Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Stigmella Torminalis

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EU M-EU 00123 Stigmella torminalis (WOOD, 1890) - Elsbeeren-Zwergminierfalter



Diagnose

Erstbeschreibung

WOOD (1890) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Nach JOHANSSON et al. (1990) minieren die Raupen ausschließlich in Blättern der Elsbeere (Sorbus torminalis), also der Pflanze, die schon WOOD (1890) zur Benennung der Art veranlasste.



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

WOOD (1890): "Egg on the under-side of the leaf of Pyrus torminalis" (Elsbeere).


Andere Kombinationen


Faunistik

HUEMER (2013) vermerkt zu Österreich: "Die Art wurde von HUEMER & TARMANN (1993) mangels überprüfbarer Belege aus der Landesfauna gestrichen, und es liegen keine neueren Daten vor, die ein Vorkommen bestätigen."

Die Angaben aus Deutschland sind verwirrend! GAEDIKE et al. (2017: 22) führen in ihrer Tabelle nur eine Altangabe von vor 1980 aus Bayern an. HASLBERGER & SEGERER (2016) hatten die Art aber gar nicht für Bayern gelistet. GAEDIKE et al. (2017: 116) erläutern dazu: "Die Meldung für NW (BIESENBAUM 2006b) beruht auf einem Übermittlungsfehler, sie ist zu streichen (BIESENBAUM 2007b); nach HASLBERGER & SEGERER (2016) aus SW-Deutschland (BW) (JOHANSSON et al. 1990; LAŠTŮVKA & LAŠTŮVKA, 1997) sicher belegt, für BY in der Literatur nur alte, für die Bestimmung ungeeignete Minenfunde." Die Tabelle wurde nicht mehr angepasst.
Auf schmetterlinge-d.de gibt es keinen Eintrag zur Art, also auch nicht für Baden-Württemberg.
In JOHANSSON et al. (1990: 174) ist zur Verbreitung der Art zu erfahren: "Only known from the type-locality Tarrington in England and from two localities in Rheinland-Pfalz in West Germany. The distribution is mapped by Schoorl et al. (1985, fig. 79). All other records are probably misidentifications. There seem to be no recent records of the species." Die Karte von SCHOORL et al. (1985) konnte ich leider noch nicht studieren, aber JOHANSSON et al. (1990: 174) haben noch eine interessante Anmerkung: "Puplesis (in Ivinskis et al., 1985: 217, fig. 42) figured a male specimen and male and female genitalia of torminalis as 36. mespilicola (from "Rheinpfalz, 97 Stgr." (Puplesis, in litt. to Johansson))." "Rheinpfalz" wurde zeitweise synonym zu "Kurpfalz" verwendet, umfasste damit also neben der heutigen Pfalz auch Teile, die jetzt zu Baden-Württemberg gerechnet werden (und das ganze Gebiet gehörte damals politisch zu Bayern). Um 1897 verstand man darunter aber in aller Regel nur noch den linksrheinischen Teil, der heute vollständig zu Rheinland-Pfalz gehört.
Aber noch eine wertvolle Notiz findet sich bei JOHANSSON et al. (1990: 174): "Petersen (1930a: 59, fig. 55) described and figured the male genitalia of torminalis as those of 36. mespilicola." Sucht man bei PETERSEN (1930) nach den Herkunftsdaten der gezeichneten Genitalien, scheinen sie auf den ersten Blick ganz zu fehlen, tatsächlich ist die Herkunft aber wenigstens direkt unter dem jeweiligen Artnamen abgelegt, hier konkret "Sorbus torminalis, Pfalz." Vermutlich hatte Petersen also das gleiche Tier von 1897 vorliegen wie später Puplesis, oder wenigstens eines aus der gleichen Serie. Und PETERSEN (1930: 59) vermerkt noch etwas, wieso er das Tier als "N. mespilicola" beschriftete: "Nach M. Hering ist mespilicola = torminalis." Die Datenbank rlp.schmetterlinge-bw.de zeigt für Stigmella mespilicola einige wenige Einträge in der Zeit nach 1930, keinen einzigen aber davor - und S. torminalis wird gleich gar nicht erwähnt.
LAŠTŮVKA & LAŠTŮVKA (1997: 57) bringen zu S. torminalis keine neuen Erkenntnisse: "Bisher nur aus England, Westdeutschland (Rheinland-Pfalz) und ? aus der Schweiz bekannt."

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Nepticulidae (Zwergminiermotten)
EU M-EU 00123 Stigmella torminalis (WOOD, 1890) - Elsbeeren-Zwergminierfalter artseiteohnefoto

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Letzte Änderung am November 5, 2020 22:38 von Erwin Rennwald
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