Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Stenoptilia Mariaeluisae

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Pterophoridae (Federmotten)
EU M-EU 05412b Stenoptilia mariaeluisae BIGOT & PICARD, 2002
Artstatus umstritten!



Biologie

Die Typen wurden aus Kickxia spuria gezogen, dem Tännel-Leinkraut, also einem Acker-„Unkraut“ der extensiv genutzten Getreideäcker.



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

BIGOT & PICARD (2002: 304): « Espèce dédiée à Madame Marie-Louise ROMAN pour son important apport à la collecte des Ptérophores. »


Taxonomie

GIELIS (1996, 2003) und - ihm folgend - die Fauna Europaea (Fauna Europaea Web Service. Last update 27 January 2011. Version 2.4. Available online at http://fauna.naturkundemuseum-berlin.de) stellen eine ganze Reihe von aus den letzten Jahrzehnten beschriebenen europäischen Arten in die Synonymie von Stenoptilia arida (= Stenoptilia aridus).
ARENBERGER (2005) diskutiert die Unterschiede (vor allem in den Genitalien) und gesteht den entsprechenden Taxa weiterhin Artrecht zu. Es handelt sich um S. gallobritannidactyla, S. grisescens, S. inopinata und S. mariaeluisae (=S. mariiaeluisae). Wir behandeln die Arten hier - zumindest vorerst - ebenfalls als eigenständige Arten.


Faunistik

Nach ARENBERGER (2005) war die ja auch von dort beschriebene Art vor allem aus Südfrankreich bekannt (Départements Alpes-de-Haute-Provence, Bouches-du-Rhône, Pyrénées-Orientales, Var, Vaucluse), ferner aus Spanien (Saragossa), Italien, Algerien und Tunesien und Kreta.

Im "Nachtrag 2009 zum Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands" von GAEDIKE (2010) findet sich dann auch eine Angabe aus Deutschland: "BW: 1 ♀, Markgröningen, 13.-16.08.1950, leg. WÖRZ, det. ARENBERGER [8]". "[8]" war dabei der Aufsatz "Korrekturen und Ergänzungen zur Mikrolepidopterenfauna Baden-Württembergs und angrenzender Gebiete" von HAUSENBLAS (2009). Markgröningen liegt so ganz grob im NW von Stuttgart, also in einem Bereich wärmerer Tieflagen mit zumindest einst vielfältigem Getreideanbau und auch heute noch Vorkommen von Kickxia spuria und Kickxia elatine.

Für Österreich gibt es nach HUEMER (2013) einen etwas schwierig zu interpretierenden Einzelbeleg: "Der Nachweis eines einzelnen Männchens aus dem Bundesland Salzburg (Gaisberggebiet, Judenbergalm, ca. 700 m, 17.9.1970, leg. Mairhuber) beruht zwar mit Sicherheit auf keiner Fundortverwechslung (EMBACHER & KURZ, 2008), eine Bodenständigkeit dieser südlichen Art ist jedoch zweifelhaft, umso mehr als die einzige bekannte Futterpflanze Kicksia spuria im Gebiet fehlt." HASLBERGER & SEGERER (2016) melden zur Art: "Aus Frankreich beschriebene, anscheinend expansive Art, Status in Bayern unklar, möglicherweise eingeschleppt, oder natürliche Arealerweiterung. TS: HASLBERGER et al. (2016: 19-21) (Erstfunde für Bayern)."

(Autor: Erwin Rennwald)


Typenmaterial

BIGOT & PICARD (2002: 305): « Holotype mâle. Manosque, La Fuste, 300 m (Alpes-de-Haute-Provence), 25 août 1988, pris sur Kickxia spuria, J. PICARD leg., prép. gén. L. Bigot n° 1154.
Allotype femelle. Idem, 29 septembre 1988, sur Kickxia spuria, J. NEL leg., prép. gén. L. Bigot n° 1290.
Paratypes. Quinze exemplaires, idem, e. l. sur Kickxia spuria, J. NEL leg., août-septembre 1988 et 1989.
L'holotype (mâle) et l'allotype (femelle) sont conservés dans la collection Louis Bigot ; les paratypes sont répartis entre les collections Louis Bigot et Jacques Nel. »


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Pterophoridae (Federmotten)
EU M-EU 05412b Stenoptilia mariaeluisae BIGOT & PICARD, 2002 artseiteohnefoto

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Letzte Änderung am November 25, 2017 19:29 von Jürgen Rodeland
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