Polyommatus coridon
Lepiforum: Bestimmung
von Schmetterlingen
(Lepidoptera)
und ihren
Praeimaginalstadien
[Home] [Impressum] [Datenschutzerklärung]
Foren: [1: Bestimmungsfragen (Europa)] [2: Alles außer Bestimmungsfragen] [3: Außereuropäische Arten - Non-European Species] [Test]
Archive Forum 2: [#2 (bis 2017)] [#1 (bis 2013)] Archive Forum 1: [#7 (bis April 2019)] [#6 (2016-2018)] [#5 (2012-2016)] [#4 (2010-2012)] [#3 (2007-2010)] [#2 (2006-2007)] [#1 (2002-2006)]
Bild- und Informationssammlungen: [Lepiwiki (Bestimmungshilfe)] [Schütze (1931): Biologie der Kleinschmetterlinge (Online-Neuausgabe)] [Glossar] [FAQ]
Verein: [Lepiforum e.V.] [Chat (nur für Mitglieder)]

[Hinweise zur Forenbenutzung]     [Forum User Instructions]     [Indications pour l'utilisation des forums]     [Indicaciones para el uso de los foros]     [Avvisi per l'utilizzo dei fori]     [Советы по использованию форума]     [Pokyny k použití fóra]     [Általános tudnivalók a fórum használatához]     [Wskazówki korzystania z forum]

Forum 2: Alles außer Bestimmungsanfragen

Endlich vor der eigenen Haustür – die Ulmen-Gelbeule Cirrhia gilvago *Foto*

Seitdem ich vor knapp 10 Jahren nach Westfalen gezogen bin, steht es ganz oben auf meinem faunistischen Wunschzettel die Herbsteule Cirrhia gilvago ([Denis & Schiffermüller], 1775) nachzuweisen. Bisher blieben allerdings alle Köder- und Lichtfangversuche (es waren viele) erfolglos und auch die Raupensuche an Feldulmen blieb leider ohne Ergebnis. In diesem Frühjahr wollte ich es nun doch noch einmal wissen und sammelte kräftig Feldulmenfrüchte an diversen Stellen um Münster. Und nun gelang es mir endlich Cirrhia gilvago quasi vor der eigenen Haustür zu finden, im Raupenstadium an drei verschiedenen Standorten.

Von Jungraupen besetzte Feldulmen (Ulmus minor) stehen in der Agrarlandschaft des Münsterlands sonnig in der Feldflur. Wichtig scheint zu sein, dass die Raupen gesucht werden bevor die Ulmen ihr Blattlaub austreiben.

Beispiel von C. gilvago Jungraupen besetzte Feldulmen:

Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Altenberge bei Münster, 17. April 2021 (fot. Frank Rosenbauer).

Die C. gilvago Jungraupen spinnen sich lose zwischen den Ulmenfrüchten ein.

Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Umg. Münster, 14. April 2021 (leg., det. & fot. Frank Rosenbauer).

Sobald die Blätter voll ausgetrieben waren (im Mai), konnte ich keine C. gilvago Raupen mehr finden, obwohl die Früchte noch nicht von den Bäumen abgeworfen wurden. Es ist also eine Sache des richtigen Timings und in den Jahren zuvor hatte ich scheinbar stets zu spät nach den Raupen gesucht. Ich will nicht ausschließen, dass die Raupen an besser besetzten Standorten auch später gefunden werden können, jedoch dort wo die Art eher selten ist, scheint eine jahreszeitlich frühe Suche die Erfolgsaussichten deutlich zu erhöhen. Bei den Jungraupen ist allerdings Vorsicht vor einer Verwechslung mit der ebenfalls an Feldulmenfrüchten fressenden, deutlich häufigeren Sunira circellaris geboten. Die Raupen sollten also mitgenommen und durchgezogen werden.

Hier nochmals Bilder der C. gilvago Jungraupe:

Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Umg. Münster, gefunden am 14. April 2021, Foto am 16. April 2021 (leg., cult., det. & fot. Frank Rosenbauer).

Hier eine halberwachsene C. gilvago Raupe – Bilder erwachsener Raupen sind in LepiWiki bereits reichlich vorhanden:

Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Altenberge bei Münster, gefunden am 17. April 2021, Foto am 24. April 2021 (leg., cult., det. & fot. Frank Rosenbauer).

Und hier einer der bisher geschlüpften Falter:

Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Altenberge bei Münster, Raupe gefunden am 17. April 2021, Foto des Falters am 30. August 2021 (leg., cult., det. & fot. Frank Rosenbauer).

Zum Schluss noch eine frisch geschlüpfte Cirrhia ocellaris (Borkhausen, 1792) in bunter Tracht, die ich in diesem Jahr mit Pappelkätzchen als Jungraupe eingetragen habe. Bei oberflächlicher Betrachtung ist die Ähnlichkeit mit der Schwesternart Cirrhia gilvago frappierend. Gute Unterscheidungsmerkmale stehen allerdings im LepiWiki.

Deutschland, Nordrhein-Westfalen, Umg. Münster, Raupe im März 2021 in Hybridpappelkätzchen, Foto des Falters am 31. Juli 2021 (leg., cult. det. & fot. Frank Rosenbauer).

Beiträge zu diesem Thema

Endlich vor der eigenen Haustür – die Ulmen-Gelbeule Cirrhia gilvago *Foto* Bestimmungshilfe
Schöner motivierender Beitrag super *kein Text*
wovon leben die Raupen ab dem Zeitpunkt, wo man sie nicht mehr findet? *kein Text*
An Kräutern; fast alle Herbst- & Wintereulen (= fast alle Xylenina) tun das. VG. *kein Text*
Solche deutschen Namen können und dürfen jetzt ins Lepiwiki, weil ...
Weil ich grad drüber stolperte ...
vielleicht stellen sie auf nächtliche Freßaktivität um