Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Hipparchia Wyssii

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU Hipparchia wyssii (CHRIST, 1889)

Weibchen

1-2: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Aguamansa, Barranco de la Arena, 1400 m, 7. August 1988 (Freilandfotos: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers
3: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, oberer Teil des Barranco del Infierno bei Ifonche, 5. August 2017 (Freilandfoto: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers


Geschlecht nicht bestimmt

1: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, auf der Straße bei Vilaflor, 5. August 2017 (Freilandfoto: Martin Wiemers), det. Martin Wiemers



Diagnose


1-3, ♂ & 4-6, ♀: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM

SEITZ (Hrsg.) (1909-1914: pl. 44c) [Reproduktion: Michel Kettner nach Exemplar in seinem Besitz]

Auf Teneriffa ist die Art unverwechselbar.


Erstbeschreibung

CHRIST (1889: 98-100) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Aguamansa, Barranco de la Arena, 1400 m, 7. August 1988 (Foto: Martin Wiemers)
2: Spanien, Kanarische Inseln, Teneriffa, Barranco del Infierno bei Ifonche, 5. August 2017 (Foto: Martin Wiemers)

Hipparchia wyssii ist eine Art der Kiefernwälder Teneriffas. Hier lebt sie an felsigen Stellen, vorzugsweise in Barrancos, zwischen 1400 und über 2000 m.


Lebensweise

Der Falter fliegt von Anfang Juni bis Anfang September. Die Eiablage findet erst im Spätsommer statt, wenn die Gräser wieder frisch austreiben. Die Jungraupe überwintert.

(Autor: Jürgen Hensle)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

(Autor: Erwin Rennwald)


Taxonomie

In der früheren Version der Fauna Europaea wurden Hipparchia gomera HIGGINS, 1967 (nur auf La Gomera), Hipparchia bacchus HIGGINS, 1967 (nur auf Hierro) und Hipparchia tilosi MANIL, 1984 (nur auf La Palma) als Synonyme zu Hipparchia wyssii gestellt, allerdings mit dem Hinweis, dass die Taxa von manchen Autoren als eigenständige Unterarten oder auch Arten akzeptiert werden. Gleiches galt für die zunächst gar nicht erwähnte Hipparchia tamadabae OWEN & SMITH, 1992 (bzw. Hipparchia wyssii tamadabae OWEN & SMITH, 1992) von Gran Canaria. Mit der neueren Fassung der Fauna Europaea (Fauna Europaea Web Service. Last update 22 December 2009. Version 2.1. Available online at http://fauna.naturkundemuseum-berlin.de) wurden alle diese Taxa als Arten anerkannt. Hipparchia wyssii (CHRIST, 1889) kommt in der engeren Fassung damit nur auf Teneriffa vor.
Zu den Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb des Hipparchia wyssii-Komplexes schreibt Martin WIEMERS (in litt.): "Inzwischen habe ich erste DNA-Ergebnisse vorliegen, die bestätigen, dass die Hipparchia-Populationen auf den Kanaren schon lange voneinander getrennt sind. So haben H. tilosi und H. tamadabae COI-Sequenzunterschiede von 5,8%, was auf eine Trennung von ca. 2-3 Millionen Jahren schließen läßt. Auch spricht das für die artliche Verschiedenheit, denn intraspezifische Distanzen liegen nur selten über 2%."


Verbreitung

Auf Teneriffa beschränkt.


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nymphalidae (Edelfalter)
EU Hipparchia wyssii (CHRIST, 1889) non-d-ch-a

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Letzte Änderung am Mai 10, 2018 13:29 von Jürgen Hensle
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