Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Stigmella Stelviana

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nepticulidae (Zwergminiermotten)
EU M-EU 00159 Stigmella stelviana (WEBER, 1937)



Diagnose

1-3: Daten siehe Etiketten (fot.: Michel Kettner), coll. ZSM, "Klimesch-Sammlung"



Biologie

Nahrung der Raupe

In der Erstbeschreibung von WEBER (1937) wurde, wie zuvor bei WOCKE (1880) lediglich Potentilla grandiflora genannt.

WEBER (1945: 401-402) beschrieb einige Jahre später nach Minenfunden an Potentilla crantzii Nepticula crantziella als neue Art. Die dort genannten Unterschiede gegenüber S. stelviana sind aber so gering, dass N. crantziella heute allgemein als Synonym zu S. stelviana angesehen wird.

Nach JOHANSSON et al. (1990) leben die Raupen an Fingerkraut-Arten der Hochlagen, neben Potentilla grandiflora (Großblütiges Fingerkraut) und Potentilla crantzii (Zottiges Fingerkraut) auch Potentilla frigida (Gletscher-Fingerkraut).



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

WOCKE (1880) beendete seinen Artikel "Ueber die Lepidopterenfauna vom Stilfserjoch" mit der Erwähnung einer bisher unbekannten Art: "Nepticula stelviana n. sp. Der Raupe dieser Art, die in den Blättern von Potentilla grandiflora minirt, habe ich schon in meinem Berichte von 1875 Erwähnung gethan. Damals erhielt ich keinen Falter, diesmal sammelte ich am 9. und 10. August gegen 200 meist erwachsene Raupen und erzog in Breslau im September 7 m und 3 w der prächtigen, der N. Dryadella sehr nahestehenden Art, deren Beschreibung ich an anderem Orte geben werde." Diese Ankündigung wurde anscheinend nie umgesetzt, so dass die Art erst durch WEBER (1937: 214) gültig beschrieben wurde. Dieser benutzt den Namen, den schon WOCKE (1880) vergeben hatte: "Diese Art wurde von Wocke am Stelvio entdeckt und im Jahresbericht der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur, Breslau, Jahrgang 1880, pag. 205, am Schluß seiner Arbeit "Ueber die Lepidopterenfauna vom Stilfserjoch" erwähnt.


Andere Kombinationen

Synonyme


Verbreitung

Nach JOHANSSON et al. (1990) ist die Art in den westlichen Alpen verbreitet - von Frankreich über die Schweiz bis in den Westen Österreichs (Ötztal) und Norditalien (Stelvio). Die Art ist hier auf die Hochlagen zwischen 1900 und 2600 m beschränkt.

Locus typicus nach WEBER (1937: 214): [Schweiz, Wallis], «Gondoschlucht (Südseite des Simplons)»

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nepticulidae (Zwergminiermotten)
EU M-EU 00159 Stigmella stelviana (WEBER, 1937) diagnosebild-m-eu

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Letzte Änderung am September 22, 2019 16:11 von Jürgen Rodeland
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