Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Peribatodes Perversaria

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Geometridae (Spanner)
EU M-EU 07760 Peribatodes perversaria (BOISDUVAL, 1840)

1-2, ♂: Schweiz, Wallis, Hohtenn, 1000 m, 12. August 2009, Lichtfang (Foto: Pia Rindlisbacher), det. Axel Steiner, conf. Axel Hausmann [Forum]
3, ♂: Schweiz, Wallis, Salgesch, oberhalb von Weinbergen, 750m, am Licht 18. Juli 2017 (Foto Dieter Robrecht, det. Heinz Schumacher) [Forum] mit Hinweisen zur Unterscheidung von Peribatodes rhomboidaria

gemeldet als "Peribatodes abstersaria"

1, ♂: Spanien, Provinz Lérida, Guils del Canto, 1407 m, 26. August 2012 (leg., det. & Foto: Christian und Manfred Dirr) [Forum]
2, ♂: Spanien, Prov. Lérida, Guils del Canto, 1407 m, Männchen, 7. September 2012 (leg., det. & Foto: Christian und Manfred Dirr) [Forum]
3, ♀: Spanien, Provinz Lérida, Guils del Canto, 1407 m, 4. September 2012 (leg., det. & Foto: Christian und Manfred Dirr) [Forum]
4, ♀: Spanien, Provinz Lérida, Guils del Canto, 1407 m, 5. September 2012 (leg., det. & Foto: Christian und Manfred Dirr) [Forum]



Diagnose

1-2, ♂: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM

1-2, ♀: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM

Im nördlichen Südeuropa unterscheiden sich Peribatodes rhomboidaria und P. perversaria durch die 'glattere Beschuppung' (= weniger ausgeprägte dunkle Überrieselung) der letzteren, die Postmediane ist im Schnitt etwas gerader und von einem orangebraunen oder beigebraunen (nicht dunkelbraunen) Band begleitet.

(Autor: Axel Hausmann)

gemeldet als "Peribatodes abstersaria"

1-2, ♂: Daten siehe Etiketten (fot: Michel Kettner), coll. ZSM

1-2, ♀: Daten siehe Etiketten (fot: Michel Kettner), coll. ZSM

SEITZ (Hrsg.) (1909-1914: pl. 20e) [Reproduktion: Michel Kettner nach Exemplar in seinem Besitz]

gemeldet als "Peribatodes subflavaria"

1-2, ♂: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM

1-2, ♀: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM

gemeldet als "Peribatodes buxicolaria"

1-2, Paratypus ♂: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM

1-2, Paratypus ♀: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM


Erstbeschreibung

BOISDUVAL (1840: 197 mit Fußnote 1) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]

Beschreibung als Peribatodes abstersaria

BOISDUVAL (1840: 197 mit Fußnote 2) [nach Copyright-freiem Scan auf www.biodiversitylibrary.org]

Beschreibung als Peribatodes subflavaria

MILLIÈRE ([1876]: 404-405) [Reproduktionen: Jürgen Rodeland nach Band im Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe]

Beschreibung als Peribatodes buxicolaria

MABILLE (1873: 490-491, pl. 15 fig. 1-2) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

„perversus verkehrt, wegen des ungewöhnlichen Verlaufes der Querlinien.“
SPULER 2 (1910: 103R)

„abstersus abgewischt, wegen der hellen Färbung.“
SPULER 2 (1910: 104L)


Abweichende Schreibweisen

Andere Kombinationen

Synonyme


Taxonomie

Die Unterscheidung von Peribatodes perversaria, "P. abstersaria", "P. subflavaria" und "P. buxicolaria" galt schon immer als schwierig, da außer gewissen Unterschieden in der Färbung kaum diagnostische Merkmale zu finden waren und insbesondere die Genitalmorphologie bei der Untersuchung größerer Serien keine verlässlichen Merkmale lieferte. So gab es auch immer wieder Bestrebungen, wenigstens einen Teil dieser "Arten" zu synonymisieren. MÜLLR et al. (2019: 420-422) stellten zudem fest, dass es keinerlei Unterschiede beim Barcoding zwischen diesen Taxa gibt. Ihr Schluss, dass es sich also nur um eine einzige, mit den Regionen etwas in der farbe variierende Art gibt, ist also nahezu zwingend. Wir folgen dieser Arbeit und betrachten die drei letztgenannten Taxa als Synonyme von P. perversaria, die beim Barcoding auch nur um minimale 2,0 % von Peribatodes rhomboidaria getrennt ist.


Faunistik

GEITER, HOMMA & KINZELBACH (2002) führen die Art (kombiniert mit der Gattung Boarmia) für Deutschland unter der Kategorie B = (noch) nicht etabliertes Neozoon. Für einen Nachweis aus dem Jahr 1952 berufen sie sich ohne nähere bibliographische Angabe auf "Bergmann 1952". Ein Beleg für diese wenig plausible Angabe existiert nicht.

Nach der Fauna Europaea [Fauna Europaea, last update 29 August 2013, version 2.6.2] tritt "P. subflavaria" in Spanien, Andorra und Frankreich auf. Bei REDONDO et al. (2010) sucht man dieses Pyrenäen-Tier aber vergeblich (weil in P. abstersaria integriert) und bei LERAUT (2009) wird sie als Subspezies zu P. perversaria gestellt. Bei LERAUT (1997) galt sie noch als Subspecies von P. abstersaria, die von ihm 2009 aber selbst zur Subspecies von P. perversaria degradiert wurde.

Fasst man - was sicher sinnvoll ist - die Taxa zusammen, ist die Art von Nord- und Ost-Spanien (insbesondere Pyrenäen) über kleine Teile Süd- und Südost-Frankreichs bis ins nordwestliche Italien und die Südwest-Schweiz verbreitet.

(Autor: Erwin Rennwald)


Publikationsjahr der Beschreibung als Boarmia subflavaria

Nach SATTLER & TREMEWAN (1973: 250-251) publizierte MILLIÈRE den dritten Teil seines « Catalogue raisonné des lépidoptères des Alpes-Maritimes » zum einen separat und zum anderem in den « Mémoires de la Société des sciences naturelles et historiques des lettres & des beaux-arts de Cannes et de l'arondissement de Grasse ». Die separate Publikation sei früher im Jahr 1876 erfolgt, doch stimmten beide Versionen im Druck bis auf die Pagination und Signaturen überein: “The two issues agree except in pagination and signatures, and appear to have been printed from the same type-set.”

(Autor: Jürgen Rodeland)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am August 18, 2019 22:39 von Erwin Rennwald
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