, Jockgrim, Kandel, Leimersheim, Neuburg, Neupotz, Rheinzabern, Rülzheim, Wörth, Hördt, Vollmersweiler, Ottersheim) [seit 2011]

Nachdem hier länger vergeblich nach der Art gesucht wurde, gelangem D. Kremb am 22. und 25. Juni 2011 die ersten Falternachweise in Hagenbach/Pfalz [Lepiforumsbeitrag D. Kremb, 16. Juli 2011]. Die 2. Gen. ließ nicht auf sich warten: "Ab dem 26. Aug. 2011 bis heute waren fast jeden Abend 1-3 Exemplare unterwegs. [Lepiforumsbeitrag D. Kremb, 1. September 2011]. Die Art ist hier sicher etabliert, auch wenn noch keine Schäden durch Raupen beobachtet wurden.

D. Kremb zählte im Jahresverlauf 2012 insgesamt 5712 Schmetterlinge aus 569 Arten an Lampen in Hagenbach – häufigste Art war dabei mit 228 registrierten Faltern der Buchsbaumzünsler [D. Kremb, Lepiforumsbeitrag 5. Januar 2013] Zuvor hatte er berichtet [D. Kremb, Lepiforumsbeitrag 26. August 2012]: „im Juni 2011 hat sich in Hagenbach Cydalima perspectalis eingeschlichen. Nach der 2. Generation, die relativ mässig ausfiel, dachte ich schon, vielleicht wird es hier gar nicht so schlimm. Im Frühling 2012 wurde ich dann von meinen Nachbarn auf die ersten sichtbaren Schäden hingewiesen. Am meisten störten sich die Leute an dem Gespinst mit den Raupen. Die Pflanzen waren aber nicht total leer gefressen. Dieses Jahr, nach der 2. Generation, fliegen so viele Buchsbaumzünsler, dass auch ich staunen musste. Im Moment ist mindestens jeder zweite Falter Cydalima perspectalis. Immerhin durfte ich endlich einmal die dunkle Form dieser Art sehen. Nach meinen bisherigen Beobachtungen dürfte das Verhältnis grob geschätzt bei 1:100 liegen. Amüsant war, dass in der Tageszeitung über die möglichen Schäden des Buchsbaumzünslers berichtet wurde, seltsamerweise nur mit einem Foto dieser dunklen Form. Als ich den Leuten das übliche Aussehen des Falters beschrieb, haben sie mir gar nicht richtig geglaubt. Deutschland, Rheinland-Pfalz, 76767 Hagenbach, 104 m, Ortslage, am Licht, 26. August 2012“.

Nach den diversen Falterfunden beider Generationen 2011 durch D. Kremb in Hagenbach und dem Fund von 5 Raupen in einem Garten in Leimersheim durch Zehnder-Liedke am 26. September 2011 gab es 2012 diverse Raupen- und Faltermeldungen aus den Orten (in alphabetischer Reihenfolge) Bellheim, Berg, Germersheim-Sondernheim, Hagenbach, Hatzenbühl, Jockgrim, Kandel, Leimersheim, Neuburg, Neupotz, Rheinzabern, Rülzheim und Wörth (nach Datenzusammenstellung E. Blum). Raupenfunde im April 2012 in Jockgrim, Leimersheim, Bellheim und Berg zeigen, dass die Art im Kreis schon 2011 weit verbreitet gewesen sein muss.

2014 kamen weitere Fundorte hinzu.

D-RP-4: Landkreis Bad Dürkheim [DÜW] (Weisenheim am Berg, Weisenheim am Sand, Bad Dürkheim-Ungstein, Ruppertsberg, Obersülzen, Kindenheim, Dirmstein, Freinsheim, Deidesheim) [seit 2011]

Der erste Falter-Nachweis aus dem Kreis Bad Dürkheim erfolgte bei einem Lichtfang am 30. Oktober 2011 in Weisenheim am Berg (M. Ochse); 2012 meldeten dann 10 verschiedene Personen Raupen- oder Falterfunde aus Weisenheim am Berg, Weisenheim am Sand, Bad Dürkheim-Ungstein, Ruppertsberg, Obersülzen, Kindenheim und Dirmstein (nach Datenzusammenstellung E. Blum). G. Schwab [G. Schwab, Lepiforumsbeitrag 19. September 2012] teilt mit: "Weiterhin fand ich auch Glyphodes perspectalis in Freinsheim beim Blütenbesuch tagsüber an Luzerne."

