Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Nemapogon Gliriella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Tineidae (Echte Motten)
EU M-EU 00635 Nemapogon gliriella (HEYDEN, 1865) - Krustenpilz-Motte



Diagnose

Männchen

1, abgeflogenes ♂: Schweiz, Bern, Brügg, 460 m, 15. August 2001, am Licht (leg., und gen. det. Peter Sonderegger, Foto: Rudolf Bryner) [Forum]


Weibchen

1, ♀: Schweiz, Neuchâtel, St-Blaise, warmtrockener Laubwald über Kalk, 490 m, 29. April 2012, Baumpilze (Stereum hirsutum) eingesammelt, e.l. 29. Mai 2012 (leg., cult., gen. det. & Foto: Rudolf Bryner) [Forum]


Genitalien

Weibchen

1, Genitalpräparat des oben als Falterbeleg 1 abgebildeten ♀: Funddaten siehe dort (Präparation und Foto: Rudolf Bryner) [Forum]


Erstbeschreibung

HEYDEN (1865: 102) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Habitat

1, lagernde Eichenstämme mit Pilzbefall: Schweiz, Neuchâtel, St-Blaise, warmtrockener Laubwald über Kalk, 490 m, 29. April 2012 (Foto: Rudolf Bryner) [Forum]


Raupennahrungspflanzen

1, Baumpilze (Stereum hirsutum) an der Schnittstelle von lagernden Eichenstämmen: Schweiz, Neuchâtel, St-Blaise, warmtrockener Laubwald über Kalk, 490 m, 29. April 2012 (Foto: Rudolf Bryner) [Forum]

Aus den von hier mitgenommenen Pilzen wurden neben Nemapogon gliriella auch zahlreiche Metalampra cinnamomea sowie ein Falter von Triaxomera parasitella gezogen.


Nahrung der Raupe

Die Art scheint als Raupe eine gewisse Bindung an Schichtpilze der Gattung Stereum (Familie Stereaceae, Ordnung Russulales, Klasse Agaricomycetes) auf Totholz zu haben. Schon BETTAG (1995: 91) erläuterte: "Am 10. 6.1992 schlüpfte dem Verfasser aus einem trockenen Erlenästchen, das mit dem Pilz Stereum hirsutum besetzt war, das erste Exemplar dieser Art aus dem Untersuchungsgebiet. Der Lebensraum der Art ist ein Erlenbruchwald in der Vorderpfalz. Von dort konnte der Verfasser in den folgenden Jahren aus eingetragenem verpilztem Holz diese Art in größerer Zahl züchten. Durch die neu gewonnenen Erkenntnisse über die Anforderungen, die die Art an ihren Lebensraum stellt, konnte sie vom Verfasser auch an einer zweiten pfälzischen Fundstelle in den Rheinauen bei Hördt nachgewiesen werden. Dabei stellte sich heraus, daß sie auch an Ahornholz lebt, das dort offensichtlich von der gleichen Pilzart befallen ist (det. ZEHFUSS 1995)."
DOBRZAŃSKI et al. (2016) können zahlreiche eigene Raupenfunde an den beiden auch schon von GAEDIKE (2015: 56) genannten Pilzarten nennen und die Larvalhabitate mit Fotos anschaulich machen.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Faunistik

HUEMER (2013: 207) referiert: „Die Art wurde bisher aus dem Bundesgebiet nur in einem Männchen aus Oberösterreich (Rettenbachtal bei Windischgarsten, 800 m, 15.7.2003, leg. Wimmer) bekannt (WIMMER, 2004a).“


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Tineidae (Echte Motten)
EU M-EU 00635 Nemapogon gliriella (HEYDEN, 1865) - Krustenpilz-Motte diagnosebild-m-eu

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Letzte Änderung am November 1, 2019 14:49 von Erwin Rennwald
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