Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Depressaria Despoliatella

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Bestimmungshilfe / Depressariidae (Plattleibfalter) / Depressariinae / Außereuropäische Arten
Depressaria despoliatella ERSCHOFF, 1874



Diagnose

1, ♂: Mongolei, Changai, ohne Datum, aus coll. C.S. Larsen --> coll. ZMUC (Belegfoto & det. P. Buchner, vgl. aber Anmerkung zur Bestimmung unter "Weitere Informationen")
2, ♀: Mongolei, Changai, ohne eindeutiges Datum ("863" wohl nur Sammelnummer, aber nicht das Jahr 1863), aus coll. C.S. Larsen --> coll. ZMUC (Belegfoto Peter Buchner, det. A. Lvovsky nach einem von H.J. Hannemann angefertigten Genitalpräparat)


Genitalien

1: Präparat des unter Diagnosefoto 1 gezeigten ♂ (Präparation & Mikrofoto Peter Buchner)
2: Präparat des unter Diagnosefoto 2 gezeigten ♀ (Präparation H.J. Hannemann, det. A. Lvovsky, Mikrofoto Peter Buchner, vgl. aber Anmerkung zur Bestimmung unter "Weitere Informationen")


Erstbeschreibung

ERSCHOFF (1874: 101, pl. VI fig. 113) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Weitere Informationen

Anmerkung zur Bestimmung und zum Taxon

In der Sammlung des ZMUC (Zoological Museum, University Copenhagen) befinden sich ein ♂ und ein ♀ (Diagnosefotos 1+2), das ♀ wurde von Hannemann genitalisiert, aber nicht bestimmt. Alexander Lvovsky ergänzte Hannemanns Etikettierung „Depressaria spec.“ durch „despoliatella Erschoff | Lvovsky det.“ Leider fehlt ein Hinweis, wann diese Bestimmung vorgenommen wurde. Das ♂ ist aufgrund der habituellen Übereinstimmung und der gleichen Funddaten für mich zweifelsfrei konspezifisch mit dem Weibchen, woraus sich die Bestimmung als D. despoliatella ergab. Das Genitalpräparat wurde dann ergänzend angefertigt, diente aber nicht mehr der Bestimmung.

1990 beschrieb A. Lvovsky das Taxon Depressaria falkovitshi. Den Abbildungen der ♂ und ♀ Genitalien zufolge handelt es sich exakt um das Taxon, das hier (noch) unter D. despoliatella gezeigt wird.

2004 synonymisiert A. Lvovsky D. despoliatella Erschoff, 1874 mit D. ruticola Christoph, 1873 und gibt folgende Begründung „The species D. despoliatella Ersh. was described from 2 specimens collected 10. and 18.II.1869 near Samarkand (Erschoff, 1874). The only specimen in the collection of the Zological Institute, Russian Academy of Sciences, is a male lacking abdomen (date of collecting 10.II.1869); it is designated here as lectotype. In habitus, it corresponds to D. ruticola Chr.“

Diesen Lectotypus habe ich nicht selbst gesehen, kann daher erst einmal nur die Diagnose übernehmen. Doch es besteht für mich noch ein gewisse Klärungsbedarf: D. ruticola einerseits und die hier gezeigten ZMUC-Belege (D. falkovitshi Lvovsky 1990 rsp. ? D. despoliatella Erschoff, 1874) sind habituell äußerst ähnlich: weitgehend zeichnungslos, nur mit je 2 diffusen dunklen Flecken auf den Vorderflügeln. Und habituelle Merkmalsübereinstimmungen müssen zur Bestimmung des Beleges aus dem ZMUC als D. despoliatella durch A. Lvovsky geführt haben, denn Genitalien existieren von diesem Erschoff-Typus nicht mehr. Bei der Begründung für die Synonymisierung, die ja allein auf habituellen Merkmalen gründet, hätte ich mir eine Erklärung gewünscht, warum der Erschoff-Typus nicht konspezifisch mit D. falkovitshi Lvovsky 1990 sein kann. (Peter Buchner, 14. September 2017)


Literatur


Bestimmungshilfe / Depressariidae (Plattleibfalter) / Depressariinae / Außereuropäische Arten
Depressaria despoliatella ERSCHOFF, 1874 non-eu


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Letzte Änderung am September 20, 2017 22:35 von Buchner Peter
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