Dem Amtsblatt der Verbandsgemeinde Grünstadt - Land [Amtsblatt Gruenstadt-Land vom 8. August 2013] ist zu entnehmen: „Die gefräßige Schmetterlingsraupe befällt immer mehr Buchsbäume. In Kleinkarlbach wurde vermehrter Schädlingsbefall an Buchspflanzen auf dem Friedhof und in Gärten festgestellt.“

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Zu lesen ist dort: "Eva, 67146 Deidesheim schrieb am 01.05.2014, 13.40 Uhr: Buchsbaum im Garten befallen, im Moment fressen Spatzen die Raupen".

D-RP-5: Rhein-Pfalz-Kreis [RP] (Bobenheim-Roxheim, Schifferstadt, Mutterstadt, Altrip, Beindersheim, Birkenheide, Dudenhofen, Großniedesheim, Hochdorf, Lambsheim, Maxdorf, Neuhofen, Otterstadt, Waldsee, Römerberg-Mechtersheim, Böhl-Iggelheim, Dannstadt-Schauernheim) [seit 2012 (sicher schon 2011)]

Eine Meldung von 500 Raupen am 1. April 2012 aus Böhl-Iggelheim (Syring) und weitere Frühjahrsmeldungen aus Bobenheim-Roxheim, Schifferstadt und Mutterstadt, zeigen, dass die Art hier bereits im Herbst 2011 fest etabliert gewesen sein muss. Im Sommer und Herbst kamen zahlreiche weitere Fundstellen hinzu (Orte in alphabetischer Reihenfolge): Altrip, Beindersheim, Birkenheide, Dudenhofen, Großniedesheim, Hochdorf, Lambsheim, Maxdorf, Neuhofen, Otterstadt, Waldsee (nach Datenzusammenstellung E. Blum). Zu ergänzen ist noch eine telefonische Mitteilung von Herrn Sefrin an E. Rennwald vom 30. August 2012: Falterfund am 29. August 2012 in Römerberg-Mechtersheim.

2014 kamen weitere Fundorte hinzu.

D-RP-6: Kreisfreie Stadt Frankenthal [FT] (Frankenthal und Stadtteile) [seit 2012 (sicher schon 2011)]

Der erste Nachweis betraf hier den Fund von 20 Raupen am 1. Mai 2012 auf dem Friedhof von Frankenthal. Am 10. Mai 2012 wurden dann 20 Raupen aus dem Süden der Stadt gemeldet - der Falter war also sicher schon 2011 hier. Im Laufe des Jahres erfolgten Meldungen aus weiteren Stadtteilen (nach Datenzusammenstellung E. Blum).

D-RP-7: Donnersbergkreis [KIB, ROK] (Eisenberg-Stauf) [seit 2012]

Aus dem Donnersbergkreis wurde uns bisher nur der Fund von 9 Raupen am 1. August 2012 in einem Garten in Eisenberg-Stauf bekannt (Filippi nach Datenzusammenstellung E. Blum).

In der [Datenbank Schmetterlinge Rheinland-Pfalz] findet sich für 2017 ein Nachweis von E. Blum für den Quadranten Kriegsfeld.

D-RP-8: Kreisfreie Stadt Speyer (SP) (verbreitet) [seit 2012]

Aus der kreisfreien Stadt Speyer erhielt E. Blum diverse Raupen- und Faltermeldungen aus verschiedenen Stadtteilen aus dem Zeitraum 20. August bis 6. Oktober 2012.

