Polyommatus coridon

Bestimmungshilfe für die in Europa nachgewiesenen Schmetterlingsarten

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Stilbia Anomala

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Bestimmungshilfe / Schmetterlingsfamilien / Noctuidae (Eulenfalter)
EU M-EU 09407 Stilbia anomala (HAWORTH, 1812) - Drahtschmieleneule

1-2: Spanien, Provinz Salamanca, Sierra de Bejar, Calendario, 1140 m, am Licht, 8. September 2016 (det. & Foto: Henk Gremmer), conf. Eckard O. Krüger [Forum]
3: Spanien, Provinz Salamanca, Sierra de Bejar, Calendario, 1140 m, am Licht, 30. August 2016 (det. & Foto: Henk Gremmer), conf. Eckard O. Krüger [Forum]
4: Frankreich, Südfrankreich, Gorges de la Jonte, Cevennen, Schlucht zwischen Felshochebenen, Les Douzes, ca. 500 m, 15. September 2017, abends am Licht (fot.: Chris Engelhardt), det. Johan Verstraeten [Forum]



Diagnose

1, ♂: Deutschland, Baden-Württemberg, Nordschwarzwald, Enztal, cult. W. Staib, e.l. 12. Juli 1958 (coll., det. & Foto: Hans-Peter Deuring)

1, ♀: Deutschland, Baden-Württemberg, Nordschwarzwald, Enztal, cult. W. Staib, e.l. 20. Juli 1960 (coll., det. & Foto: Hans-Peter Deuring)

1: Frankreich, Charente maritime, St. Jours d'And, 15. September 2000 (coll. & fot.: Maurits De Vrieze), leg. & det. Ph. Henry

Beschreibung von John Curtis als Stilbia anomalata

CURTIS (1823-1840) [nach Copyright-freien Scans auf www.biodiversitylibrary.org]



Biologie

Nahrung der Raupe

Die Art zeigt eine sehr enge Bindung an die haarfeinen Blätter der Draht-Schmiele; STEINER (1997) berichtet zudem über den Fund einer an Weißer Hainsimse fressenden Raupe (Beobachter: R. Kontermann) im Schwarzwald, betont aber, dass die Drahtschmiele unmittelbar daneben wuchs.



Weitere Informationen

Etymologie (Namenserklärung)

(ανώμαλος ungleichartig; wegen der abweichenden Gestalt des ♀).
SPULER 1 (1908: 228R)


Andere Kombinationen

Synonyme


Faunistik

Die Art ist aus Deutschland nur aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bekannt, mit einer Uralt-Angabe auch aus Hessen (GAEDIKE & HEINICKE 1999).

Die atlanto-mediterran verbreitete Eule wurde aus England beschrieben und ist nach der Fauna Europaea [last update 29 August 2013 | version 2.6.2] in Groß-Britannien, Nord-Irland, Irland, auf den Kanalinseln, nordwärts bis Norwegen, nach Süden hin in Frankreich, Andorra, Spanien und Portugal zu finden, also ganz auf das atlantisch beeinflusste Westeuropa beschränkt. Das Vorkommen an der Südwestküste Norwegens wird von STEINER (1997) als Reliktareal gedeutet. Nach ihm erreicht die Art in Deutschland ihre Ostgrenze in den niederen Lagen im Westen des Schwarzwalds.

Die von WYMANN et al. (2015) mitgeteilte und mit Fragezeichen aus der Schweiz akzeptierte Art ist so wenig glaubhaft, dass sie hier auch nicht mit Fragezeichen akzeptiert werden soll: "Aus der Schweiz gibt es nur einen einzigen Hinweis zum Vorkommen dieser Art, er stamm von F. de Rougemont (1903): "En été 1901 j'ai vu, posé près d'une lampe à Dombresson, les ailes étroitement repliées l'une sur l'autre à façon des Agrotides, un Papillon qui ne pouvait être que Stilbia anomala ..."." Ein Beleg existiert selbstverständlich nicht, und das nächste bekannte Vorkommen liegt hunderte Kilometer entfernt; klar ist Verschleppung von Einzeltieren immer möglich, aber ohne Beleg bleibt das doch sehr vage.

(Autor: Erwin Rennwald)


Literatur


Informationen auf anderen Websites (externe Links)


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Letzte Änderung am Januar 13, 2018 12:48 von Michel Kettner
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