Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Stigmella Anomalella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nepticulidae (Zwergminiermotten)
EU M-EU 00110 Stigmella anomalella (GOEZE, 1783)

1: Österreich, Niederösterreich, Katzelsdorf an der Leitha; Park der Schule, leg. Raupe in Blattmine von Hundsrose (Rosa canina s.lat.) 25. Juni 2008, e.p. 15. Juli 2008 (Foto: Peter Buchner), leg., cult. & det. Peter Buchner
2: Deutschland, Niedersachsen, Haste, Bahnhofsgelände am Waldrand, 50 m, e.l. Zucht, Mine an Rosa spec. am 16. Juni 2015, Falterfoto 7. Juli 2015 (cult., det. & fot.: Tina Schulz) [Forum]


Raupe

1, in Mine an Rosa spec.: Deutschland, Niedersachsen, Haste, Bahnhofsgelände am Waldrand, 16. Juni 2015 (Foto: Tina Schulz) [Forum]
2-3: Deutschland, Niedersachsen, Hannover, Herrenhausen, Georgengarten, 50 m, leg. Minen 24. Oktober 2016 an Rosa spec., Zuchtfotos 26. Oktober 2016 (cult., det. & fot.: Tina Schulz), Bestimmung ist durch Falterschlupf gesichert


Fraßspuren und Befallsbild

1-2, 2 minierte Blättchen von Hundsrose (Rosa canina s.lat.): Daten wie Falter 1 (Foto: Peter Buchner)
3-7, bereits verlassene Minen an Rose (Rosa spec.): Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Siedlungsgebiet, 70 m, 19. November 2014 (det. & Fotos: Tina Schulz) [Forum]
8: Deutschland, Niedersachsen, Hannover, Herrenhausen, Georgengarten, 50 m, Minen an Rosa spec., 24. Oktober 2016 (cult., det. & fot.: Tina Schulz), Bestimmung ist durch Falterschlupf gesichert


Kokon

1, Kokon (2 mm) mit Exuvie am Blattstiel des minierten Blattes: Daten wie Falter 1 (Foto: Peter Buchner)


Ei

1, Eihülle auf Blattunterseite Rosa spec.: Deutschland, Niedersachsen, Haste, Bahnhofsgelände am Waldrand, 28. Juni 2015 (Foto: Tina Schulz) [Forum]



Diagnose

Weibchen

1, ♀: Schweiz, Bern, La Neuveville, 650 m, 17. Juli 1993, Lichtfang (leg., gen. det. [GP 2006-187] & Foto: Rudolf Bryner) [Forum]


Geschlecht nicht bestimmt

1-3: Daten siehe Etikett (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung", dort unter Stigmella fletcheri (TUTT, 1899) einsortiert


Mine

Der Kot wird meist in spiraligen Windungen abgelegt, bei der Verwechselungsart Stigmella centifoliella jedoch nicht. An einer bestimmten Stelle der Mine (vermutlich im Zusammenhang mit einer Raupenhäutung) wechselt die Kotlinie plötzlich ihr Aussehen (in den folgenden 3 Bildern mit einem roten Pfeil gekennzeichnet).

1-3, bereits verlassene Minen an Rose (Rosa spec.): Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, Siedlungsgebiet, 70 m, 19. November 2014 (det. & Fotos: Tina Schulz) [Forum]


Erstbeschreibung

GOEZE (1783: 168-169) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org].



Biologie

Habitat

1, Hecke am Siedlungsrand mit Rosensträuchern (Rosa spec.), dahinter ausgedehnte landwirtschaftliche Flächen: Deutschland, Niedersachsen, Rodenberg, 70 m, 19. November 2014 (Foto: Tina Schulz) [Forum]
2: Deutschland, Niedersachsen, Haste, Bahnhofsgelände am Waldrand mit Rosa spec., 50 m, 16. Juni 2015 (fot.: Tina Schulz) [Forum]


Nahrung der Raupe

Nach JOHANSSON et al. (1990) minieren die Raupen sowohl in Blättern von Wild- als auch Gartenrosen, ferner in Großem und Kleinem Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis, Sanguisorba minor) und in den Südalpen in Kalkfelsen-Fingerkraut (Potentilla caulescens). [Bladmineerders.nl] listet auf:

Die Angaben zu Potentilla caulescens stammen von der zunächst als eigene Art beschriebenen Stigmella caulescentella KLIMESCH, 1946. KLIMESCH (1946: 164) schildert sehr detailreich: "Die caulescentella-Raupe fand ich Ende September und den ganzen Oktober hindurch in Gangminen (Taf. 12, Fig. 5 und 6) an Potentilla caulescens v. viscosa Huter in ca. 800—1000 m Höhe in der Umgebung von Trient (Mte. Maranza und Mte. Calisio) an westlich bis nördlich exponierten, oft sehr schwer zugänglichen Felsen. Die Eiablage erfolgt auf der Unterseite des Blattes, häufig am Blattrand. Die sich anfangs sehr langsam entwickelnde Raupe erzeugt eine zuerst stark gewundene, dann aber ziemlich gerade, meist dem Blattrand folgende, mit hellgrünem Kot fast ganz erfüllte Gangmine. Nach der Häutung ist die Kotlinie schwarz und läßt die Ränder des Ganges frei. In größeren Blättern verläuft die Mine nur wenig geschlängelt, meist ziemlich parallel mit der Jugendmine am Blattrand. In kleineren Blättern, die oft fast ganz ausgeweidet werden, ist die Mine sehr stark gewunden, die Kotlinie etwas aufgelockerter. Zur Verpuppung begibt sich die Raupe durch einen Schlitz in der Oberhaut des Blattes ins Freie, um sich an der Basis eines alten, abgestorbenen Stengels der Futterpflanze ihren ockergelben, ovalen, etwas gewölbten, durch Gespinstfäden rauh erscheinenden Puppenkokon anzufertigen. Die an geschützten Stellen in Felsenspalten wurzelnden P. caulescens-Stände sind häufig von einem dichten Büschel herabhängender, trockener Blätter vergangener Jahre umgeben. Im innersten unteren Teil der Blattscheiden konnte ich wiederholt die geschlüpften Puppenkokons früherer Generationen finden. Durch die Wahl dieses Ortes zur Verpuppung ist die Raupe nicht den großen Gefahren ausgesetzt, denen sie auf dem weiten Weg von der Pflanze im Felsen bis zum Erdboden leicht zum Opfer fallen würde." Auch BURMANN (1980: 146) meldet entsprechende Minenfunde von "Stigmella cauescentella an Potentilla caulescens.

(Autor: Erwin Rennwald)



Weitere Informationen

Andere Kombinationen

Synonyme


Literatur


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Letzte Änderung am Mai 13, 2019 18:11 von Michel Kettner
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