2014 folgten erneut eine Reihe von Schadmeldungen.

D-RP-9: Landkreis Neuwied [NR] (Unkel, Bad Hönningen) [seit 2012]

M. Stemmer kann berichten [M. Stemmer, Lepiforumsbeitrag 30. August 2012]:„gestern konnte ich das erste Exemplar von Cydalima perspectalis bei mir nachweisen … Fundort: Deutschland, Rheinland-Pfalz, 53572 Unkel, Am Stux, trocken-warme Weinbergslage, am Licht 29. 08. 2012.“

Auch E. Blum erhielt aus dem Kreis Neuwied nur die Fundmeldung über den einen Falter von M. Stemmer aus Unkel am Stux.

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Eine Angabe betrifft den Kreis: "G. Nonnen schrieb am 30.04.2014, 12.46 Uhr: Ich habe heute 30.04.2014 vier Raupen entdeckt und abgesammelt. Weiterhin habe ich den Buchsbaum radikal geschnitten. Er hatte es sowieso nötig. Ich hoffe, das wars vorerst. 53557 Bad Hönningen".

Die [Rhein-Zeitung, 10. Mai 2015] meldet: "Der Buchsbaumzünsler, der in südlichen Landesteilen bereits heimisch geworden ist und dort eine erhebliche Gefahr für den Buchs in Gärten, Parks oder auf Friedhöfen darstellt, hat sein Gebiet offenbar erweitert. Es mehren sich die Anzeichen, dass der Schädling sich nach dem milden Winter deutlich weiter in den Norden des Landes bewegt hat. Am Wochenende gab es eine Reihe von Meldungen, wonach sich der Buchsbaumzünsler bis in den Kreis Ahrweiler, aber auch in den nördlichen Kreis Neuwied verbreitet und dort zahlreiche Buchsbäume befallen hat."

Für Linz am Rhein gibt es auch für 2016 wieder Angaben in der [Datenbank Schmetterlinge in Rheinland-Pfalz]

D-RP-10: Kreisfreie Stadt Landau [LD] (Landau) [seit 2012]

Aus der kreisfreien Stadt Landau wurde uns zunächst nur der Fund von 25 Raupen am 1. September 2012 am südwestlichen Stadtrand bekannt (Engel nach Datenzusammenstellung E. Blum).

Metropolnews [Metropolnews 20. August 2013] führt fast ein Jahr später an: „Ein gefräßiger Zeitgenosse hat nun auch den Landauer Friedhof und den Goethepark erreicht.“ Es wird über – wieder einmal weitgehend unsinnige – Raupen-Bekämpfungsmaßnahmen berichtet.

Zuvor gab es eine Meldung, nach der es im Bereich der Wollmesheimer Höhe zu Fraß an Buchs kam [Pfalz-Express 12. Juni 2013].

2014 gab es wieder Angaben zu starkem Befall in verschiedenen Stadtteilen.

D-RP-11: Landkreis Südliche Weinstraße [SÜW] (Offenbach an der Queich, Bad Bergzabern?, Insheim, Ilbesheim, Flemlingen, Rohrbach, Heuchelheim, Annweiler am Trifels) [seit 2012]

Der Kreis Südliche Weinstraße scheint bis 2015 nur schwach besiedelt gewesen zu sein. Eigene Raupensuchen blieben 2012 und 2013 erfolglos (E. Rennwald). E. Blum konnte 2012 2 Datensätze zusammenstellen: 1 Falter am 9. September in Offenbach an der Queich (B. Remme) und 1 Puppenfund am 28. September 2012 in Bad Bergzabern (Kunz), der hier - mangels eigener Raupenfunde - etwas in Frage gestellt werden soll.

