Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Stigmella Hahniella

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nepticulidae (Zwergminiermotten)
EU M-EU 00127 Stigmella hahniella (WÖRZ, 1937)



Diagnose

Um das Wiederauffinden der Art in Deutschland zu forcieren, zitieren wir den Minenschlüssel von WÖRZ (1937: 292):

„Die Mine ist ebenfalls [wie der Falter] gut charakterisiert. Sie unterscheidet sich von den anderen an torminalis vorkommenden Nepticula nach folgender Übersicht:

a) Kot in fadendünner Mittellinie abgelagert. Raupe blaßgelb (Eischale klebt an der Blattunterseite) . . . torminalis Wood
— Kotlinie breit, wenigstens stellenweise 1/3 des Ganges und mehr ausfüllend. Raupe grünlich . . . b
b) Eischale auf der Blattunterseite. Kot in queren, den Gang ganz ausfüllenden grünen (alt bräunlichen) Bogenlinien hahniella Wörz
— Eischale auf der Blattoberseite. Kot in dicker Mittellinie, die aber nicht in quere Bogenreihen aufgelöst ist mespilicola Frey“

Geschlecht nicht bestimmt

1-3: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung"



Biologie

Nahrung der Raupe

WÖRZ (1937: 290) züchtete die Typen aus Minen in Sorbus torminalis (Elsbeere). JOHANSSON et al. (1990) nennen dieselbe Raupennahrungspflanze.

Die Minen können nach WÖRZ (1937: 292) Ende Mai bis Anfang Juni und dann wieder im Herbst gefunden werden.



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

WÖRZ (1937: 291): „Der Name hahniella ist auf Vorschlag von Herrn Prof. HERING gegeben und ist abgeleitet von der Untergattung Hahnia, zu der Pirus (Sorbus) torminalis gehört.“


Andere Kombinationen


Autor und Jahr des Taxons

Die Angabe "WÖRTZ, 1890" in KARSHOLT & RAZOWSKI (1996) ist unzutreffend, richtig ist "WÖRZ, 1937".


Verbreitung

Aus Deutschland liegen außer der Erstbeschreibung aus Württemberg — Locus typicus nach WÖRZ (1937: 291): [Deutschland,] „Württemberg“ — nur ältere unüberprüfbare Angaben aus Bayern (Schichtstufenland) vor. Auf die Art sollte in Deutschland also besonders geachtet werden, um die Frage zu klären, ob das Tier noch immer da ist oder sich nach Osten zurückgezogen hat. HASLBERGER & SEGERER (2016) führen die Art in der “Liste der für Bayern zweifelhaften Arten”.

WÖRZ (1937: 292) nennt mehrere Fundorte in Deutschland, wobei er bei den Funden außerhalb Württembergs auf sein Minenherbar verweist: „Rothenburg am Kyffhäuser“, „Pfalz (leg. DISQUE“, „am Lemberg bei Zuffenhausen“, „im Dachswald bei Stuttgart“, „im Rotenacker Wald bei Markgröningen“.

Nach der Fauna Europaea [Fauna Europaea, last update 23 July 2012, version 2.5] stammen die weiteren Funde aus Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien und Italien.


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am Mai 13, 2019 18:27 von Michel Kettner
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