Die Gemeinde Offenbach an der Queich [Amtsblatt Gemeinde Offenbach an der Queich vom 22. August 2013] teilte nichts über die Funde auf ihrer Gemarkung mit, meldete dafür aber: „Größere Mengen von beschädigten oder abgestorbenen Buchsbäumen können gegen eine Gebühr bei den Wertstoffwirtschaftszentren Nord bei Edesheim oder Süd bei Billigheim-Ingenheim angeliefert werden.“ Demnach muss die Art hier doch etabliert sein.

2014 folgten Meldungen zu einer Reihe weiterer Fundorte: Insheim, Ilbesheim, Flemlingen, Rohrbach, Heuchelheim.

In den [metropolnews.info, 5. August 2016] war unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler frisst sich durch Annweiler am Trifels" zu lesen: "Auch auf dem Friedhof in Annweiler am Trifels ist der Befall deutlich spürbar. Hier sind bereits alle Buchsbäume betroffen."

D-RP-12: Landkreis Alzey-Worms [AZ] (Monsheim, Wöllstein, Hamm am Rhein, Gimbsheim) [seit 2012 (siehe aber die Funde von Worms 2010)]

Aus dem Landkreis Alzey-Worms wurde uns zunächst nur der Tagfund eines Falters vom 29. September 2012 in der Kaolingrube von Monsheim bekannt (G. Reder nach Datenzusammenstellung E. Blum).

Die Allgemeine Zeitung meldet am 22. Oktober 2013 [Allgemeine Zeitung, 22. Oktober 2013] unter der Überschrift: "Buchsbaumzünsler hat ganz Rheinhessen im Griff" auch den Fundort Wöllstein.

2013 und 2014 gab es auch Schäden an Buchs in Hamm am Rhein und Gimbsheim.

D-RP-13: Kreisfreie Stadt Mainz [MZ] (Mainz-Neustadt, Mainz-Mombach, Mainz-Hechtsheim, Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel) [seit 2013]

Aus Mainz gab es sehr lange keine Angaben. J. Rodeland meldet dann [J. Rodeland, Lepiforumsbeitrag 17. September 2013] unter dem Betreff "Cydalima perspectalis in Mainz" : "Deutschland, Rheinland-Pfalz, Mainz, Neustadt, tagsüber unter einer Hauseingangs-Beleuchtung ruhend, 15. September 2013."

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Gemeldet werden hier u.a. Raupenfunde 2014 in Mainz-Mombach, Mainz-Hechtsheim, Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel.

D-RP-14: Landkreis Mainz-Bingen [MZ, BIN] (Weinolsheim, Nieder-Olm, Hahnheim, Dexheim, Budenheim, Nierstein, Nackenheim, Ingelheim) [seit 2013]

Die Allgemeine Zeitung meldet am 22. Oktober 2013 [Allgemeine Zeitung, 22. Oktober 2013] unter der Überschrift: "Buchsbaumzünsler hat ganz Rheinhessen im Griff": "Ob Weinolsheim oder Nieder-Olm, Hahnheim oder Mainz, Wöllstein oder Dexheim, überall befinden sich Gärtnerinnen und Gärtner „Auge in Auge mit dem Feind“, wie Rahn es formuliert. Anlagen, Gärten, Parks, Friedhöfe ohne schmückende Buchsrabatten, ohne oft kunstvoll geschnittene Solitärpflanzen? Kaum vorstellbar."

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Genannt werden hier die Fundorte Budenheim, Nierstein, Nackenheim und Ingelheim.

Zu Ingelheim war [Allgemeine Zeitung - Rhein Main Presse, 7. Mai 2015] unter der Überschrift "Ostasiatischer Schädling Buchsbaumzünsler frisst sich durch Ingelheims Buchsbäume" zu erfahren: "Der Buchsbaumzünsler ist in Ingelheim angekommen. Immer häufiger sorgen die Raupen des ursprünglich in Ostasien beheimateten Schmetterlings in Deutschland für Kahlschlag, im vergangenen Jahr war der Buchsbaumzünsler bis nach Worms und Wiesbaden vorgedrungen. Jetzt futtern sich die grün-gelben Tierchen durch die immergrünen Sträucher auf dem Ober-Ingelheimer Friedhof. "Wenn er dort ist, dann ist er auch überall sonst in Ingelheim", sagt Ursula Markert von der Abteilung Umweltschutz der Stadt, "davon können wir ausgehen.""

Aus Nieder-Olm ging im Lepiforum eine interessante Meldung ein [Lepifoumsbeitrag "B-reeze", 26. August 2016], in der es nicht nur hies "nahezu alle Buchsbaumbestände sind befallen" und "Ich schätze, Rheinhessen wird in ein paar Jahren buchsbaumlos sein", sondern in dem auch zu lesen war: "Ich habe gelesen, dass Nachweise und Futterpflanzen dieses Falters sehr erwünscht sind. Nun kann ich berichten, dass der Buchsbaumzünsler auch Ilex crenata befällt (weil Buxus sempervirens "leergefressen" war)." Meine kritische Nachfrage zu Details wurde leider nicht beantwortet - so muss ich weiter davon ausgehen, dass die Raupen zwar auf der Stechpalme herumkrabbelten, daran aber nicht gefressen haben.

D-RP-15: Kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße [NW] (Neustadt an der Weinstraße) [seit 2013]

[Hortipedium.de, zuletzt am 9. August 2016 um 22:09 Uhr geändert] meldet die erste Beobachtung für Neustadt an der Weinstraße für das Jahr 2013. Die Art hatte zumindest die niederen Lagen des Kreises rasch im Griff.

Auf [neustadt.eu, abgefragt 15. September 20156] ist zu lesen: "Auch in diesem Jahr ist der Buchsbaumzünsler wieder vielerorts aktiv. Für viele Betroffene stellt sich dann die Frage, wie die beim Rückschnitt angefallenen Buchsbaumabfälle richtig entsorgt werden. Die entsprechenden Abfälle können gemeinsam mit dem Restabfall entsorgt werden. So gelangt das Material in die Müllverbrennung und der Zünsler wird unschädlich gemacht. Restabfall kann in die Mülltonne oder die zusätzlichen, gebührenpflichtigen grauen Säcke (3 € pro Sack) gegeben werden. Das Material kann auch auf dem Wertstoffhof abgegeben werden: Bis 100 kg kosten pauschal 5 € für Neustadter Haushalte. Alternativ können die betreffenden Pflanzenteile auch bei der Grünabfallsammelstelle bei der Fa. Gerst, Branchweilerhofstraße 151, abgegeben werden. Dort wird das Material bei der Kompostierung hygienisiert, d.h. es ist über eine Zeit von 4 Wochen einer Temperatur von über 70 °C ausgesetzt. Diese Behandlung übersteht der Zünsler auch nicht. Neustadter Haushalte können dort bis zu 100 kg Grünabfälle pro Tag gebührenfrei abgeben. Die betreffenden Abfälle sollten auf keinen Fall auf den Komposthaufen im eigenen Garten gegeben werden. Die dort erreichten Temperaturen reichen nicht aus, um den Buchsbaumzünsler unschädlich zu machen."

D-RP-16: Landkreis Ahrweiler [AW] (Bad Neuenahr, Sinzig) [seit 2014 (sicher schon 2013)]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Zwei Angaben betreffen den Landkreis: "Helga schrieb am 26.04.2014, 18.15 Uhr: Vor 2 Wochen kompletter Befall bei 3 Buchsbaum-Kübelpflanzen auf Balkon, 3. Etage in Bad Neuenahr. Haben versucht alles feucht abzustreifen und dann jetzt zum 2. Mal mit Calypso gesprüht. Bis jetzt sieht man nichts mehr." und: "Anonym schrieb am 27.04.2014, 09.12 Uhr: Unsere Buchsbäume in 53489 Sinzig sind befallen."

D-RP-17: Landkreis Bad Kreuznach [KH] (Bad Kreuznach) [seit 2014 (sicher schon 2013)]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Zu erfahren war hier: "HDF, Bad Kreuznach schrieb am 15.05.2014, 12.34 Uhr: Auch Bad Kreuznach ist leider nicht Zünsler frei. Bekämpfung mit Bayer Calypso gestartet."

In der [Datenbank Schmetterlinge Rheinland-Pfalz] finden sich Nachweise für 2017 für die Quadranten Waldböckelheim (E. Blum) und für 2014 für den Quadranten Bad Kreuznach (Saisch).

D-RP-18: Rhein-Lahn-Kreis [EMS, DIZ, GOH] (Lahnstein) [seit 2014]

Der Westdeutsche Rundfunk sammelte 2014 unter dem Stichwort "Frühwarnsystem Buchsbaumzünsler" Daten zur Art [WDR.de/fernsehen/Ratgeber Buchsbaumzünsler, abgefragt 11. September 2014]. Die bisher einzige Meldung aus dem Kreis: "Schild schrieb am 04.08.2014, 21.21 Uhr: 56112 Lahnstein: Heute morgen aufgefallen, dass der komplette vordere Saum einer Beetumrandung innerhalb 2 Tagen weggefressen wurde. Keine Raupen auf den Blättern gefunden, aber ein dicker Kokon am unteren Teil des Stämmchen mit einer dicken Raupe im inneren. Anscheinend sind die Raupen weitergezogen? Morgen nach dem Regen die anderen Hecken absuchen. Oh jee, hoffentlich bleiben die großen Stämme mit Formschnitt verschont".

D-RP-19: Kreisfreie Stadt Koblenz [KO] (Koblenz) [seit 2016 (sicher schon 2015)]

In der [Rhein-Zeitung vom 31. Mai 2016] ist unter der Überschrift "Buchsbaumzünsler-Alarm in Koblenz: Raupe frisst Pflanzen kahl" zu lesen: "Ganze Arbeit haben die asiatischen Killerraupen auch auf dem Hauptfriedhof geleistet. "Hier sind fast alle Hecken tot", erklärt Stadtgärtner Winfried Mathy. Das Gefährliche an dem Schädling sei nicht, dass er Blätter frisst, sondern die Rinde befällt: "Dafür gibt es keinen Ersatz, damit ist der Buchsbaum verloren." Rund 100 Raupen haben der Fachmann und sein Team vom Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen auf einer etwa einen Meter hohen Pflanze entdeckt: "Da ist nichts mehr zu machen, der Befall ist ganz schlimm." Was bleibt, ist sowohl auf dem Friedhof als auch im eigenen Garten die Entsorgung über den Restmüll." Ferner: "Die Grünanlagen der Stadt sind bislang von den Attacken der Insekten verschont geblieben. Damit das so bleibt, wird an drei bis vier Stellen in den nächsten trockenen Tagen ein biologisches Mittel gespritzt, das Bacillus thuringiensis enthält."

Der [rhein-zeitung.de/region/lokales vom 4. Juli 2017] ist u.a. zu entnehmen: "Auf dem Koblenzer Friedhof ist ein 150 Jahre alter Buchsbaum innerhalb von wenigen Wochen völlig kahl gefressen worden."

D-RP-20: Kreis Mayen-Koblenz [MYK, MY] (Hatzenport) [seit 2016 (sicher schon 2015)]

Hier fehlen mir leider immer noch konkrete Meldungen. In einer Pressemitteilung des Kreises Mayen-Koblenz [kvmyk.de, 5. August 2016] heißt es: "Der Buchsbaumzünsler, ein aus dem asiatischen Raum eingeschleppter Schädling, hat sich in Deutschland etabliert. Die Zahl kranker und sogar abgestorbener Pflanzen hat auch in Mayen-Koblenz in den vergangenen Jahren zugenommen. Anfang August sind die großen Raupen wieder vermehrt an den Buchsbäumen zu finden. Um die weitere Verbreitung des Schädlings zu verhindern, müssen befallene Pflanzen und Pflanzenteile schnell und fachgerecht entsorgt werden, teilt die Kreislaufwirtschaft mit."

Klaus Hanisch [Lepiforumsbeitrag 3. September 2017] teilt dazu mit: "heute Nachmittag konnte ich in Hatzenport/ Mosel (Kreis Mayen-Koblenz) in der Nähe der Pfarrkirche St. Johannes einen Buchsbaumzünsler beobachten, als er eine Brombeerhecke anflog. Da der Falter ca. 1 m vor mir saß, konnte ich ihn genau erkennen. Es ist der erste Buchsbaumzünsler, den ich im Kreis Mayen-Koblenz fand (ich kenne dort nur den Moselbereich), im benachbarten Kreis Cochem-Zell habe ich noch keine Beobachtung. Bezeichnend dafür ist auch, dass mir noch keine befallenen Buchse dort bislang begegnet sind, auch nicht an den Buchsbeständen an Pfarrkirche St. Johannes, wo ich den Falter fand (Hinweis: Wir halten uns recht oft an der Mosel auf)." Die Art scheint im Kreis demnach alles andere als fest etabliert zu sein.

D-RP-21: Rhein-Hunsrück-Kreis [SIM, GOA] (Boppard) [seit 2016]

Gerhard Schwab [Lepiforumsbeitrag 15.9.2016] teilt mit: "Der Zünsler ist jetzt auch am Oberen Mittelrhein. Heute am 15.9.2016 im Welterbegarten in Boppard ein Falter am Buchs. Den Gärtnern dort ist der Falter bekannt, wird aber nicht chemisch bekämpft, da dort auch Bioobst und Biogemüse angebaut wird."

D-RP-22: Kreis Südwestpfalz [PS, ZW] (Rodalben) [seit 2016]

Rainer Pohlers [Lepiforumsbeitrag 16. September 2016] teilt mit: "für den Kreis Südwestpfalz kann ich dir eine Beobachtung melden: 11.09.16 Rodalben, Friedhof." Ansonsten scheint der Buchsbaumzünsler hier noch nicht angekommen zu sein.

D-RP-23: Bernkastel-Wittlich [WIL, BKS] (Mülheim an der Mosel) [seit 2016]

Gerhard Schwab [Lepiforumsbeitrag 18. September 2016] weist darauf hin: "Im ArtenfinderRLP.de werden mit Fotobeleg 12 Raupen vom Buchsbaumzünsler in Mülheim an der Mosel(Kreis Bernkastel Wittlich) gemeldet. Gemeldet von Karin Simone Hauth am 29.7.2016."

D-RP-24: Landkreis Kaiserslautern [KL] (Hochspeyer, Otterberg) [seit 2016]

Gerhard Schwab [Lepiforumsbeitrag 1. Oktober 2016] meldet: "Fundmeldung mit Fotobeleg in artenfinder.rlp.de am 25.9.2016: ein Falter an Buchs in Hochspeyer (Landkreis Kaiserslautern), gemeldet von Helge Mock. Weiterhin bekam ich eine persönliche Meldung über Buchsbaumzünsler Mitte September in einem Garten in Otterberg, ebenfalls Kreis KL." Während die Art in der Pfalz lange in der Rheinebene und ihren Rändern hängen blieb, scheint sie jetzt doch auch weiter westwärts vorzudringen, allerdings noch wenig auffällig in Erscheinung zu treten.

D-RP-25: Landkreis Cochem-Zell [COC, ZEL] (Ediger-Eller, Müden) [seit 2017]

Die [rhein-zeitung.de/region/lokales vom 4. Juli 2017] berichtet unter der Überschrift "Schädling unterwegs: Buchsbaumzünsler frisst sich in Müden und Ediger-Eller satt": "Der Buchsbaumzünsler breitet sich aus, jetzt hat er Pflanzen in Ediger-Eller und Müden befallen."

(Autor: Erwin Rennwald)


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Letzte Änderung am Oktober 2, 2017 20:51 von Erwin Rennwald
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